Auf dem Weg zum Tor: Tobias Kircher erzielt gegen die Blue Devils Weiden das 1:0.
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Auf dem Weg zum Tor: Tobias Kircher erzielt gegen die Blue Devils Weiden das 1:0.

Eishockey

Perfekte Ausgangslage

  • Matthias Strehler
    vonMatthias Strehler
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SC Riessersee erkämpft sich in Weiden einen 3:2-Sieg und festigt Rang vier. Den kann der SCR  jetzt im Derby gegen die Starbulls Rosenheim fix machen.

Weiden – George Kink hat es durchgerechnet. Alle Möglichkeiten in Betracht gezogen. In seinem Büro unter der Tribüne des Olympia-Eissportzentrums hat der Trainer des SC Riessersee das Restprogramm von allen Konkurrenten um Platz vier aufgelistet. Kink will sämtliche Eventualitäten im Kopf haben. Was passiert, wenn wer wie spielt? Das Beste: Der SCR hat es selbst in der Hand. Mit dem Erfolg im kleinen Derby gegen den EC Peiting gelang der Sprung auf den begehrten Tabellenplatz, der aktuell ein Heimspiel zum Playoff-Auftakt garantiert. In Weiden machte der SCR dort weiter, wo er am vergangenen Freitag aufgehört hat: am Ausbau der Siegesserie. Mit dem 3:2-Erfolg gegen die Blue Devils gelang der achte Dreier in Folge. „Die Spiele gegen Weiden waren bisher immer eng. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben“, betont Kink.

Kam seine Mannschaft zuletzt immer mit Schwung aus der Kabine, brauchten sie diesmal Geduld. Der erste Spielabschnitt war überschaubar. Highlights: Mangelware. Der SCR hatte zwar optisch mehr vom Spiel, konnte diese Überlegenheit aber zunächst nicht in Zählbares verwandeln. Die Gäste waren nicht zwingend genug, um die Oberpfälzer in Verlegenheit zu bringen. Im Gegenteil – die erste Chance zur Führung hatten die Gastgeber. Jakub Bitomsky scheiterte aber an SCR-Keeper Daniel Allavena. Riessersee-Kapitän Florian Vollmer sorgte auf der Gegenseite für Gefahr. Der Stürmer hatte die Scheibe bereits an Weiden- Schlussmann Daniel Filimonow vorbei, doch das Tornetz blieb leer. Im letzten Moment wurde Vollmer geblockt. Im nächsten Anlauf klappte es besser. Gemeinsam mit Victor Östling bereitete Vollmer das 1:0 vor. Tobias Kircher brachte die quergelegte Scheibe schließlich im Tor unter.

Im zweiten Durchgang wurde die Partie lebhafter. Setzte es im ersten Abschnitt rund eineinhalb Minuten vor der Pausensirene die erste Strafzeit, ging es jetzt härter zur Sache. Weiden kam besser ins Spiel, der SCR verlor dagegen etwas die Übersicht. Leistete sich zu viele Fouls. Die Folge: Die Gäste aus Garmisch-Partenkirchen besuchten oft die Strafbank. „Das hat uns etwas aus dem Rhythmus gebracht“, gibt Kink zu. Eigentlich kein Problem gegen Weiden. Die Blue Devils sind nicht gerade für ihr starkes Powerplay bekannt. Zudem verteidigt der SCR in letzter Zeit sehr gut. Eine doppelte Überzahl nutzten die Gastgeber aber doch aus. Stürmer Tomas Rubes gelang der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich.

Ein Weckruf für die Werdenfelser. Die Mannschaft von Kink übernahm wieder das Ruder. Versuchte, dem Spiel wieder etwas mehr seinen Stempel aufzudrücken. Wirklich prägend war der zunächst aber nicht. Weiden hielt dagegen. Rannte an. Doch der SCR machte das Tor. Ein starker Pass von Eetu-Ville Arkiomaa erreichte Anton Radu an der Blauen Linie. Der machte sich auf den Weg in Richtung Tor. Bewies Nervenstärke und versenkte die Scheibe zum 2:1 für den SCR im Netz. Mit der Führung im Rücken legte Riessersee nach. Eine gekonnte Kombination schloss erneut Radu ab – 3:1. Die Gastgeber hielten mit, zeigten eine insgesamt couragierte Leistung. Barry Noe brachte sie wieder heran. Allerdings auch nicht mehr. Der SCR hielt die Führung und damit auch den so wertvollen vierten Platz fest. „Ich freue mich jetzt auf das Derby gegen Rosenheim“, sagt Kink. „Da können wir mit einem Sieg den vierten Rang klar machen.“

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