Montagsspiele der Bundesliga sollen abgeschafft werden - und dafür an anderem Tag stattfinden

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Je älter, desto besser: Kapitän Florian Vollmer.

Tagblatt benotet die Leistungen

So fallen die Zeugnisse für die SCR-Spieler aus

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    Christian Fellner
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Die Saison ist vorbei für den SC Riessersee. Früher als gewünscht. Die Playoff-Teilnahme hat der Verein verpasst. Jetzt bewertet das Tagblatt die Leistung der Spieler. 

Garmisch-Partenkirchen – Es hat nicht sollen sein beim SC Riessersee. Auch im dritten Anlauf in Serie hat die Eishockey-Mannschaft die Playoff-Teilnahme verpasst. Bayreuth hieß in diesem Jahr die Hürde, die am Ende nur um wenige Zentimeter zu hoch war. Eine Saison ist damit zu Ende gegangen, die für den Zweitligisten verheißungsvoll begonnen hatte, sehr schnell aber in eine problematische Richtung abglitt: Eine Verletzungsmisere ungeahnten Ausmaßes suchte den SCR heim. Mehr als 200 Ausfälle bremsten das Team über die 55 Partien aus. Traurige Fakten, die den sportlichen Erfolg sicher schmälerten. Die Tagblatt-Sportredaktion ruft in diesem Jahr eine gute alte Tradition wieder ins Leben und stellt den Spielern Zeugnisse aus. Hier die Einzel-Bewertungen:

TORHÜTER

Matthias Nemec Note 2

(41 Spiele/ Fangquote 91,37% Gegentorschnitt 2,61)

Als Nummer eins geholt, und dieser Rolle wurde der 26-Jährige gerecht. Allerdings durchlebte auch er ein kurzes Tief. Nemec gehört in der DEL2 jedoch sicher zu den Top Fünf der Torhüter.

Ilya SharipovNote 2,5

(17/ 91,14%/ 2,67)

Der Youngster hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Zwar rutscht ihm ab und zu immer noch ein Puck durch, doch gerade in den Playoffs deutete er an, welches Potenzial in ihm steckt.

Daniel Fießinger keine Bew.

(2 / 90,00%/ 2,40)

Nur zwei Einsätze für den SCR in dieser Saison. Die Zukunft aber gehört dem jungen Allgäuer, der auch in Regensburg gute Kritiken erhielt.

ABWEHR

Felix Thomas Note 2

(55 Spiele/ 2 Tore/ 17 Assists/ 19 Punkte/ 39 Strafminuten/ Plus/Minus +9)

Mister Zuverlässig in der Defensive. Felix Thomas war der beständigste und stabilste SCR-Verteidiger, auch wegen seiner Laufstärke. Setzte auch offensiv mehr Akzente.

Benjamin Hüfner Note 3

(55/ 0/ 7/ 7/ 20/ -2)

Stabiler Verteidiger, der in der DEL2 bestens aufgehoben ist. Seine Stärken hat er definitiv im defensiven Bereich. Aber keine Waffe fürs Powerplay.

John RoglNote 3,5

(30/ 0/ 2/ 2/ 18/ -9)

Schwierige Saison für den jungen Riesen: Zunächst verpasste er die halbe Saison, dann trug er in der Verletztenmisere gleich sehr viel Verantwortung auf seinen Schultern. Daran hatte er zu knabbern.

Tobias DraxingerNote 3,5

(39/ 1/ 6/ 7/ 22/ -9)

Vom früheren Nationalspieler hatte man sich mehr erwartet. Spielte unauffällig. Zu seiner Verteidigung: Er musste oft als Stürmer ran. Als er gegen Ende Gas gab, kam die Verletzung.

Stephan Wilhelm Note 2,5

(55/ 5/ 19/ 24/ 34/ +3)

Bärenstarker Auftakt, dann aber fiel er ein wenig zurück ins Glied. Musste viel Eiszeit schrubben. Das ging offenbar an die Substanz. Ein echter Offensiv-Verteidiger wird der Routinier nicht mehr.

Christian Hummer Note 2,5

(46/ 1/ 9/ 10/ 66/ +6)

Starke Saison des 23-Jährigen. Mit seinem läuferischen Potenzial brachte er sich auch immer wieder offensiv ein. Seine Schwäche bleibt allerdings der Schuss.

Emil Quaas Note 2,5

(15/ 1/ 2/ 3/ 0/ +4)

Ohne Frage ein großes Talent, das dem SCR gut zu Gesicht stand. Am Ende der Saison leider von gesundheitlichen Problemen geplagt.

Julian Eichinger keine Bew.

(21/ 2/ 11/ 13/ 34/ +7)

Sein Ausfall traf den SCR sehr hart. Damit verlor das Team unheimlich an Offensivpower aus der Defensive heraus. Gerade im Powerplay fehlte der schuss- und laufstarke Allgäuer – und war nicht zu ersetzen.

Simon MayrNote 3,5

(53/ 2/ 1/ 3/ 30/ -7)

Er war der Notnagel für alle Positionen. Keine einfache Situation für einen jungen Verteidiger. Konnte wohl deshalb nicht ganz an die Leistung zu Saisonbeginn anknüpfen.

STURM

Florian Vollmer Note 1,5

(48/ 14/ 21/ 35/ 22/ -5)

Der Kapitän hat seinen Job erledigt – und das sehr zuverlässig. Stark am Bully, kampfstark in Unterzahl, dazu 14 Tore. Offenbar gilt: je älter, je besser. Richtig gute Saison.

