Eishockeyspieler kämpfen um den Puck
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Schenken sich keinen Zentimeter Platz: Der SCR mit Eetu-Ville Arkiomaa (blaues Trikot) und die Selber Wölfe liefern sich einen packenden Kampf auf Augenhöhe.

Höchstadt wartet in den Playoffs

SCR verliert zum Abschluss der Hauptrunde knapp in Selb

  • vonMarco Blanco-Ucles
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Mit leeren Händen kommt der SC Riessersee von seinem Gastspiel in Selb zurück. Am Dienstagabend unterlag das Team von Trainer Ron Chyzowski in Oberfranken mit 2:3.

Selb – Wenn im Zeugnis eines Schülers die Bemerkung „stets bemüht“ zu lesen ist, lässt sie darauf schließen, dass die Einstellung des Betroffenen gestimmt hat. Nicht unbedingt aber das Ergebnis. Der Schüler SC Riessersee konnte ein Lied davon singen am Dienstagabend in Selb. Mit 2:3 unterlag der SCR beim Tabellenzweiten der Eishockey-Oberliga Süd. Im letzten Hauptrundenspiel der Saison gaben die Weiß-Blauen bis zur Schlusssirene nicht auf, belohnten sich aber nicht für ihren Aufwand. Immerhin: Weil auch Banknachbar Deggendorf sein Spiel in Füssen verlor, geht der SCR als Tabellenfünfter in die anstehenden Playoffs. Gegner im Viertelfinale wird der Höchstadter EC sein.

Beide Teams bewiesen bereits in den Anfangsminuten, dass sie zu Recht in der Spitzengruppe der Liga beheimatet sind. Die erste gute Riesserseer Chance vergab Routinier Uli Maurer, der aus zentraler Position knapp drüber schoss. Auf der anderen Seite zeigte SCR-Goalie Christian Schneider bei mehreren Paraden seine Klasse. Dass Selb die beste Unterzahlmannschaft der Liga ist, wurde im ersten Powerplay der Weiß-Blauen sichtbar, die es nicht schafften, einen gefährlichen Abschluss auf das Tor von Michel Weidekamp abzugeben. Die erste Überzahl der Wölfe hingegen war direkt von Erfolg gekrönt. 15 Sekunden vor Ende des ersten Drittels zog Brad Snetsinger aus halbrechter Position ab. Schneider sah den Puck zu spät, 1:0.

Vollmer und Arkiomaa lassen den SCR wieder hoffen

Im zweiten Abschnitt erhöhte der SCR das Tempo. Immer wieder angetrieben vom fleißigen Maurer, dem allerdings das Glück im Abschluss fehlte. Ganz anders die Wölfe. Schlagschuss Steven Deeg, Schneider rutschte die Scheibe unglücklich unter der Hand durch, 2:0. Kurz vor der zweiten Drittelpause probierte es Simon Mayr noch einmal aus der Distanz, doch wieder hieß der Sieger Weidenkamp.

Kapitän Florian Vollmer war es, der 59 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels den Bann aus Riesserseer Sicht brach. Nachdem der Schuss von Robin Soudek aus der Distanz abgeblockt wurde, stand der Spielführer goldrichtig und staubte zum Anschlusstreffer ab. Und um ein Haar hätte Tobias Möller die Weiß-Blauen direkt wieder jubeln lassen. Sein wuchtiger Schuss von der blauen Linie strich nur Zentimeter am Selber Kasten vorbei. Und weiter ging es nur in eine Richtung in dieser Phase der Partie. Soudek bewies Übersicht und bediente Anton Radu. Doch der nach Verletzung zurückgekehrte Angreifer vergab die Riesenmöglichkeit und scheiterte an Weidekamp. Wieder zeigten die Oberfranken, wie man es besser macht. Bauerntrick Lukas Miculka, der die SCR-Defensive alt aussehen ließ und auf 3:1 erhöhte. Doch der Stecker der Gäste war dadurch längst nicht gezogen. Soudek verzog aus linker Position knapp, das Außennetz wackelte. Den erneuten Anschlusstreffer der Weiß-Blauen konnte auch der beste Akteur der Gastgeber, Goalie Weidekamp, nicht mehr verhindern. Schuss Soudek, gehalten. Nachschuss Mayr, gehalten. Zweiter Nachschuss Arkiomaa, drin. Doch mehr gelang den Riesserseern nicht mehr. Knapper Sieg für Selb. Gemischte Gefühle beim Schüler SCR. Den letzten Härtetest nicht bestanden. Leicht zu verschmerzen allerdings. Denn: Die Versetzung war bereits gesichert.

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