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Lange gut, plötzlich schlecht

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Von: Patrick Hilmes

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Robin Soudek bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 für den SCR.
Zu früh gefreut: Robin Soudek (r.) bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 für den SCR. © ANDREAS KLUPP

Bitteres und zugleich unnötiges Déjà-vu für den SC Riessersee: Die Weiß-Blauen führen wie zuletzt gegen Passau mit 1:0 in Höchstadt, verlieren die Partie der Eishockey-Oberliga Süd aber noch.

Höchstadt – Nach einem torlosen ersten Drittel bringt Robin Soudek den SC Riessersee auswärts mit 1:0 in Front, etwas mehr als 30 Minuten sind gespielt. Die völlig verdiente Führung für die Weiß-Blauen zu diesem Zeitpunkt. Doch anschließend bricht der SCR aus unerklärlichen Gründen ein, gibt die Partie aus der Hand und verliert noch. Diese Schilderung der Ereignisse stammt aus der Partie der Riesserseer beim EHF Passau – 7. Januar 2022. Und exakt genauso verlief auch das Duell mit dem Höchstadter EC am Sonntagabend. Der SCR war lange dominant, ging durch Soudek mit 1:0 nach etwas mehr als einer halben Stunde in Führung, gibt dann aber die Spielkontrolle ab und verliert am Ende auswärts mit 1:4. Eine völlig unnötige Pleite der Weiß-Blauen in der Eishockey-Oberliga Süd.

Höchstadt 20 Minuten chancenlos

Denn angefangen hatte es wie in Passau: bestens. Nach dreieinhalb Minuten verpasste Elias Lindner freistehend zwei Meter vor dem Tor der Höchstadter das 1:0 für die Gäste, leitete damit aber die Drangphase der Weiß-Blauen ein. Anschließend vergaben Tobias Kircher und Soudek die Führung, ehe ein mal wieder maues Powerplay folgte. Doch die Defensive war sattelfest, die Gastgeber verbuchten nicht eine wirkliche Chance in den ersten 20 Minuten.

Soudek findet die Lücke - 1:0 für den SCR

Dasselbe Bild zu Beginn von Drittel zwei: Riessersee besser, drückender, schneller, aber auch weiterhin torlos, weil Lindner und Christopher Chyzowski zu ungenau zielten. Dennoch schien es nur eine Frage der Zeit, wann das Erfolgsrezept des frühen Pressings auch auf der Anzeigetafel sichtbar werden würde. Zuständig war dafür dann Soudek, der eine Lücke im Abwehrverbund der Alligators erkannte, kurz antrat und HEC-Goalie Benjamin Dirksen mit einem gezielten Schuss durch die Schoner überwand.

Riessersee stellt den Spielbetrieb ein

Doch anstatt nun daraus weiteres Selbstvertrauen zu schöpfen, stellte der SCR quasi den Spielbetrieb ein. Strukturiert und diszipliniert trat er zuvor auf, nach der Führung konfus und fehlerhaft. Das mündete bereits gegen Ende des zweiten Drittels zu reichlich Torchancen der Gastgeber, blieb aber noch unbestraft. Höchstadt holte das aber im Schlussabschnitt konsequent nach, drehte die Partie binnen einer Minute, weil die Weiß-Blauen tatkräftig mithalfen. „Wir haben den Fokus verloren und leisten uns drei individuelle Fehler“, moniert SCR-Coach Pat Cortina auf der anschließenden Pressekonferenz.

Drei individuelle Fehler der Weiß-Blauen

Nummer drei führte zum Konter, der das Spiel endgültig entschied – 1:3 (48.). Den Schlusspunkt setzte Jakob Fardoe, in dem er aus der eigenen Hälfte die Scheibe ins leere SCR-Tor beförderte. Fertig war das unnötige Déjà-vu des SCR.

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