Das 3:1 für Deggendorf: SCR-Goalie Sebastian Pfeuffer rutscht der Puck durch die Beine.
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Das 3:1 für Deggendorf: SCR-Goalie Sebastian Pfeuffer rutscht der Puck durch die Beine.

Der SC Riessersee unterliegt klar und deutlich beim Deggendorfer SC mit 1:5

Mangelhafte Präzision

  • vonPatrick Hilmes
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Fehlstart ins Jahr 2021 für den SC Riessersee: In der Auswärtspartie der Eishockey-Oberliga Süd beim Deggendorfer SC setzte es für den SCR eine 1:5-Niederlage.

Deggendorf – Es gibt viele essenzielle Dinge, die im Eishockey vonnöten sind, will man ein Spiel gewinnen. Eines dieser unabdingbaren Attribute ist die Präzision – im Passspiel wie im Torabschluss. Bringt man dies nicht aufs Eis, hat man keine Chance auf den Sieg. So wie der SC Riessersee in der ersten Partie des neuen Jahres. Beim Deggendorfer SC gab es für den SCR nichts zu holen. Verdient blieben die drei Punkte beim DSC, mit auf die Heimreise nahmen die Riesserseer fünf Gegentoren bei einem eigenen Treffer.

Zu wenig Konstanz, zu viele individuelle Fehler

Coach George Kink hatte in seinem Zwischenfazit zum Jahreswechsel nochmals betont, was seiner Mannschaft in der bisherigen Oberliga-Saison noch fehle: Konstanz und weniger individuelle Fehler. Im ersten Spiel 2021 trat diesbezüglich keine Besserung ein. Entgegen zur letzten Partie in 2020 beim 6:5 gegen Weiden funktionierte die Offensive nicht, und es setzte erneut fünf Gegentreffer. Der Großteil davon war einmal mehr auf individuelle Fehler zurückzuführen. Wie das 0:1. Der SCR in Scheibenbesitz im eigenen Drittel verliert den Puck und schon ist Andrew Schembri zur Stelle.

Unnötige Strafzeiten für den SCR

Bereits zuvor hatte sich ein weiteres Manko der Weiß-Blauen gezeigt. Immer wieder kassieren sie unnötige Strafzeiten. Wie in Minute zehn: Der SCR befindet sich im Powerplay, steht aber plötzlich mit sechs Mann auf dem Feld. Die logische Konsequenz: Strafe gegen das Team, Vorteil futsch. Das erste Drittel war dennoch ein ordentliches, es hätte auch gut mit 1:1 enden können. Doch Robin Soudek versprang bei einem Alleingang die Scheibe, wodurch sein Schuss den Kasten verfehlte.

Nackenschlag mit Wirkung

Im zweiten Drittel waren die Gäste dann am Drücker und holten das nach, was Soudek noch verpasst hatte: das 1:1. Das war zugleich eine Premiere, denn erstmals hieß der Torschütze Louis Anders. Der Treffer des 19-Jährigen Stürmers gab dem SCR weiteren Auftrieb. Er war nun drauf und dran, in Führung zu gehen. Die Chancen dazu hatten Benjamin Kronawitter und Florian Vollmer. Doch es mangelte eben an der besagten Präzision. Und mitten in dieser Offensivphase der Gäste fiel das 2:1 für die Gastgeber durch Chase Schaber. Ein Nackenschlag. Und der saß richtig.

Deggendorf gelingt die Vorentscheidung

Der SCR geriet nun seinerseits unter Druck. Es dauerte nicht lange, da stand es 3:1. Im Zweikampf stürzte Alexander Eckl und Deggendorf nutzte dies durch Manuel Wiederer, um mit zwei Toren in Front zu gehen. Es folgte die nächste unnötige Strafe: Uli Maurer, unsportliches Verhalten. Der SCR schwächte sich somit wieder selbst. Immerhin: kein Gegentor in Unterzahl. Das nächste fiel dafür aber in Überzahl. Nach Riesserseer Abschluss konterte der DSC. Die Gäste wirkten in dieser Szene schläfrig, ihnen fehlte das Tempo im Rückwärtsgang. Erik Gollenbeck nutzte das zum 4:1. Drittelpause.

Schnelles Tor im Abschlussdrittel

Ein letztes Mal Kraft tanken, vielleicht mit einem schnellen Tor ins Spiel zurückfinden. Doch daraus wurde nichts. Der schnelle Treffer fiel auf der anderen Seite. Nach 16 Sekunden stellte Marius Wiederer auf 5:1. Bei diesem Schuss von der blauen Linie hatte Goalie Sebastian Pfeuffer freie Sicht und machte entsprechend keine gute Figur. Doch an dem jungen Keeper lag es an diesem Abend in Deggendorf nicht, dass der SCR mit leeren Händen gen Heimat fuhr. Das hatte sich das gesamte Team zuzuschreiben. Es gab sich zwar nicht auf, erspielte sich zudem einige Chancen, doch auch im Schlussdrittel fehlte eben die so essenzielle Präzision – im Passspiel wie auch beim Torabschluss.

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