Ein enttäuschter Eishockey-Spieler
+
Frustriert und enttäuscht: Auch die Rückkehr von Kapitän Florian Vollmer (vorne) brachte keinen zählbaren Erfolg, der SCR verlor erneut gegen Höchstadt.

Dieselben Fehler, dasselbe Resultat

SC Riessersee verliert auch Spiel zwei mit 4:5 gegen Höchstadt

  • vonMarco Blanco-Ucles
    schließen

Bitterer Abend für den SC Riessersee im zweiten Playoff-Viertelfinalspiel gegen den Höchstadter EC. Der SCR unterlag mit 4:5 und machte sich das Leben durch altbekannte Fehler selber schwer.

Garmisch-Partenkirchen – Dejavus können verschiedener Natur sein. Es gibt schöne, die man immer und immer wieder erleben möchte. Und dann gibt es die weniger schönen. Die, bei denen man jedes Mal aufs Neue in den Tisch beißen könnte vor lauter Ärger. Letzteres erlebte der SC Riessersee am Freitagabend im zweiten Viertelfinal-Playoffspiel der Eishockey-Oberliga Süd. gegen den Höchstadter EC. Wieder verlor der SCR mit 4:5, wenn auch dieses Mal in der regulären Spielzeit. Wieder schaffte er es nicht, von der Strafbank wegzubleiben. Wieder bestrafte das der HEC eiskalt. Vier der fünf Treffer erzielten die Franken in Überzahl.

Gleich zu Beginn zeigte sich deutlich, welch wichtige Rolle die Special-Teams in dieser Partie einnehmen würden. Erstmals musste der SCR das nach vier Minuten schmerzhaft am eigenen Leib erfahren. Höchstadt ließ die Scheibe laufen, Querpass auf Milan Kostourek. Der HEC-Topscorer bewies bei der Direktabnahme seine ganze Klasse, 0:1. Doch auch die Weiß-Blauen waren mit ihrem ersten Powerplay direkt erfolgreich. Robin Soudek ließ aus halbrechter Position HEC-Goalie Benjamin Dirksen beim 1:1-Ausgleich keine Chance. Dann der erste Auftritt vom fleißigen Benjamin Kronawitter: Der 29-Jährige tankte sich über rechts durch, zog zum Tor und brachte den SCR in Führung. Ein harter Check von Anton Seewald gegen Eetu-Ville Arkiomaa erhitzte kurz vor Drittelende die Gemüter der Weiß-Blauen. Dann war Pause. Zeit zum Durchatmen.

SCR gibt das Spiel trotz 4:2-Führung noch aus der Hand

Ergebnistechnisch etwas durchatmen konnten die Riesserseer erstmals nach Kronawitters zweitem Streich an diesem Abend. Dirksen parierte den ersten Versuch des SCR-Stürmers glänzend. Kronawitter setzte jedoch energisch nach und brachte die Scheibe im Kasten unter. Kurze Zeit später war es um die Zwei-Tore-Führung wieder geschehen, als die Riesserseer in doppelter Unterzahl den 3:2-Anschlusstreffer hinnehmen mussten. In dieser Phase ging es hin und her, beide Teams standen defensiv nicht wirklich sattelfest. Zunächst war wieder der SCR an der Reihe. Alexander Eckl stand goldrichtig und versenkte einen Abpraller, 4:2. Nur 48 Sekunden später war wieder Zittern angesagt für die Weiß-Blauen. Schuss von Niklas Jentsch, Riessersee-Goalie Michael Böhm wehrte den Puck erst mit der Schulter ab, bekam ihn dann an den Arm und beförderte ihn so über die Linie. Nur noch 4:3. Der Ausgleich zum 4:4 diente als Symbolszene für diese Partie. Unterzahl SCR, die Höchstadter ließen die Scheibe geduldig in ihren Reihen laufen. Querpass von Jakob Fardoe auf Seewald, Tor. Beinahe hätte Silvan Heiß die passende Antwort der Weiß-Blauen parat gehabt. Sein strammer Schuss strich jedoch rechts am Gehäuse vorbei.

Schlussdrittel. Beiden Teams war anzumerken, das eine Menge auf dem Spiel stand. Die Nervosität wurde größer, die Abspielfehler häuften sich. Soudek und Alexander Eckl vergaben aus aussichtsreichen Positionen die Möglichkeiten zur erneuten Führung. Wenige Minuten vor dem Ende – der SCR mal wieder in Unterzahl – folgte eine Schlüsselszene der Partie. Uli Maurer und Soudek liefen in Überzahl auf das HEC-Gehäuse zu. Der Tscheche schloß ab und traf die Unterkante der Latte, weiter 4:4. Zwei Minuten vor dem Ende wurde Seewald zum Held des Abends. Sein Schuss ins lange Eck zum 4:5 entschied die Partie. Und der SCR? Richtig, der befand sich zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl. Mal wieder.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare