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Mark Heatleys letzte Szene im SCR-Trikot: Sein Faustkampf im letzten Pre-Playoff-Spiel mit Peter Lindlbauer.

SCR-Karussell: Zwei gehen, drei bleiben

Keine neuen Verträge für Heatley und Fischer

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Garmisch-Partenkirchen - Das Personal-Karussell dreht sich: Die SCR-Spieler Mark Heatley und Sean Fischer. Dafür verlängert das Sturm-Trio Florian Vollmer, Michael Rimbeck und Tim Richter für eine Saison. 

Wie weit Ralph Bader und Tim Regan mit ihren sportlichen Planungen schon sind? Man kann ja nur Spekulationen aufstellen. Ende April jedenfalls sitzt der GmbH-Chef des SC Riessersee ganz ruhig in seinem Bürostuhl. Von Hektik keine Spur. Nach außen hin lässt Bader den Kader des Profi-Eishockeyteams zunächst sogar noch einmal weiter schrumpfen. Zwei weitere Abgänge sind nun fix. Zwei interessante Namen: Mark Heatley und Sean Fischer, genau die beiden, deren Väter einst große Erfolge mit dem SCR feierten. Vielleicht für manchen ein wenig schneller als erwartet führen die Wege wieder auseinander. Beide spielen in den Planungen für die neue Saison keine Rolle mehr.

Da es aber nicht so ausschauen soll, als ob beim SC Riessersee nach der ordentlichen Saison nun ein Totalausverkauf stattfindet, vermeldet Bader gleich anschließend einen Dreierpack an Vertragsverlängerungen: Das Stürmer-Trio Florian Vollmer, Michael Rimbeck und Tim Richter bleibt dem SCR für eine weitere Saison erhalten.

Den Abgang von Mark Heatley zu erklären, damit hat Bader keine großen Probleme: „Er wollte einen Vertrag zu besseren Konditionen.“ Das sei schon der erste Punkt, der die Verantwortlichen ein wenig irritierte. „Das machte es grundsätzlich schwierig für uns.“ Da sie noch dazu künftig mit zwei ausländischen Mittelstürmern planen, war für den 31-Jährigen schlichtweg kein Platz mehr. Schließlich galt Florian Vollmer als sicherer Kandidat. „Sportlich war seine Leistung sicher okay, er hat über 40 Punkte gemacht. Nur das Gesamtpaket Heatley war für uns nicht gerade günstig, und ein solcher Center für die dritte Reihe ist im Budget einfach nicht drin.“

Fischer oder Rimbeck? Der Trainer sollte entscheiden

Ein wenig vertrackter gestaltet sich die Situation bei Sean Fischer. Die Eindrücke, die er als Verteidiger hinterließ – als der er ursprünglich verpflichtet worden war –, wären für eine Weiterverpflichtung sicher nicht die besten gewesen. „Als Stürmer hat er dann aber sehr ordentlich gespielt“, urteilt Bader. Es lief letztlich auf eine Entscheidung Fischer oder Michael Rimbeck raus. Und die überließ er Trainer Regan. „Er hat sich auf Michi Rimbeck festgelegt. Er braucht ihn als Kämpfer, als Mann für das Unterzahlspiel.“ Regans Wunsch war Bader Befehl.

Nahtlos an Rimbeck schließt die Vertragsverlängerung von Vollmer an. Der Kapitän hatte zu seinem 500. Einsatz im SCR-Trikot quasi ein Jobangebot auf Lebenszeit erhalten. Diesen Gutschein lösten beide nun erstmals ein – allerdings nicht nur aufgrund des gegebenen Versprechens. „Seine Hautpaufgabe ist es, die dritte Reihe zu führen. Die Rolle füllt er zu 100 Prozent aus“, urteilt Bader über den Mittenwalder. Natürlich würde er sich gerne noch ein wenig mehr Effektivität vom 31-Jährigen wünschen, doch ein Torjäger wird er wohl nicht mehr. Dafür hat er andere Qualitäten. „Als unser Top-Bully-Spieler ist er enorm wichtig“, stellt Bader heraus. Mit einer Quote von über 60 Prozent lag er ligaweit auf Rang drei. Zudem zählt er als absoluter Unterzahl-Experte.

Mit Tim Richter ist die nominell dritte Angriffsformation des SCR eigentlich schon komplett. „So planen wir“, bestätigt Bader. Elf Treffer erzielte der 27-Jährige in der abgelaufenen Spielzeit. Ein anständiger Wert. Vielleicht aber noch ausbaufähig. Darauf hoffen Trainer und Manager jedenfalls. „Er kann richtig torgefährlich sein, das zeigt er ja immer wieder. Aber wir haben auch die Hoffnung, dass ihm in seiner zweiten Saison am Stück noch richtig der Knoten platzt.

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