Ein frustrierter Eishockey-Spieler
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Wenig Grund zur Freude hatten Uli Maurer und der SCR bei der deutlichen Niederlage in Höchstadt.

HEC zieht in der Tabelle am SCR vorbei

SC Riessersee: Deutliche, aber zu hohe Niederlage in Höchstadt

  • vonMarco Blanco-Ucles
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In einem phasenweise hochklassigen Spiel unterlag der SC Riessersee am Dienstagabend in der Eishockey-Oberliga Süd beim Höchstadter EC mit 3:7.

Bastian Eckl hatte genug. Vier Minuten vor dem Ende schubste er seinen Höchstadter Gegenspieler aufs Eis. Zwei Minuten-Strafe für Eckl und ein weiteres Beispiel dafür, wie angefressen die Akteure in Weiß-Blau ob der deutlichen 3:7-Pleite in Höchstadt waren. Denn: Auch wenn die starke Offensive des HEC die Riesserseer mehrfach vor große Probleme stellte, war der SCR keinesfalls chancenlos im Duell der Tabellennachbarn der Eishockey-Oberliga Süd.

Beide Teams zeigten von Beginn an, warum sie zurecht in der oberen Hälfte des Tableaus beheimatet sind. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit vielen sehenswerten Spielzügen auf beiden Seiten. Benjamin Kronawitter fand seinen Meister gleich zweimal in HEC-Goalie Benjamin Dirksen. Aber auch dessen Pendant auf Riesserseer Seite, Michael Böhm, stellte mehrfach sein Können unter Beweis. Vier Minuten vor der ersten Pause war aber auch er chancenlos, als Milan Kostourek nach schönem Zuspiel von Martin Vojcak die in dieser Spielzeit so heimstarken Höchstadter – erst eine Niederlage in der eigenen Halle – mit 1:0 in Führung brachte.

Höchstadter Doppelschlag bricht dem SCR das Genick

Abschnitt zwei begann mit entfesselt aufspielenden Riesserseern, die sich keine drei Minuten nach Wiederanpfiff mit dem Ausgleich durch Robin Soudek in Überzahl für ihre Mühen belohnten. Der SCR war nun endgültig am Drücker. Den nächsten Treffer aber erzielten die Hausherren. Der sträflich allein gelassene Dmitrij Litesov brachte den HEC wieder in Front. Ein Tor, dass Wirkung zeigte. 44 Sekunden später erhöhte Anton Seewald auf 3:1. Der SCR schüttelte sich kurz und besann sich wieder auf sein Angriffsspiel. Routinier Uli Maurer scheiterte aus halblinker Position am glänzend reagierenden Dirksen. Und wie sich die Bilder doch manchmal gleichen: Der SCR drückte, der HEC machte das nächste Tor. 4:1, Doppelpack Litesov. Böhm verhinderte im Gehäuse der Weiß-Blauen kurz darauf einen noch höheren Rückstand, parierte einen Penalty von Kostourek.

Drei Minuten waren im letzten Abschnitt absolviert, als Thomas Radu den zweiten Penalty gegen die Riesserseer verursachte. Maxim Kryvorutskyy machte es besser als Kollege Kostourek zuvor und ließ Böhm keine Abwehrchance, 5:1. Erst hatte Radu kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu: Sein wuchtiger Distanzschuss klatschte an den Pfosten des HEC-Gehäuses. Eine Szene mit Symbolcharakter an diesem Dienstagabend im Frankenland. Was der SCR in dieser Phase der Partie auch versuchte, es misslang. Auf Höchstadter Seite hingegen klappte vieles bis alles. Kryvorutskyy per Nachschuss und Seewald erhöhten mit ihren jeweils zweiten Treffern des Abends auf 7:1. Besonders ärgerlich aus Riesserseer Sicht dabei das siebte Gegentor: Im Powerplay lief das Team von Trainer George Kink dabei in einen Höchstadter Konter. Seewald überwand nach Doppelpass mit Jari Neugebauer den bemitleidenswerten Böhm. Die Messe war gelesen, das Spiel entschieden. Und dennoch steckten die Weiß-Blauen ihre Köpfe nicht in den Sand, sondern waren auf Ergebniskosmetik aus. Und endlich klappte es auch bei den Gästen mit dem Toreschießen. Der nach Verletzungspause noch sichtlich geschwächte SCR-Toptorjäger Eetu-Ville Arkiomaa scheiterte mit seinem Schuss noch am stark reagierenden Dirksen. Den Nachschuss aber verwertete Robin Soudek zum 7:2. Für den Tschechen war es bereits der 16. Saisontreffer. Und auch Kronawitter durfte sich noch in die Torschützenliste eintragen, als er nach Zuspiel von Luca Allavena den 7:3-Endstand markierte.

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