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Da waren noch alle glücklich: Stefan Endraß (l.) und Udo Weisenburger mit Ligenchef René Rudorisch (2.v.r.) bei der Ehrung der besten Spieler und für den Vorrunden-Titel in der DEL2.

Eishockey : SC Riessersee

SCR: Alles hängt an einigen Gläubigern

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Nur wenn es den Verantwortlichen des SC Riessersee gelingt, alle Gläubiger zu einem Schuldenschnitt zu bewegen, ist eine Zukunft in der DEL2 denkbar. Das ist das Ergebnis der Anhörung bei der Liga am Donnerstag. Einige Gläubiger haben dem Sanierungskonzept bisher nicht zugestimmt. 

Garmisch-Partenkirchen – Der SC Riessersee bricht sein Schweigen – endlich. Dass es nach dem wichtigen Anhörungstermin bei der DEL2 noch keine Entscheidung in Sachen Zukunft des Eishockey-Zweitligisten geben kann, ist logisch. Alle fünf Vereine, die in Ingolstadt vorsprechen mussten – mehr als ein Drittel der Spielklasse –, haben bis kommenden Mittwoch Zeit, fehlende Unterlagen beizubringen oder weitere Hausaufgaben zu erledigen.

Eine erste vorsichtige Einschätzung der Lage wagt nun Stefan Endraß. „Die Rückmeldung der DEL2 zu unserem Plan war durchaus positiv“, betont der Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Das „Rettungskonzept“, wie es Endraß nennt, hatte eine kleine Gruppe aus Sponsoren, Gönnern und Unterstützern mit den Verantwortlichen des SCR in vergangenen Tagen und Wochen mühsam erarbeitet. Kernpunkt ist die Entschuldung der GmbH, „um einen Neustart ohne Altlasten zu starten“. Im Fokus steht dabei der sogenannte Schuldenschnitt. Dabei sollen Gläubiger auf 50 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Im Falle des SCR sind es offenbar in erster Linie Lieferanten, Dienstleiter und Behörden, deren Rechnungen aus der Saison nicht beglichen sind.

Endraß und seine Mitstreiter aus dem Hintergrund waren bis dato offensichtlich durchaus erfolgreich. „Das Angebot wurde zwischenzeitlich von nahezu allen Gläubigern angenommen“, sagt er. „Dieses Entgegenkommen war uns stets ein Ansporn, nicht aufzugeben, sondern immer weiterzumachen.“ Allerdings braucht es 100 Prozent, um eine Zukunft zu haben. Das spricht der Büroleiter auch ganz offen aus. Und: „Noch liegt nicht von jedem Gläubiger die Zustimmung vor.“ Das Sanierungskonzept geht nur durch, wenn tatsächlich alle den Verzicht auf die Hälfte der Summe unterschreiben. Lehnt nur ein Partner ab, gibt es wohl keine Hoffnung mehr für den SCR. Denn die DEL2 macht die Erteilung der Lizenz von einem erfolgreichen Schuldenschnitt abhängig. „Verständlicherweise“, sagt Endraß. Das wurde bei der Anhörung am Donnerstag – der SCR war mit einer Achter-Delegation vor Ort – sonnenklar.

Doch nicht nur das: Auch die potenziellen Retter fordern dieses positive Signal, koppeln ihr Engagement daran. „Unter der Bedingung wurden ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, um die verbleibenden Altschulden begleichen zu können und die neue Saison finanziell abzusichern“, stellt Endraß klar.

Eine Situation, die für den Ex-Profi nicht neu ist. Beim EV Landshut machte er nach dessen Zwangsabstieg aus der Zweiten Liga – den Niederbayern war 2015 die Lizenz von den Gesellschaftern der DEL2 verweigert worden – dieses Prozedere schon einmal durch, trieb beim Oberligisten den Schuldenschnitt voran. Dass die Zeit drängt im Fall des SCR, steht außer Frage. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, mit den verbleibenden Parteien eine Einigung herbeizuführen.“

Fünf Tage – das Wochenende bereits eingeschlossen – haben die Verantwortlichen nun, um alle Gläubiger zu überzeugen und der Liga den Nachweis zu liefern. „Wir können nur an alle appellieren, deren Entscheidung noch aussteht, den letzten Schritt zu gehen und ihre Zustimmung zu geben.“ Klappt es nicht, bis Mittwoch die Unterschriften zu sammeln, ist das Aus unumgänglich. Daraus macht Endraß keinen Hehl. Die „unausweichliche Konsequenz“, so formuliert er es, sei „die Insolvenz des SCR“. Definitiv der Super-GAU.

In puncto Personalien ließ er sich nichts entlocken. Fix ist aber, dass Mehrheitsgesellschafter Udo Weisenburger der Abordnung am Donnerstag nicht angehörte. Warum der bisherige starke Mann fehlte, darüber darf spekuliert werden.

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