Derby-Torschütze: Uli Maurer erzielt das entscheidende 3:1 gegen Rosenheim.
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Derby-Torschütze: Uli Maurer erzielt das entscheidende 3:1 gegen Rosenheim.

Eishockey

Sieger im Rennen um Platz vier

  • vonOliver Rabuser
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SC Riessersee gewinnt rasantes Derby gegen die Starbulls Rosenheim mit 3:1. Der Erfolg sichert den Garmisch-Partenkirchnern ein Heimspiel zum Playoff-Auftakt.

Garmisch-Partenkirchen – Mit einem Galaabend erledigte der SC Riessersee seine Notwendigkeiten in Sachen Heimrecht in den Playoffs. Durch den 3:1-Erfolg ist den Werdenfelsern der vierte Tabellenplatz der Oberliga Süd nicht mehr zu nehmen. Ein noch breiteres Grinsen durfte der Schatzmeister aufsetzen. Die „Mission 3333“ ist mit 3023 Zuschauern richtig gut gelungen. Fraglos hat der SCR bei jenen Besuchern an Kredit zurückerobert, die seit der Zwangsversetzung in die Drittklassigkeit das ganze Unterfangen kritisch oder verärgert beäugten.

Von Beginn an setzten die Weiß-Blauen auf Dominanz. Gleich im ersten Powerplay zappelte der Puck im Netz. Luca Zitterbart lief nach Scheibengewinn noch einige Schritte, traf dann trocken aus dem Handgelenk vorbei am Schoner von Andi Mechel präzise in die linke Torecke. Nach seinem Pfostenknaller zehn Sekunden vor dem Führungstor wusste Zitterbart um die Notwendigkeit einer feineren Zieljustierung. Zitterbart war es auch, der vor Flori Vollmers Außenpfostenschuss die Scheibe am Schläger hatte. Riessersee war mit Goalie Daniel Fießinger, Dennis Lobach, Emil Quaas, Bastian Eckl und eben Zitterbart vom Kooperationspartner aus München redlich bedacht worden.

Rosenheim hatte mit den schnellen, spritzigen, vor allem aber giftigen Perspektivspielern Mühe. Die Starbulls wollten gemütlich von hinten heraus aufbauen, der SCR aber hatte anderes im Sinne. Er zwang die lange Zeit passiven Gäste zu diversen Ungeschicklichkeiten. Wie etwa beim 2:0, als zwei Rosenheimer beim Versuch des Aufbaus kollidierten, sodass Emil Quaas und Vollmer freie Bahn hatten. Der Kapitän versuchte es direkt aus dem Slot, Mechel hielt stark, aber Victor Östling schnappte sich den Rebound aus spitzem Winkel und hob den Puck unter die Latte. Da hüpfte auch Gerdy Sperger auf ihrem Stammplatz auf der Haupttribüne. Der Edelfan des SCR feierte am vergangenen Samstag seinen 84. Geburtstag. Allemal ein Grund, den Fanschal nahe der Ekstase in der Luft umher zu wirbeln.

Die Hausherren ließen derweil nicht locker. Uli Maurer scheiterte unmittelbar vor dem starken Mechel, während die Rosenheimer erst in der Schlussminute durch Michael Baindl zur ersten hochkarätigen Torchance kamen. Unstreitig war die Tatsache, dass die Starbulls zur Pause etwas an ihrer Spielweise ändern würden. Sie setzten fortan auf mehr Körperkontakt, suchten entschlossener den Weg in die Zweikämpfe. Zwar änderte das wenig an der Torgefahr, aber so leicht wie zu Beginn wollten sich die Gäste nicht mehr unterkriegen lassen. Bestes Beispiel: Ein ausschweifender Faustkampf zwischen Jacob Robinson-Smith und Dennis Lobach, später noch ein kleineres Handgemenge mit Philipp Wachter und Daniel Bucheli als Protagonisten. Doch der SCR zog nicht zurück. Als Zitterbart mit Geschwindigkeit in Kevin Slezak rauschte, johlte nicht nur der Plebs, den Rosenheimer schüttelte es auch richtig dicke durch. Emotionen anderer Art packten derweil Bastian Eckl. Weil Referee Erich Singaitis ein klares Haken nicht ahndete, verarbeitete Eckl beim Wechsel seinen Schläger kurzerhand zu Brennholz.

Die Devise für den Schlussabschnitt war klar: Den SBR weg vom eigenen Tor und damit von Platz vier fernhalten. Klappte bis sechs Minuten vor Schluss nahezu perfekt. Nach Dominik Daxlbergers Rückhandtreffer wackelte der Sieg noch einmal. Uli Maurer machte mit seinem empty-net-goal alles klar.

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