Vier Spieler des SC Riessersee jubeln.
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Durften wieder jubeln: Die Spieler des SC Riessersee glänzten zwar nicht, fuhren aber drei Punkte ein.

Der SC Riessersee erarbeitet sich einen 5:2-Sieg beim EV Lindau

Nicht schön, aber erfolgreich

Drei Punkte, Mund abputzen, weiter gehts: Der SC Riessersee hat zwar nicht geglänzt beim EV Lindau, aber mit 5:2 gewonnen. Ein Verdienst war das auch vom neuen Goalie.

Lindau - Die Palette an Beschreibungen ist lang für Spiele, die den Zuschauer, gelinde gesagt, nicht vom Hocker hauen. Die Mannschaften neutralisieren sich, nur Stückwerk auf beiden Seiten, eine zerfahrene Partie, keine Struktur hüben wie drüben, schwere Kost. Kurz gesagt: Das Duell der Oberliga Süd zwischen den EV Lindau Islanders und dem SC Riessersee war kein Eishockey-Leckerbissen.Aber aus Sicht der Gäste war das auch völlig egal. Was zählt, ist das Ergebnis. Und das stimmte mit 5:2 aus SCR-Sicht.

SCR muss gleich auf sechs Spieler verzichten

Wie man diesen Erfolg beschreibt, dafür gibt es ebenfalls mehrere Möglichkeiten. Dreckiger Triumph oder etwa Arbeitssieg. Kurzum: Der SCR wurschtelte sich irgendwie durch. Es funktionierte nicht viel bei den Weiß-Blauen. Der Spielaufbau ließ zu wünschen übrig, Scheibenkontrolle wie Passqualität ebenso. Ein Stück weit ist das sicherlich auf die Personalprobleme zurückzuführen. Dass fünf Mann – Eetu-Ville Arkiomaa, Tobias Möller, Anton Radu, Tobias Kircher und Christian Schneider – fehlen würden, war bereits zuvor klar. Zudem musste der SCR auf den angeschlagenen Goalie Daniel Allavena verzichten. Längere Zeit wird der Förderlizenzspieler vom EHC München aber wohl nicht fehlen. Somit feierte Michael Böhm sein Debüt im SCR-Kasten. So viel sei vorweggenommen: Es war eine starke Premiere.

Überzahl bringt Riessersee in die Spur

Schwach präsentierten sich hingegen insbesondere in den ersten zehn Minuten beide Teams. Immer wieder unnötige Scheibenverluste, immer wieder ungenaue Pässe. Besserung stellte sich zunächst bei den Gastgebern ein, die den SCR ab Minute zehn ins Defensivdrittel drückten. Erst durch eine Strafe gegen den EVL konnten die Gäste wieder durchatmen. Zugleich wachten sie in dieser Überzahl auf. Zwar gelang ihnen kein Treffer, der sollte aber wenig später folgen. Benjamin Kronawitter netzte nach Vorarbeit von Moritz Miguez ein.

Starker Auftritt von Michael Böhm

Gegen Ende des ersten und zu Beginn des zweiten Drittels schlug dann die Stunde von Goalie Böhm. Erst im Eins-gegen-eins und später bei einer Dreifach-Chance der Lindauer wusste sich der 23-Jährige auszuzeichnen. Auf der Gegenseite schlug es derweil wieder ein. Geburtstagskind Uli Maurer bediente Florian Vollmer – 2:0. Apropos Maurer und Vollmer. Zusammen mit Robin Soudek bildeten sie die erste Offensivreihe. Und das Trio hatte hart zu schuften, denn Coach George Kink beorderte sie immer wieder und immer wieder aufs Eis. Doch auch sie konnten die doppelte Lindauer Antwort (27./32.) nicht verhindern.

Eigentor und Treffer in den leeren Kasten

Für das dritte Gästetor war dann EVL-Spieler Tim Sezemsky zuständig, der eine Hereingabe von Thomas Radu mit dem Schlittschuh unglücklich ins eigene Netz bugsierte. Als Christopher Chyzowski in der 53. Minute im zweiten Versuch das 4:2 markierte, schien der Sieger festzustehen. Vollends entschieden war die Partie, als Nick Endreß aus der neutralen Zone ins leere Tor der Lindauer traf, die ihren Goalie gegen einen sechsten Feldspieler eingetauscht hatten.

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