Raupe Nimmersatt: Der SC Riessersee feiert den siebten Erfolg in Serie.
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Raupe Nimmersatt: Der SC Riessersee feiert den siebten Erfolg in Serie.

Eishockey

Ein Eishockey-Derby für Arbeiter

  • Matthias Strehler
    vonMatthias Strehler
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Der SC Riessersee gewinnt ein rasantes Duell gegen den EC Peiting mit 5:1. Der siebte Erfolg in Serie war ein hartes Stück Arbeit.

Garmisch-Partenkirchen – Der SC Riessersee hat im Derby gegen den EC Peiting ein anderes Gesicht gezeigt als bei den vergangenen Auftritten. Bestimmt nicht freiwillig, aber es hat ihm ebenfalls gestanden. Es war ein arbeitsreiches Oberliga-Spiel. Klar. Ein Derby. Auch deswegen von besonderer Brisanz. Aber zuletzt gelangen dem SCR schnelle Tore hintereinander, die die jeweiligen Gegner schnell in Richtung Verliererstraße leiteten. Gegen Peiting sah das anders aus. Der ECP brachte seine Stärken von Anfang an ein: körperliches Auftreten und massiv stehen. Doch die Form des SCR ist nach sechs Siegen in Folge weiter auf hohem Level. Sodass das Team von Trainer George Kink auch in diesem Meisterrunden-Derby eine Lösung fand. Am Ende gewannen die Garmisch-Partenkirchner mit 5:1 gegen die Gäste aus Peiting.

Als „hartes Brett“ hatte Kink den EC Peiting bezeichnet. Schwer zu bespielen. Defensiv stark und bei Kontern gefährlich. Bleibt man beim Bild des Trainers, könnte man auch sagen, der ECP vernagelt sein Tor. Versucht möglichst viele „Bretter“, vor dem eigenen Kasten anzubringen. Das erste Loch in den Bretterverschlag bohrte Tobias Kircher. Sein satter Abschluss durchschlug das Gehölz förmlich und drang platziert in den Kasten von Peiting-Schlussmann Florian Hechenrieder ein. Den Peitinger Versuchen, Körperlichkeit in dieses Spiel zu bringen, begegnete der SCR mit schnellen, überfallartigen Angriffen und geduldigem Spiel in der Offensive. Die Blau-Weißen drückten in Überzahl und strahlten Dominanz aus, nur ein Tor wollte im ersten Durchgang nicht mehr fallen.

Zurück auf dem Eis, bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Zunächst waren die Peitinger dran, ihre Kompetenzen zu beweisen. Zweimal tauchten sie allein vor SCR-Keeper Daniel Fießinger auf. Doch der bewies seine Klasse. Hielt seinen Kasten mit Ruhe und Übersicht sauber. Sein Gegenüber hatte nicht weniger zu tun, im Gegenteil. Luca Zitterbart prüfte Hechenrieders Reaktionsfähigkeiten. Der ECP-Torhüter warf sich dem SCR-Verteidiger entgegen – kein Tor. Silvan Heiß machte es etwas besser. Er war der Nächste, der eine Lücke im Bretterverschlag fand. Sein Hammer von der Blauen Linie schlug links unten zum 2:0 ein. Doch der ECP ließ nicht nach. Setzte wütende Angriffe dagegen. Den Puck brachten sie aber nicht an Fießinger vorbei. Obwohl der in einer Szene, den Gästen die Scheibe selbst zur Großchance vorlegte. Genutzt haben sie die Peitinger nicht. Anders der SCR. Der Peitings letzten Mann erneut in den Fokus rückte. Am Ende von mehreren Chancen knallte Eetu-Ville Arkiomaa den Puck ins Tor.

In den letzten Spielabschnitt starteten die Garmisch-Partenkirchner in Unterzahl. Kapitän Florian Vollmer musste für zehn Minuten zuschauen. Dementsprechend hektisch, mit viele Unterbrechungen und Strafbankbesuchen für den SCR gestaltete sich das Spiel im Schlussdrittel. Erst gelang Peiting durch Andreas Feuerecker der Anschluss, bevor Uli Maurer den alten Abstand wieder herstellte. Arbeiten war für die Mannschaft von Kink angesagt. Peiting nahm den Torhüter raus, rannte an und der SCR hielt dagegen. Erst trudelte ein Befreiungsschlag an den Pfosten des leeren ECP-Gehäuses ehe Maurer die Scheibe ins verlassene Netz knallte. Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter dem SC Riessersee.

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