Ein Eishockeyspieler erzielt ein Tor.
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Erstmals geht der SCR mit 1:0 in Front: Eetu Arkiomaa (l.) gelingt der Treffer gegen Landsberg.

Der dritte Streich in Serie

SC Riessersee: Mini-Kader schlägt daheim den HC Landsberg mit 2:1

  • vonPatrick Hilmes
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Der SC Riessersee gewinnt auch das dritte Spiel der noch jungen Saison in der Oberliga Süd. Gegen die Gäste aus Landsberg feiert das Team von George Kink einen verdienten 2:1-Erfolg.

Manchmal sind es Zentimeter, die im Eishockey entscheiden können. SC Riessersee im Heimspiel gegen den HC Landsberg. Schlussdrittel, 30 Sekunden noch auf der Uhr. Der SCR in Unterzahl, der HCL mit sechs Feldspielern auf dem Eis. Die Gäste wittern ihre Chance. Da kommt Uli Maurer an die Scheibe, eine Institution in Garmisch-Partenkirchen. Er zieht ab und der Puck rutscht gen das verwaiste HCL-Gehäuse. Je näher die Scheibe dem Tor kommt, desto näher rückt die Entscheidung. Doch sie rutscht nicht rein, sondern vorbei, um Haaresbreite. Wie gut für Riessersee, dass eben nur manchmal Zentimeter entscheiden, dass es zum besagten Zeitpunkt 2:1 für die Hausherren stand und dieses Ergebnis am Ende Bestand hatte.

Spiel Nummer drei, Sieg Nummer drei. Dem SCR gelingt der perfekte Saisonstart. Dabei erreichten die Gastgeber noch vor dem Anpfiff schlechte Nachrichten: Aus München kommt keiner, kein Förderlizenzspieler, noch nicht mal ein Daniel Allavena. Christian Schneider ist zwar nach Verletzung wieder im Training, steht jedoch noch nicht im Saft. Somit schlug wie im Testspiel gegen Memmingen die Stunde des Sebastian Pfeuffer. Immerhin konnte Coach George Kink auf den neuen Mann bauen, Robin Soudek.

Im ersten Spiel des Tschechen präsentierte sich der SCR im Anfangsdrittel wie in den vorherigen Partien: fehleranfällig im Passspiel und torlos. Scheibenverlust Marcus Weber, Alleingang Landsberg. Doch Pfeuffer zeigte, dass er nicht zu Unrecht zum Oberliga-Kader gehört (8.). Was den Riesserseern abhanden ging, stellte sich auf der Gegenseite ebenso dar. Auch Landsberg fand nicht ins Spiel. Das Ergebnis: viel Stückwerk links wie rechts. Die logische Konsequenz: 0:0 zur Pause.

Arkiomaa und Weber sorgen für den dritten Saisonsieg

Das zweite Drittel war ein vogelwildes. Die unbequem zu bespielenden Gäste setzten immer wieder Nadelstiche, doch immer wieder war Pfeuffer auf dem Posten. Auf der Gegenseite summierten sich mehr und mehr die Einschussmöglichkeiten für die Gastgeber. Doch das alte Manko hat weiter Bestand: Der SCR macht zu wenig aus seinen Chancen. Um es genau zu sagen: bis kurz vor dem Schlussdrittel gar nichts. Manchmal probierten sie es spielerisch, manchmal mit Gewalt. Wie in Minute 34, als Weber beim Schuss der Schläger in drei Teile explodierte. Immer wieder waren die Weiß-Blauen kurz davor, die Arme zum Jubeln in die Luft zu reißen. Doch immer wieder blieben die Arme unten, lediglich ein zaghaftes Zucken war zu beobachten. Das einzige was blieb: ein Raunen im Stadion. Jedoch ein leises, denn die Zuschauer mussten erneut mit Sprade TV vorliebnehmen. Immerhin konnten sie so Zeuge davon werden, dass die Garmisch-Partenkirchner erstmals in dieser Saison das 1:0 erzielten. Arkiomaa machte seinen fünften Strich auf der Torjägerliste. Endlich – das dürfte sich Coach Kink gedacht haben. Doch nur wenig später schoss sicherlich ein anderes Wort durch seinen Kopf. Landsberg glich 15 Sekunden vor der Pause aus.

Das Bild im Schlussdurchgang: dasselbe wie zuvor. Landsberg vereinzelnd gefährlich, Riessersee überlegen, aber nicht zwingend genug. Bis sich Tobias Wedl eine Fünf-Minuten-Strafe einhandelte. Und die wusste der SCR direkt zu nutzen. Geduldig schoben die Gastgeber die Scheibe durch die eigenen Reihen, ehe Weber an der blauen Linie völlig blank war. Er zog ab, der Schläger hielt, und der Puck zappelte im Netz. Doch aufgrund einer Zeitstrafe gegen Simon Mayr wurde es nochmals spannend. Aber aus SCR-Sicht ging alles gut. Maurers fehlende Zentimeter waren nicht entscheidend.

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