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Starke Vorstellung: Der überragende Justin Schütz vom SC Riessersee nach seinem Treffer zum 2:2.

Starker Auftritt der Werdenfelser

Revanche geglückt: SCR schlägt Bad Tölz 6:4

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Was für ein Auftritt des SC Riessersee. Mit reichlich Verstärkung von Kooperationspartner EHC München hat der Oberligist Erzrivale und Zweitliga-Klub EC Bad Tölz mit 6:4 in die Schranken gewiesen.

Garmisch-Partenkirchen – Was frisches Blut so alles bewirken kann. Gleich einen kompletten Block schickte Kooperationspartner EHC Red Bull München unter die Alpspitze. Die Folge: Eine eindrucksvolle Revanche des SC Riessersee, der dem EC Bad Tölz gestern Abend nur zwei Tage nach der herben 1:9-Abfuhr beim Zweitligisten mit völlig verändertem Auftreten durchweg ebenbürtig war – und das Oberland-Derby mit 6:4 gewann.

„Es gibt der Mannschaft einen Ruck, zu sehen, was geht, wenn wir voll besetzt sind“, kommentiert George Kink den starken Auftritt seines Teams. Der SCR-Coach weiß freilich: „Die Münchner haben den Unterschied gemacht, waren an allen Toren beteiligt.“ Wie oft ein Andreas Eder auch zukünftig im SCR-Trikot auflaufen wird, beantwortet Kink ohne jegliche Illusionen: „Gar nicht.“ Zudem wird in den seltensten Fällen ein ganzer Block vom EHC abkommandiert. „Maximal zwei Spieler“, sagt Kink in Bezug auf die Punktspiele in der Oberliga. „Doch auch die helfen uns weiter.“

Schiedsrichter Kannengießer nervt

Über zwei Drittel spielten beide Mannschaften wohltuend schnörkelloses Eishockey. Lediglich im ersten Abschnitt mehrten sich Scharmützel und Strafen. Das lag mitunter auch am kleinlichen Spielleiter. Daniel Kannengießer nervte die Spieler und Verantwortlichen mit seiner peniblen Regelauslegung. Immer wieder suchten die Coaches den Dialog mit dem Spielleiter, um dessen Entscheidungen zu hinterfragen.

Zu Beginn der Partie, als Christoph Kiefersauer zur 1:0-Führung für den ECT traf, schien es mit den Tölzer Torerfolgen weiter zu gehen wie am Freitagabend. Doch diesmal ließ sich der SCR weder beeindrucken noch abkochen. Im Powerplay staubte John-Jason Peterka zum Ausgleich ab. Noch einmal gingen die Gäste danach in Führung – es sollte das letzte Mal an diesem Abend sein. Stefan Reiter stand trotz Unterzahl alleine vor Daniel Fießinger, versenkte den Puck zum 1:2.

Paradereihe um Schütz, Peterka und Eder

Noch ging der Vorsprung in Ordnung. Doch spätestens ab dem zweiten Abschnitt brachten die Werdenfelser ihren Erzrivalen immer wieder in Verlegenheit. Mit der Angriffsreihe um Justin Schütz, Eder und Peterka kamen die Tölzer überhaupt nicht zurecht. Eder gewann in Unterzahl die Scheibe – Schütz glich zum 2:2 aus. Schon da war klar: Das war kein Zufallsprodukt. „Zehn Beine mehr, die die Geschwindigkeit der Tölzer mitgehen konnten“, verweist Kink auf die flinken Münchner Leihgaben. Glück hatten die Garmisch-Partenkirchner bei einem 3-0-Break, das Kiefersauer in einem Anfall von Eigensinn kläglich versiebte.

Im Gegenzug dann wieder die Interims-Paradereihe des SCR. Schütz setzte zum Solo an, knallte die Scheibe an den Pfosten, aber Eder war da – 3:2. Nur kurz darauf glich der ECT erneut aus. Auch als Emil Quaas per Abstauber die abermalige Führung für die Weiß-Blauen besorgte, fand das DEL2-Team in Person von Marco Pfleger noch einmal eine Antwort. Der Schlussakkord aber gehörte unstrittig dem SC Riessersee. Christoph Frankenberg schenkte den Tölzern den zweiten Shorthander des Spiels ein, was alleine schon Blamage genug für den ranghöhren Klub ist. Die Vorarbeit kam – natürlich – von Eder und Schütz. Und als Silvan Heiß nach Eder und Peterkas Zutun auf 6:4 stellte, wurde der liebste Spruch der Fans aus der Ostkurve ziemlich schnell wahrhaftig: „Hier regiert der SCR!“. Kink strich die großen Unterschiede im Spiel seiner Schützlinge im Vergleich zum Freitag heraus: „Ein guter Schritt in die richtige Richtung. Wir haben keine Scheiben hergeschenkt und die Füße deutlich mehr bewegt.“

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