Ein Eishockeyspieler erzielt ein Tor
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Vertrautes Bild: Robin Soudek (r.) trifft für den SCR – hier zum 1:0 beim 6:1-Erfolg gegen Landsberg.

Der Tscheche erzielte zuletzt acht Treffer in vier Partien

SCR und Torgarant Soudek zu Gast beim Höchstadter EC

  • vonMarco Blanco-Ucles
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Zweites Spiel für den SC Riessersee unter Neu-Trainer Ron Chyzowski. Heute Abend tritt der SCR beim Höchstadter EC an.

Eetu-Ville Arkiomaa und dann erst einmal lange nichts. So las sich über lange Zeit in dieser Saison die interne Torschützenliste des SCR. Als sich der Finne vor wenigen Wochen verletzte und einige Spiele ausfiel, stellten sich nicht wenige im Umfeld der Weiß-Blauen die Frage, wer ihn ersetzen sollte, was das Toreschießen in der Eishockey-Oberliga Süd angeht. Heute, im Hier und Jetzt, ist die Antwort klar: Robin Soudek. Der 29-jährige Tscheche traf in den vergangenen Wochen fast nach Belieben. Zusammen mit Arkiomaa führt der Angreifer mit 19 Treffern die interne Torschützenliste beim SCR an.

Acht Tore in den vergangenen vier Partien stehen für Soudek zu Buche. „Es gibt nicht das eine bestimmte Geheimnis. Wenn ich das kennen würde, hätte ich es bislang in jedem Spiel gemacht“, erklärt der Familienvater lachend. Eines ist für den Tschechen elementar wichtig: „Ich habe aktuell jede Menge Selbstvertrauen. Das hilft mir natürlich auf dem Eis.“ Auch sein neuer Trainer Ron Chyzowski weiß um die Bedeutung des Tschechen für seine Mannschaft: „Robin ist ein Spieler, der ein Match entscheiden kann. Er ist sehr fleißig.“

Wenn es eine Möglichkeit gibt länger hierzubleiben, gerne

SCR-Angreifer Robin Soudek

Die Integration ins Team der Riesserseer scheint abgeschlossen – Soudek ist nach leichten Startschwierigkeiten endgültig angekommen beim SCR. Der 29-Jährige stoß kurz nach dem Saisonstart Anfang November zu den Weiß-Blauen, spielte in den vergangenen beiden Jahren beim VEU Feldkirch in Österreich. Dass Soudek nicht von Beginn an die Rolle spielte wie heute? Für ihn keine Überraschung. „Man braucht immer ein wenig Zeit, sich an das Team zu gewöhnen, auch wenn die Jungs mich super aufgenommen haben.“ Und nicht alles in Garmisch-Partenkirchen war neu für den Tschechen. Aus seiner kurzen Zeit in Crimmitschau 2018 kannte er bereits den SCR und dessen Heimspielstätte. Viel mehr konnte Soudek mit seiner Familie im Corona-Lockdown bislang allerdings auch nicht erkunden. „Das ist natürlich schade. Wir würden gerne einmal auf die Zugspitze fahren.“ Mit einer Verlängerung des Vertrages nach Saisonende würde sich die Chance auf einen Besuch auf dem höchsten Berg Deutschlands natürlich erhöhen. „Meine Familie und ich fühlen uns sehr wohl. Wenn es eine Möglichkeit gibt länger hierzubleiben, gerne.“

In der Gegenwart zählen für den Angreifer andere Dinge. Zuallererst das Erreichen der Playoffs mit dem SCR. Dabei helfen würde ein Erfolg heute Abend beim heimstarken Höchstadter EC. Vor zehn Tagen unterlagen die Riesserseer mit 3:7 im Frankenland. Damals stand noch George Kink als Coach der Riesserseer hinter der Bande. Sein Nachfolger Chyzowski hat sich die Partie aus der vergangenen Woche nochmals im Video angeschaut, um daraus die richtigen Schlüsse für die schwierige Aufgabe zu ziehen: „Ganz wichtig ist es, dass wir ihnen in der Offensive keine Räume geben, da sind sie brandgefährlich.“ Vielmehr als mit den Stärken des HEC beschäftigte sich der 55-Jährige aber mit denen seiner eigenen Mannschaft. „Wir müssen über 60 Minuten hohes Tempo gehen, den Gegner pausenlos beschäftigen.“ Was die Kraft angeht, sollte der SCR keine Probleme haben. Die Pause von sieben Tagen – eine gefühlte Ewigkeit für die Weiß-Blauen in dieser Spielzeit. Personell wird der Tabellenfünfte auch heute wieder mit Bastian Eckl und Daniel Allavena aus München verstärkt. „Das Tempo im Training war sehr hoch“, attestiert Chyzowski dem Team zudem gute Arbeit auf dem Eis unter der Woche. Optimale Voraussetzungen also für die Revanche in Höchstadt.

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