Wieder vereint: Felix Thomas (Mitte) und Julian Eichinger (l.) laufen wieder gemeinsam auf.

Verteidiger Felix Thomas wieder im SCR-Trikot

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Garmisch-Partenkirchen - Kurz vor Transferschluss hat der SC Riessersee nochmals zugeschlagen: Von Ligakonkurrent Frankfurt kehrt Felix Thomas zurück, weil sein alter Arbeitgeber keinen Platz mehr für den Verteidiger hatte.

Die Frankfurter Löwen kämpfen mit Problemen, die hätten wohl einige Zweitliga-Klubs auch gerne. Acht Verteidiger, die mehr als 35 Partien absolviert haben, stehen im Kader der Hessen. Quasi acht Stammkräfte. Aber jeder dieser acht Defensiv-Spezialisten möchte natürlich auf dem Eis stehen. Nur: In der entscheidenden Saisonphase bleiben für manche offenbar nicht mehr so viele Minuten Einsatzzeit übrig. Felix Thomas – einen dieser acht Verteidiger – brauchten sie bei den Löwen gleich gar nicht mehr. „Die Frankfurter haben ihn freigestellt, weil sie einen vollen Kader haben. Die Interna kenne ich aber nicht“, erklärt Ralph Bader, Geschäftsführer des SC Riessersee. Thomas’ Pech war seine Chance. „Wie haben sehr schnell gehandelt, als wir das erfahren haben.“ Mittwochabend – „spät am Abend“, wie Bader erklärt – einigten sich beide Seiten und machten den Deal fix. Geht alles gut, läuft der 27-Jährige schon Freitagabend in Freiburg im SCR-Trikot auf. „Sollten alle Formalitäten bis dahin erledigt sein.“ Bereits am Donnerstag hat sich Thomas ins Auto gesetzt und ist nach Garmisch-Partenkirchen gebraust.

Zurück in die Marktgemeinde. Bereits in der Vorsaison war der gebürtige Berliner für den SCR aufgelaufen. Gemeinsam noch mit Tim Regan. Der Coach hat ihn als „anständigen, ruhigen Typen“ in Erinnerung. Mit Liebe zur Kultur. „Er hat was in der Birne“, erklärt Regan. Eishockeyspielen kann er auch noch. Besonders von seiner Lauftechnik schwärmen die Verantwortlichen des Zweitligisten. Neben Julian Eichinger plant Regan bei den Wölfen gleich im ersten Defensiv-Block ein – als einen von sechs Verteidigern. Richtig gehört.

Tim Regan hat Respekt vor Favoriten-Schreck Freiburg

Die Wochen mit fünf oder weniger Alternativen in der Abwehr sind Geschichte. Weil sich auch noch John Rogl fit gemeldet hat, stehen Regan sechs Stück zur Verfügung. Obwohl Stephan Wilhelm wie erwartet an diesem Wochenende verletzt ausfällt. „So sind wir flexibler in den restlichen Partien der Hauptrunde und in den Playoffs.“ Und die Marathon-Männer Eichinger, Staltmayr, Mayr und Hummer können ein wenig Durchschnaufen. „Ich bin froh, wenn sie wieder ihren normalen Rhythmus und ihre normalen Wechsel fahren“, betont Regan. Überzahl, Unterzahl – zuletzt war die Mini-Besetzung Non-Stop auf dem Eis gestanden. Mit Thomas entspannt sich die Lage etwas. „Wir wollen alles daran setzen, dass wir unsere erfolgreiche Saison gut zu Ende bringen“, betont der GmbH-Boss. Thomas’ Vertrag, der Bader zu Folge „finanziell sehr lukrativ“ für den SCR ist, läuft über zwei Monate. Wie viel Wertschätzung der Verteidiger genießt, zeigen Regans taktische Gedankenspiele. Der Coach kann sich vorstellen, dass der Neuzugang in Freiburg schon „in Überzahl eine Chance bekommt“.

Vor Favoriten-Schreck Freiburg hat Regan großen Respekt. Vier Playoff-Teams – darunter Vize-Meister Bremerhaven – schlug der EHC in den vergangenen sieben Spielen. Der „unangenehme Stil“ macht die Breisgauer so gefährlich. Extrem defensiv treten sie auf, selbst daheim. Und ganz hinten im Tor wartet ja noch Jonathan Boutin („Einer mit Klasse“) auf die SCR-Schüsse. „Sie lauern auf Fehler – und brauchen nur wenige Chancen.“ Die Bilanz spricht aber für den SCR: Alle drei Partien gewannen die Garmisch-Partenkirchner – selbst mit Mini-Aufgebot in der Verteidigung.

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