Eishockeyspieler bejubeln ein Tor
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Grund zur Freude hatten die SCR-Akteure beim Hinspiel in Füssen Anfang Dezember.

Frisches Personal für intensive Wochen

SCR: Mit zwei Neuzugängen gegen den EV Füssen

  • vonMarco Blanco-Ucles
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Im Olympia-Eissportzentrum trifft der SC Riessersee am Freitagabend um 20 Uhr auf den EV Füssen. Mit an Bord sind auch zwei Verstärkungen für die Defensive des SCR.

Für diese Oberliga-Saison des SC Riessersee ließe sich ein Haufen an Adjektiven finden: Verrückt wäre so eines. Nervenaufreibend ein anderes. Jemanden in den Katakomben des Olympia-Eissportzentrums zu finden, der langweilig zu der Liste hinzufügen würde, wird schwierig. Vermutlich sogar unmöglich. Gerade erst hat sich die Eishockey-Mannschaft davon erholt, dass vergangene Woche ein Mitglied des Teams falsch-positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Es folgten Spielabsagen gegen Höchstadt und eine freiwillige Quarantäne, ehe es Entwarnung gab. Jetzt wartet auf die Weiß-Blauen ein Programm an Spielen, das es in sich hat. In nur 14 Tagen stehen für die Männer von Coach George Kink sieben Partien auf dem Programm, beginnend mit dem Heimauftritt heute Abend gegen den EV Füssen. Da kommt es gerade recht, dass Geschäftsführer Pana Christakakis am gestrigen Donnerstag die Verpflichtung zweier Defensivakteure vermelden konnte. Goalie Michael Boehm und Verteidiger Tobias Möller schließen sich dem SCR an.

„Tobias (Möller) hat eine sehr gute Ausbildung genossen und bringt bereits DEL2-Erfahrung mit sich“, erläutert Christakakis die Vorzüge des 20-jährigen Verteidigers, der zuletzt bei den Red Bull Hockey Juniors in Salzburg aktiv war. Der Geschäftsführer lobt darüber hinaus dessen Einstellung: „Er ist willig und möchte Verantwortung übernehmen.“ Von denen, die das bereits beim SCR tun, wurde Möller gut aufgenommen. Der Neuzugang ist nach der ersten Einheit mit den Teamkollegen zufrieden: „Die Jungs haben mich sehr willkommen geheißen. Auch die älteren Spieler haben mir Tipps gegeben.“ Für die persönliche Weiterentwicklung erhofft er sich „möglichst viel Eiszeit im Herrenbereich“. Sein Vertrag bei den Weiß-Blauen läuft bis zum Saisonende.

Füssen strauchelt momentan etwas. Ich hoffe nicht, dass sie sich gegen uns wieder aufrichten können

SCR-Coach George Kink

Der Kontrakt des zweiten Neuankömmlings hingegen endet am 31. Januar bereits wieder. Und dennoch ist die Verpflichtung des zuletzt vereinslosen Torhüters Michael Boehm eine wichtige für den Tabellenvierten. Denn: Christian Schneider wird dem SCR noch auf unbestimmte Zeit verletzt fehlen. Beruflich eingespannt sind auch die Dienste Sebastian Pfeuffers in den kommenden Wochen nur eingeschränkt verfügbar. Daniel Allavena feierte zuletzt sein DEL-Debüt – unklar wie oft er vom Kooperationspartner aus München zur Verfügung gestellt wird. Bleibt nur noch Hannes Kiefer. Ein Goalie im Aufgebot ist einer zu wenig. Dank Boehm gestaltet sich die Personalsituation nun wieder entspannter. Für Kink enorm wichtig: „Der Goalie ist die Schlüsselposition.“ Im ersten Training machte Boehm auf den Coach einen „guten Eindruck“. Der 23-Jährige selbst betont, dass die Vorfreude, wieder anzufangen, groß sei. „Ich werde Vollgas geben und versuche, dem Team zu helfen. Mal sehen, wie die Situation in zwei Wochen ist.“ Dann setzt er sich mit Christakakis bezüglich seiner Zukunft zusammen.

Die Situation in 14 Tagen spielt im Kopf von Kink noch keine Rolle. Bis dahin eilt er mit seinem Team von Spiel zu Spiel. „Wir werden weniger Zeit zum Trainieren haben, die Regeneration rückt in den Vordergrund.“ Start des straffen Programms ist die Partie gegen Füssen. An das Hinspiel erinnern sich die Weiß-Blauen gerne zurück – gewannen sie dort mit 5:1. Für Kink kein Thema mehr. „Das wird eine andere Mannschaft sein als in der letzten Partie gegen sie. Gute Spieler kommen zurück.“ Trotzdem ist dem SCR-Coach die Formkrise der Allgäuer, die zuletzt siebenmal in Folge verloren, nicht verborgen geblieben. „Füssen strauchelt momentan etwas. Ich hoffe nicht, dass sie sich gegen uns wieder aufrichten können.“ Um das zu verhindern, müsse seine Mannschaft „clever“ agieren. „Gerade die jungen Spieler müssen einen kühlen Kopf bewahren, auch wenn sich der Gegner hinten reinstellt.“ Die „leichten Fehler“ gelte es abzustellen.

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