+
Schießt den wichtigen Ausgleich: Emil Quaas. 

Eishockey Oberliga: Lob für Neuzugang Ehliz, Kritik an Schiedrichter

SC Riessersee entscheidet spannende und intensive Partie für sich

Was für ein Krimi. Drama pur. Mit dem besseren Ende für den SC Riessersee. Er besiegt Lindau im Penaltyschießen mit 3:2 

Lindau – Es war spannend, gar keine Frage. Am Ende jubelte einmal mehr der SC Riessersee. Zwar konnten die Werdenfelser den 3:2-Erfolg beim EV Lindau erst im Shout-Out finalisieren. Doch hat der Zwangsabsteiger aus der DEL2 nunmehr sämtliche Kontrahenten wenigsten einmal besiegt. Lindau fehlte nach der Overtime-Heimniederlage noch auf der Liste.

Auch diesmal stand der Sieg lange Zeit auf der Kippe. Zweimal liefen die Garmisch-Partenkirchner einem Rückstand hinterher, glichen sie durch Uli Maurer Emil Quaas aus. Danach wurde es erst richtig dramatisch. Benötigte der SCR zuletzt in Landshut schon neun Penaltyschützen, überdauerte die Serie am Bodensee glatt 16 Pärchen. Hagen Kaisler erlöste die Riesserseer schließlich mit dem zweiten geglückten Versuch. Den ersten Penaltytreffer steuerte Neuzugang Aziz Ehliz bei.

Noch mehr Ausfälle beim SC Riessersee

Im krassen Kontrast zu den beiden errungenen Punkten steht die immer dünner werdenden Personaldecke. Philipp Wachter flog mit Spieldauerstrafe vom Eis, wird am Sonntag gegen Höchstadt ausfallen. Uli Maurer und Lorenz Mittermeier schieden während der Partie aus. Mit „sehr kritisch“ beantwortete Betreuer Pana Christakakis die Frage nach der Spielfähigkeit am Sonntag. Maurer verletzte sich beim Laufduell im Zweikampf. Mittermeier trug nach einem Check Christakakis zufolge eine „Oberkörperverletzung“ davon. Da kann man über das verpasste Penaltyschießen bei Florian Vollmer wegen einer 14-minütigen Strafzeit fast noch schmunzeln. „Er musste dem Schiedsrichter die Regeln erklären“, unkte George Kink mit gequältem Lächeln.

Spielleiter Dominik Erdle hat bei den Riesserseern keinen guten Eindruck hinterlassen. Sprach Kink noch von „etwas viel Strafzeiten“, sah Christakakis den Oberhausener überfordert. „Er hat total den Faden verloren“, sagte Kinks Assistent.

Torwart Fießinger in Hochform

Lindau ging gleich nach einer Viertelstunde durch ein Schlittschuh-Eigentor des SCR in Führung. Vollmer bereitete den Ausgleich vor, bediente Maurer im Slot – der traf unhaltbar in den Torwinkel. Die von SCR-Seite monierte Vielzahl an Strafzeiten begünstigte den EVL in Form einer doppelten Überzahl, die Jan Hammerbauer zum neuerlichen Vorsprung nutzte. Doch der SCR schlug wie in Landshut in Unterzahl zurück. Emil Quaas fasste sich ein Herz, trat zum Solo über die rechte Seite an und fand die kleine Lücke zwischen den Schonern von Lindaus Goalie David Zabolotny.

Es folgte Drama pur im nervenaufreibenden Shootout, in dem SCR-Schlussmann Daniel Fießinger wie in den 65 Minuten zuvor zur absoluten Hochform auflief. Auch für den Neuzugang hatte Kink Lob übrig. Ehliz sei über die gesamte Dauer „sehr gut unterwegs“ gewesen, beurteilte der Coach den „gelungenen Einstand“ des Tölzers.

Oliver Rabuser

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wahnsinn im Sekundentakt: SCR schlägt Füssen im Penaltyschießen
Schon wieder Penaltyschießen. Bereits zum vierten Mal in dieser Oberliga-Saison fällt die Entscheidung bei einem Spiel des SC Riessersee im Duell Mann gegen Mann. …
Wahnsinn im Sekundentakt: SCR schlägt Füssen im Penaltyschießen
Wieder Verlängerung: SCR gewinnt 4:3 in Regensburg
Eng war‘s. Doch am Ende reichte es für den SC Riessersee. Beim 4:3 nach Verlängerung holen die Werdenfelser in Regensburg ihren dritten Saisonsieg.
Wieder Verlängerung: SCR gewinnt 4:3 in Regensburg
Penalty-Quote passt noch nicht beim SC Riessersee
Diese Bilanz ist negativ beim SCR: Drei Penaltyschießen in dieser Saison, drei Niederlagen für den SC Riessersee. Das gefällt auch Trainer George Kink nicht, der …
Penalty-Quote passt noch nicht beim SC Riessersee

Kommentare