SCR-Spieler Christoph Eckl kniet auf dem Eis, während in Passauer Akteur auf dem Rücken neben ihm liegt.
+
Niedergerungen: Christoph Eckl und der SCR behalten gegen Passau die Oberhand.

SC Riessersee bleibt unter neuem Coach ungeschlagen - 2:1 gegen Passau

Viertes Spiel, vierter Sieg

  • vonPatrick Hilmes
    schließen

Zwei Serien hat der SC Riessersee gegen die Passau Black Hawks fortgesetzt. Der SCR bleibt dank des 2:1-Erfolgs unter dem neuen Coach Ron Chyzowski ungeschlagen und kann weiterhin in dieser Saison nicht zu Null spielen.

Garmisch-Partenkirchen – Robin Soudek hat sich mittlerweile einen Namen als Torjäger beim SC Riessersee gemacht. Mit 20 Treffern in 27 Partien kann man ihn durchaus als treffsicher bezeichnen. Das stellte er auch im Heimspiel der Eishockey-Oberliga gegen die EHF Passauer Black Hawks unter Beweis. Allerdings stand er dabei nicht auf dem Eis, sondern saß auf der Bank. Während einer Strafzeit versenkte der Tscheche sicher eine Papierkugel im zwei Meter entfernten Korb. Auf dem Eis gelang ihm das weniger. Dennoch reichte es für den SCR zum 2:1-Sieg.

Kein Abschlussglück

Doch nicht nur der Kontingentspieler hatte seine Schwierigkeiten, zwischen die beiden roten Pfosten zu treffen. Das galt im ersten Drittel für alle Spieler beider Teams. Die eifrigsten, die es zumindest versuchten, trugen weiß-blaue Trikots. Einer von ihnen hört auf denselben Namen wie der Coach, heißt aber mit Vornamen Christopher. Chyzowski gehörte die erste dicke Chance. Als eine Passauer Strafe angezeigt wurde, sprang der Angreifer als sechster Mann aufs Feld, erhielt den Pass, drehte sich mit der Scheibe um die eigene Achse, doch irgendwie fand der Puck nicht den Weg ins Tor. Der SCR versuchte es weiter, ging hohes Tempo, baute Druck auf und machte ein gutes Spiel. Was fehlte, war das Abschlussglück.

SCR besser in Unterzahl als in Überzahl

Es folgten zwei Powerplays der Riesserseer. Eigentlich spielt das ja der Mannschaft in Überzahl in die Karten. Doch bei den Gastgebern ist das nur Theorie, die Praxis sah anders aus. Im Fünf-gegen-fünf war der SCR gefährlicher als im Fünf-gegen-vier. Umgekehrt lief es dagegen deutlich besser. In Unterzahl bot sich den Gastgebern die Chance zum Konter. Eetu-Ville Arkiomaa versuchte es selbst, sein Schuss prallte gegen die Schoner des Passauer Goalies und vor die Füße von Moritz Miguez – 1:0 (32.). Die verdiente Führung, die der SCR durchaus hätte ausbauen können, es im zweiten Drittel aber verpasste. Das 2:0 wurde dann schnell im Schlussdrittel nachgeholt. Diesmal saß Arkiomaas Schuss direkt. Der Riesserseer Top-Torschütze hätte selbst wenig später das 3:0 erzielen können, beinahe müssen. Doch scheiterte ebenso wie Florian Vollmer nach ihm.

Riessersee bettelt um Gegentor

Anschließend kamen die Gäste auf, weil der SCR genau das vermissen ließ, was Coach Ron Chyzowski immer fordert: Tempo über 60 Minuten. Die Weiß-Blauen wirkten nun behäbig, machten mindestens einen Schritt weniger als zuvor. Immerhin kämpfte Uli Maurer, der sich in der Defensive per Hechtsprung den Puck angelte. Da Passau sich auch im weiteren Verlauf nicht sonderlich geschickt im Offensivspiel anstellte, sah es bereits nach dem ersten Zu-Null-Sieg der Gastgeber in dieser Saison aus. Doch sie bettelten weiter, und die Black Hawks taten ihnen den Gefallen. Michael Franz verkürzte auf 1:2 in der Schlussminute.

Passau drückt, doch der SCR hat die besseren Chancen

51 Sekunden waren noch auf der Uhr. Passau wollte in die Verlängerung, nahm den Goalie raus und drückte auf den Ausgleich. Doch der SCR war dem 3:1 näher als die Black Hawks dem 2:2. Maurer und Arkiomaa ergatterten jeweils in der Abwehr die Scheibe und feuerten direkt ihre Schüsse ab. Der Routinier scheiterte am Pfosten, der Finne verzog knapp. Sekunden später besiegelte die Schlusssirene den über die gesamte Spielzeit gesehen verdienten Erfolg der Riesserseer. Damit bleibt die Weste von Coach Chyzowksi weiß – vierter Sieg im vierten Spiel.

Auch interessant

Kommentare