SCR-Coach George Kink steht beim Training vor einer Gruppe seiner Spieler.
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George Kink zieht den Hut vor seinem Team, das nach der Quarantäne mit zehn Punkten in die Saison startete.

SC Riessersee muss in Deggendorf wohl wieder auf Unterstützung aus München verzichten

Ohne Hilfe gegen Topstars

  • vonPatrick Hilmes
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Der SC Riessersee tritt am Sonntag beim Deggendorfer SC an, einem der Favoriten in der Eishockey-Oberliga Süd. Der SCR ist dabei auf sich allein gestellt, Hilfe vom EHC München wird es wohl nicht geben.

Garmisch-Partenkirchen – „Das ist ein Team, das gespickt ist mit Topstars.“ Mit diesem Satz beschreibt George Kink den Deggendorfer SC, den nächsten Gegner des SC Riessersee in der Eishockey-Oberliga Süd. Das Aufeinandertreffen der beiden Schwergewichte der Liga ist für Sonntag (17 Uhr) in Deggendorf angedacht. Während der SCR-Coach den Kader des Kontrahenten lobt, fällt beim Blick auf den seinen auf, dass einmal mehr kein Spieler vom Kooperationspartner EHC München im Aufgebot steht. „Das wird wohl leider nichts“, sagt Kink.

EHC-Spieler müssen sich dreifach auf Corona testen lassen

Die Hintergründe, warum heuer nur spärlich Hilfe aus München kommt, sind von Corona geprägt. Die Devise bei allen, insbesondere bei den DEL-Klubs, lautet: Möglichst in einer Blase leben. Reduzierung der Kontakte auf ein Minimum. Die Angst ist groß, dass eine ganze Mannschaft sich für Wochen in Quarantäne verabschieden muss und Spieler erkranken. Um das zu verhindern, wird viel getestet, beim SCR und noch mehr beim EHC. Stellen die Münchner einen Akteur für Garmisch-Partenkirchen ab, heißt das, er fehlt ihnen gleich mehrere Tage. Beispiel: Ein Spieler läuft am Sonntag für den SCR auf. Anschließend kann er nicht einfach so zurück ins Mannschaftstraining des EHC.

Der DEL-Klub verlangt gleich drei negative Befunde, erst ein Schnelltest, dann ein PCR-Test und dann wiederum ein Schnelltest – noch vor dem Spiel. Erst, wenn alle Ergebnisse negativ ausfallen, darf er wieder zum Team stoßen. Dieses Prozedere benötigt seine Zeit. Und da die Münchner selbst am Mittwoch bereits beim Magentasport-Cup gegen die Adler Mannheim gefordert sind, sieht es schlecht aus für den SCR in puncto Unterstützung. „Das ist heuer nun mal nicht so einfach“, weiß Kink.

Sebastian Pfeuffer wird wieder im Tor stehen

Das heißt für Sonntag: Sebastian Pfeuffer wird wohl wieder das Tor hüten. Das Nachwuchstalent steht derzeit unter Stress – Arbeit und Prüfungsvorbereitung. Daher kann er nicht voll trainieren. Suboptimal für die Auswärtsfahrt zu einem der Ligafavoriten. „Um da was zu holen, brauchen wir einen Wahnsinns-Pfeuffer und müssen kaltschnäuzig sein.“

Kurze Verschnaufspause nach hartem Auftaktprogramm

Immerhin konnte sich der SCR unter der Woche etwas von seinem harten Auftaktprogramm erholen. „Das war sehr wichtig. Erst Quarantäne und dann sechs Spiele binnen zwölf Tagen. Daher muss ich schon den Hut vor den Jungs ziehen, dass wir so gestartet sind.“

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