Beide Teams schenken sich im Derby nichts – auch wenn es sich nur um ein Testspiel handelt. Hier versucht der Bad Tölzer Oliver Ott (Mitte) es mit den SCR-Akteuren Thomas Radu (r.) und Simon Mayr aufzunehmen.
+
Beide Teams schenken sich im Derby nichts – auch wenn es sich nur um ein Testspiel handelt. Hier versucht der Bad Tölzer Oliver Ott (Mitte) es mit den SCR-Akteuren Thomas Radu (r.) und Simon Mayr aufzunehmen.

Hitzige Schlussphase

SC Riessersee: Großer Kampf bei 3:5-Niederlage in Bad Tölz

  • VonOliver Rabuser
    schließen

Auch das zweite Vorbereitungsspiel gegen den EC Bad Tölz kann der SC Riessersee nicht gewinnen. Nach großem Kampf unterliegt der SCR dem DEL2-Team mit 3:5.

Bad Tölz – Diesmal lief der vermeintliche Favorit stark verbessert auf, zeigte besseres Eishockey als vergangenen Freitag im Olympia-Eissportzentrum – das klare Ergebnis aber blieb erneut aus. Die Leistung des SC Riessersee konnte sich bei der 3:5-Niederlage in Bad Tölz absolut sehen lassen.

Zumindest versuchten die Garmisch-Partenkirchner bis zum Ende alles aus ihrem kleinen Kader herauszuholen. Selbst als Tölz mit 4:1 in Front lag, spielte der SCR mutig offensiv nach vorne, kam so durch zwei weitere Treffer sogar noch in den Genuss, die Löwen durch einen sechsten Feldspieler in der letzten Minute in Verlegenheit zu bringen. Deren fünfter Treffer fiel erst in der Schlussekunde. In Summe aber setzten sich die Isarwinkler verdient vor knapp 800 Zuschauern durch. Sie hatten mehr aussichtsreiche Angriffe und entsprechende Einschussmöglichkeiten.

Kalte Dusche bereits in der 2. Spielminute

Tölz spielt nach eigenen Aussagen in der Vorbereitung nicht so gerne gegen Oberligisten. Schlechte Erfahrungen in den Vorjahren in Form von Verletzungen sind dabei der Hauptgrund. Zudem fördert es nicht unbedingt das Finden der eigenen Formationen, wenn man von bis in die Haarspitzen motivierten Talenten ohne Unterlass angelaufen wird. Siehe im Hinspiel vergangenen Freitag. Diesmal zog sich der Zweitligist aber recht ordentlich aus der Affäre. Grant Besse markierte den ersten Treffer in der umbenannten RSS-Arena. Der Angreifer wurde im Slot perfekt freigespielt und hatte für seinen präzisen Schlenzer freie Bahn. Riessersee blieb in zwei Überzahlsituationen wirkungslos, hatte aber selbst etliches zu tun, wenn die Gelb-Schwarzen anliefen. In Summe verhinderten Goalie Mike Böhm und gelegentlich auch eine gehörige Portion Glück einen höheren Rückstand.

Für einen SCR-Akteur war Fortuna indes kein verlässlicher Begleiter. Marlon Wolf erwischte ein abgefälschter Puck Mitten im Gesicht, leider war der Verdacht auf Jochbeinbruch bis zum Spielende nicht auszuräumen. Kapitän Florian Vollmer fehlte ohnehin wegen eines grippalen Infekts.

SCR-Akteur Michael Knaub in viele hitzige Duelle verwickelt

Inwiefern sich der SCR mit Michael Knaub einen Gefallen getan hat, bleibt derweil abzuwarten. Knaub und Tölz, da gab es ja eine Vorgeschichte um den früheren Löwen-Rauschebart Shawn Weller. Jetzt packte Knaub von sich aus zwei Episoden drauf. Ein unlauterer Körperangriff vor der Tölzer Spielerbank bedeutete das vorzeitige Dienstende für ECT-Youngster Niki Hörmann. Ende des zweiten Drittels hätte Knaub eigentlich nur kurz für ein alltagsphysisches Haken raus gemusst. Doch das hässliche Gesicht der Unsportlichkeit sorgte für eine Draufgabe von zwölf Minuten. Ein fragwürdiges Verhalten des Neuzugangs der Weiß-Blauen. Unpassend zur SCR-Leistung, die gerade zum Ende hin immer besser wurde. Als sich beide Teams in steter Regelmäßigkeiten Nettigkeiten zuwarfen und oftmals nur je vier Spieler auf dem Eis zugegen war, schönten die Gäste ein bis dato klares Ergebnis durch zwei Treffer von Robin Soudek und Felix Linden. Kurios an diesem Abend: Alle drei Riesserseer Treffer fielen, als die Gäste nur zu viert auf dem Eis standen. Erst als Mike Böhm vom Eis ging, machte Tyler McNeely alles klar, als er den Puck ins verwaiste SCR-Gehäuse schob.

Auch interessant

Kommentare