Traumduo bald vereint? Nachdem George Kink (l.) zum SC Riessersee kommt, soll auch Florian Vollmer bleiben. foto: sehr

Rückkehrer Kink

Garmisch-Partenkirchen - Der 30-jährige Stürmer einigt sich mit dem SC Riessersee

Er ist wieder hier, in seinem Revier. Zurückgekehrt ist er. Dorthin, wo seine Karriere begonnen und wo sie Fahrt aufgenommen hat, wo er mit dem Gewinn des Oberliga-Meisterschaft in der Saison 2010/11 einen großen Erfolg gefeiert hat - zum SC Riessersee. George Kink hat beim SCR einen Vertrag für die kommende Spielzeit in der 2. Eishockey-Bundesliga unterschrieben. „Ralph Bader und ich waren uns schnell einig“, sagt der 30-Jährige. Was der Geschäftsführer der SC Riessersee Eishockey Vermarktungs GmbH bestätigt. „Es gab kein Gefeilsche. Unser Gespräch dauerte nur wenige Minuten, dann war alles klar.“ Kink, der unbedingt bei einem Zweitligisten unterkommen wollte, sollen auch dementsprechende Angebote vorgelegen sein. „Wir haben geredet, doch es hat nicht gepasst“, sagt er.

Bei SCR erfährt er viel Wertschätzung. Als wichtigen „Baustein“, der neuen Mannschaft bezeichnet Bader den Flügelstürmer. Er erwartet von Kink „jene Gefährlichkeit“, die ihn im der Oberliga auszeichnete, als er es in in 52 Partien auf 75 Scorerpunkte brachte. „Da hat er bewiesen, dass er ein Spiel auch entscheiden kann.“

Das beste Jahr seiner Laufbahn hatte Kink für höherklassige Clubs interessant gemacht. Nach einem längeren Probetraining hatte er einen Ein-Jahres-Vertrag beim DEL-Verein EHC München erhalten. Eine Zeit, die er nicht missen möchte, obwohl sie mit einem Tor für ihn persönlich nicht mega-erfolgreich war. „Ich habe mir von den Topspielern viel abschauen können und sehr viel gelernt. Schade, dass ich nicht schon früher dazu die Gelegenheit hatte.“

Die Rückkehr in die Heimat findet Kink „schön“. Im vergangenen Jahr - nach seinem Abschied aus München - hatten Bader und Kink mehrmals miteinander verhandelt und waren nicht zusammengekommen. Die ersten Vertragsgespräche im Sommer waren an den unterschiedlichen Vorstellungen gescheitert. In Sachen Gehalt sollen Angebot und Forderung weit auseinander gelegen haben. Auch ein zweiter Anlauf Baders 2012 verlief im Sande, als er den ausländischen Stürmer Joe Devin durch Kink ersetzen wollte. Der hatte in der Zwischenzeit im EC Peiting (Oberliga Süd) einen neuen Arbeitgeber gefunden. „Ich bin in Peiting geblieben, weil ich meine Verträge zu erfüllen pflege.“ Eine Einstellung, die ihn ehrt. Sein Engagement in Peiting stand allerdings unter keinem guten Stern. Nach nur 20 Spielen war die Saison für ihn beendet. Ein Riss der Syndesmosebands setzte ihn am 18. Januar während des Spiels gegen die Selber Löwen außer Gefecht. Doch das Schlimmste ist mittlerweile überstanden. Derzeit arbeitet er in der Reha im Gesundheitszentrum Bader daran, die Verletzung auszukurieren. „In einer Woche dürfte alles gut sein.“

Dass Kink völlig fit in die Saison starten wird, davon ist Bader überzeugt. „Er ist ehrgeizig und professionell. Und er wird uns sicherlich helfen können, die schlechte vergangenen Saison vergessen zu machen.“ Nach Baders Vorstellung soll er das zusammen mit Florian Vollmer tun, mit dem Kink vor zwei Jahren ein kongeniales Duo gebildet hatte. „Mein nächstes Ziel ist es, Vollmer zum Bleiben zu bewegen“, sagt er. Auch Kink fände es gut, mit Vollmer in einer Sturmreihe zu stehen und dessen Pässe in Tore umzumünzen. „Der Flori ist ein Center, der das Spiel schnell macht. Ihn brauchen wir unbedingt.“

Peter Reinbold

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