SCR holt Lubor Dibelka zurück

Video: Die Rückkehr des Topscorers

Garmisch-Partenkirchen - SC Riessersee-Manager Ralph Bader gelingt der Coup: Lubor Dibelka stürmt in der kommenden Saison wieder für den Garmisch-Partenkirchner Traditionsverein.

Das Konzept stand eigentlich: Drei ausländische Stürmer, dazu ein Verteidiger und ein Torhüter. So wollten Toni Krinner und Ralph Bader die fünf Kontingentstellen für die neue Eishockey-Saison verteilen. Akribisch hatten der Trainer und der GmbH-Chef des SC Riessersee auch an diesem Puzzle gearbeitet. Im Grunde genommen waren sie sogar schon ziemlich weit - bis dieser unverhoffte Anruf kam. Bader erhielt ihn auf dem Weg zu einer Sitzung nach Frankfurt: Am anderen Ende war Lubor Dibelka. Und was er dem SCR-Manager erzählte, warf das Puzzle plötzlich und unerwartet über den Haufen. „Er hat mir gesagt, dass er gerne wieder bei uns spielen würde, und gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt?“

Damit hatte Bader wirklich nicht gerechnet. „Das gebe ich zu. Ich dachte immer, dass er in der DEL bleiben oder zu einem zahlungskräftigeren Zweitligisten gehen wird.“ Und auf einmal hatte er den Tschechen am Handy. Aus dem ersten Kontakt wurde ein intensiverer, und nur drei Tage später war der Deal eingetütet. Dibelka, Topscorer der 2. Eishockey-Bundesliga in der Saison 2011/12, kehrt zurück zum SC Riessersee.

Ein Schmunzeln kann sich Bader auch heute noch nicht verkneifen. Dass ihm dieser Coup gelungen ist, „macht mich schon stolz“, betont er. Vielleicht ist dem Manager nun zugute gekommen, dass er stets losen Kontakt zu dem 30-Jährigen gehalten hat. Auch nach dessen Abschied in die Eliteliga zum EHC München. „Ich hab’ ihm immer gesagt, wenn er zurück will, soll er mir eine Summe sagen, die er verdienen will, und dann schaue ich, ob ich es mir leisten kann.“ Dass es tatsächlich so kommen würde - „mit dem Gedanken habe ich mich aber nicht beschäftigt“.

Nun ist das Comeback Realität. Beim Fanstammtisch in Seehausen gestern Abends konnte Bader den Topstürmer den Fans präsentieren. „Er ist extra nur dafür gekommen und gleich wieder nach Tschechien gefahren. Da sieht man, dass er sich 1000-prozentig mit dem SCR identifiziert.“

Daran lässt der beliebte Sportler keinen Zweifel: „Ich hatte mehrere Angebote aus der zweiten Liga und Österreich, deshalb musste ich abwägen. In Garmisch-Partenkirchen kam alles zusammen: Ich kenne einige Jungs, die Fans sind super und das Telefonat mit Ralph war gut.“

Christian Fellner

Rubriklistenbild: © Rabuser

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