Andreas Driendl.

Andreas DriendlNote 1,5

(50/ 23/ 18/ 41/ 84/ +7)

Volltreffer: Driendl war die erhoffte Leitfigur – trotz Eiszeiten von mehr als 30 Minuten. Musste oft für seine Kontingent-Kollegen in die Bresche springen. Spielmacher mit Auge und Kämpfer in einem.

Roope Ranta Note 3

(40/ 18/ 18/ 36/ 24/ 0)

Furioser Start, furchtbares Ende: Nach der Verletzung von Jared Gomes tauchte der Finne komplett ab. Unverständlich: So sehr er zu Beginn übers Eis fegte, so wirkungslos war er am Ende.

Jared Gomes Note 1,5

(15/ 6/ 10/ 16/ 8/ -3)

Ein echter Typ, der als Campbell-Ersatz den Motor beim SCR in Schwung brachte. Genialer Passgeber, der aber selbst trifft. Mit seiner Verletzung kam der Bruch.

Scott Campbell Note 5

(14/ 3/ 3/ 6/ 10/ +2)

Fehlgriff Nummer eins aus der dänischen Liga. Kam mit guten Referenzen, wurde diesen aber nie gerecht. Löste den Vertrag aus eigenen Stücken auf und beendete die Karriere.

Nick Endreß keine Bew.

(37/ 0/ 1/ 1/ 0/ -8)

Technisch versiertes Talent, das allerdings noch sehr wenig Eiszeit bekam.

Jakob Mayenschein Note 2,5

(17/ 5/ 2/ 7/ 29/ +1)

Der 19-Jährige, der von Red Bull München kam, war eine echte Verstärkung für den SCR. Laufstarker Außenstürmer mit Torriecher.

Louke Oakley Note 3

(35/ 15/ 17/ 32/ 28/ +9)

Die Verletzungen sind das größte Problem beim Kanadier. Rippen, Leiste – Oakley ist offenbar enorm anfällig. Die Torgefahr spricht für ihn. Eine durchwachsene Saison.

Tim Richter keine Bew.

(6/ 4/ 0/ 4/ 16/ 0)

Der Pechvogel der Saison: War dauerverletzt. Wenn er spielte, strahlte er allerdings enorme Torgefahr aus.

Philipp WachterNote 3,5

(24/ 0/ 0/ 0/ 30/ -5)

Auch kein Glückspilz: Wachter war der König der Vorbereitung, seine schwere Verletzung bremste ihn dann aber aus. Kam über die vierte Reihe nicht mehr hinaus.

Ryan McDonough Note 5

(14/ 0/ 6/ 6/ 10/ +5)

Null Tore für einen Ausländer – mit dieser traurigen Ausbeute geht er in die Annalen des SCR ein. Woran es lag? Der Kanadier haderte selbst über seine Torflaute, die erst zurück in Dänemark wieder endete.

Alexis Loiseau Note 3

(19/ 6/ 11/ 17/ 4/ +2)

Faszinierend, wie einer ohne Körperspiel (null Strafen bis zu den Pre-Playoffs) doch fast alle Treffer direkt vor dem Tor erzielt. Gutes Auge, schnelle Beine, engagierte K. o.-Runde. Fan-Spitzname: Loisl – bayerisch eben.

Valentin Gschmeißner N. 3,5

(53/ 2/ 4/ 6/ 32/ -4)

Endlich ein Jahr ohne Verletzungen für den nimmermüden Krieger und Notfall-Mittelstürmer. Was Einstellung betrifft, ein Vorbild. Dennoch wartet er offensiv auf den Durchbruch.

Mattias Beck Note 3

(44/ 12/ 25/ 37/ 12/ +10)

Was, wenn C.J. Stretchs Foul nicht gewesen wäre? Beck fiel aus, spielte dann unter Schmerzen. Erst im Endspurt blühte der beste Plus-Minus-Spieler auf – ehe sein Knie in den Pre-Playoffs komplett zerstört wurde. Sehr bitter.

Michael RimbeckNote 3

(53/ 10/ 9/ 19/ 67/ -10)

Die Kampfsau mit noch mehr Torinstinkt. Zehn Treffer bedeuten Rekord in Liga zwei. Schwacher Start, dafür umso stärkerer Schlussspurt. Rebound-König: Keiner holt sich mehr verlorene Scheiben als Rimbeck.

Noureddine Bettahar k. Bew.

(8/ 2/ 5/ 7/ 4/ +3)

Kampfstarker Mann, den der SCR auch länger hätte brauchen können. Die Leihgabe aus Iserlohn musste aber frühzeitig zurück in die DEL.

Andreas Eder Note 3,5

(28/ 4/ 16/ 20/ 20/ +6)

Der Pendler zwischen zwei Eishockey-Welten. In der DEL offenbar erfolgreich als Viert-Reihen-Arbeiter, beim SCR oft eigensinnig und verspielt. 20 Punkte sind in Ordnung, vier Tore aber einfach zu wenig.

Manuel Malzer keine Bew.

(52/ 0/ 0/ 0/ 4/ -5)

Manuel wer? Wird man in ein paar Jahren sagen. Als Ergänzungsspieler fürs Training gekommen, als Ergänzungsspieler mit wenig Eiszeit geblieben. In Erinnerung bleibt ein Pfostenschuss gegen Kassel.

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