Jubeln über die Entscheidung: Peter Kathan (l.), Morten Lie und Peter Baumgartner (r.) beglückwünschen den Torschützen Tim Regan (2.v.l.). foto: Mayr

Top-Team in die Knie gezwungen

Garmisch-Partenkirchen - Drei Powerplay-Tore sichern SC Riessersee 3:1-Erfolg gegen Ritten - Florian Thomas nach üblem Check im Klinikum

Toni Krinner ist zufrieden. Sein erstes Fazit nach der Begegnung mit dem SV Ritten gestern Abend fiel durchweg positiv aus: „Auf das Spiel können wir weiter aufbauen. Ich sag’ sogar, dass es noch eine Steigerung gegenüber der Innsbruck-Partie war, weil der Gegner stärker ist.“ Mit 3:1 behielt der SC Riessersee gegen die Südtiroler die Oberhand, die vor allem mit Härte versuchten, den Werdenfelsern den Schneid abzukaufen. Ein Unterfangen, das scheiterte.

„Wir haben uns sehr intelligent verhalten und nicht auf irgendeinen Blödsinn eingelassen“, lobt Krinner sein Team. Bei der Spielweise des Gegners wäre es gar nicht unverständlich gewesen, wenn sich nicht nur Valentin Gschmeißner einmal zu einer rechten Geraden hätte hinreißen lassen. Die freilich saß ganz gut bei Levi Nelson. Krinner gibt jetzt schon eine klare Ansage für das Rückspiel am 7. September aus - wenige Tage vor Saisonstart in der DEL II: „Wenn es da wieder so läuft, dass nur geschlägert und gefoult wird, dann gehen wir vom Eis. Da bin ich eiskalt.“

Denn was passieren kann, zeigte sich schon nach gut vier Minuten: Rittens Matt Siddall fuhr einen brutalen Check gegen Florian Thomas, der benommen auf dem Eis liegen blieb. Gut, dass Schiedsrichter Alfred Hascher mit seiner Routine die Übersicht behielt. Er schickte Siddall gleich mit einer Matchstrafe zum Duschen und auch in der Folge einige der Südtiroler auf die Strafbank. Thomas bringt das freilich im Nachhinein nichts. Er wurde sofort ins Klinikum chauffiert - die Diagnose stand nach dem Spiel noch aus. „Ich hoffe für ihn, dass es nichts Schlimmeres ist. Er hatte zuletzt wirklich gut gespielt, sehr schade für ihn.“

Der SCR nahm noch in dieser Situation Revanche - auf sportliche Art. Robby Dee stand im Powerplay am langen Pfosten goldrichtig, und Peter Baumgartner hämmerte einen abgefälschten Schlagschuss in den Kasten des ehemaligen NHL-Torhüters Chris Mason. Nicht mal eine Minute brauchten die Riesserseer für die 2:0-Führung.

Im Gegensatz zum Auftritt gegen Sterzing am Freitag wirkten die Gastgeber frischer. Sie gingen das hohe Tempo mit und mehr noch: Sie ließen den Kontrahenten, der acht ehemalige DEL- oder aktuelle Nationalspieler im Kader hat, kaum zur Entfaltung kommen. „Das war schon sehr solide beim Fünf-gegen-Fünf“, bestätigt Krinner. „Kräftemäßig lief es diesmal auch besser. Da sieht man, dass wir im Training ganz gut arbeiten, wenn sich die Spieler so schnell erholen.“

Überrascht war der Coach auch vom Powerplay, das gegen Sterzing noch nicht funktioniert hatte. Denn zu den zwei Treffern in der Anfangsphase kam noch ein Dritter durch Tim Regan im zweiten Abschnitt.

Erst im Schlussabschnitt waren die Akkus dann endgültig leer, und der starke SCR-Torhüter Bryan Hogan musste doch noch ein Gegentor hinnehmen. Krinner war’s egal. (cf)

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