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Im Fokus: Daniel Allavena darf sich gegen den EC Bad Tölz beweisen. Der junge Torhüter des SC Riessersee, am Son ntag noch leihweise im Dienste des EHC München, hütet heute Abend den Kasten des Eishockey-Oberligisten.

Endlich wieder Eishockey

Der Sommer ist vorbei: SCR mit erstem Härtetest in Bad Tölz

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Ein Kracher folgt auf den nächsten: Nach dem Saisonauftakt gegen EHC Red Bull München wartet auf den SC Riessersee der nächste namhafte Gegner. Heute Abend (19.30 Uhr) misst sich die Mannschaft von Trainer George Kink mit Erzrivale EC Bad Tölz.

Garmisch-Partenkirchen – Schön war er ja, der Sommer. Daran lässt George Kink keinen Zweifel. „Ein bisschen Freizeit hat uns allen gutgetan“, sagt der Trainer des SC Riessersee. Nach einer Saison des Neuanfangs, die erst nach erfolgreich gemeisterter Abstiegsrunde zur Bayernliga ihr positives Ende fand, brauchten die Akkus frische Energie. Doch gleich sechs Monate ohne Eishockey – das war doch ein bisschen arg viel. „Ein Wahnsinn“, betont Kink. Umso glücklicher ist er, dass es nun wieder losgeht für den Oberligisten. „Die Burschen und ich haben richtig Bock.“ Dem spektakulären Auftaktmatch zur Vorbereitungsphase im Olympia-Eissportzentrum gegen Kooperationspartner EHC Red Bull München (1:8-Niederlage am Sonntag) folgt heute Abend (19.30 Uhr) der erste echte Gradmesser: Der SCR fährt zum Erzrivalen EC Bad Tölz.

Kink erwartet einen starken Gegner. „Bad Tölz ist so gut wie sehr lange nicht“, sagt er. Dieser Meinung sind offenbar auch die Verantwortlichen beim DEL2-Team selbst. Nicht von ungefähr haben diese – hört, hört – jüngst den äußerst ambitionierten Plan aufgestellt, spätestens im Jahr 2026 Deutscher Meister zu werden. Doch Mannheim und Berlin sind noch fern. Heute kommt erst einmal Riessersee in die Wee Arena. „Und wir wollen zeigen, was wir draufhaben“, stellt Kink klar. Um mit den Bad Tölzern mitzuhalten, gelte es, von Beginn an fokussiert zu sein, das Tempo der Gegenspieler vom ersten Wechsel an aufzunehmen. „Ansonsten erwartet uns ein langer Abend.“

„Zwei Maschinen“ - Wachter und Maurer top-fit

Dass noch nicht alles funktionieren wird wie gewünscht, ist dem SCR-Coach klar. Zu sehr hängen seinen Schützlingen die intensiven Einheiten der ersten Trainingstage in den Beinen. „Manch einem wird ab der 50. Minute der Dampf ausgehen.“ Insgesamt ist Kink mit dem Fitnesszustand seiner Mannschaft nach der langen Sommerpause jedoch zufrieden. Luft nach oben besteht dennoch. „Ein paar Kandidaten haben noch etwas nachzuholen.“ Nicht angesprochen dürfen sich Philipp Wachter und Uli Maurer fühlen. Ihnen bescheinigt der Trainer eine Top-Verfassung. „Die kommen daher wie Maschinen.“

Ebenfalls gut in Schuss präsentiert sich bislang Jannik Woidtke. Der Neuzugang aus Kassel überzeugte gegen den EHC München mit Ruhe an der Scheibe und dem Blick für den Nebenmann. Die Rolle als Anführer seiner jungen Mitspieler in der Defensive nimmt der 28-Jährige schon jetzt an. „Jannik ist eine absolute Bereicherung“, unterstreicht Kink. „Er wird uns viel Freude bereiten.“ Weiterhin offen ist die Frage nach der zweiten Kontingentstelle. Der SCR sucht noch immer nach einem zweiten Ausländer neben dem Schweden Victor Östling. Ein Kandidat war bis zuletzt dessen Landsmann Martin Naenfeldt. Der 23-Jährige zählte bereits vergangene Saison zum Team des SCR, fiel aber gegen Ende der Spielzeit mit einer schweren Gehirnerschütterung wochenlang aus. Mittlerweile hat sich Naenfeldt von seiner Verletzung erholt. Aus einer Rückkehr nach Garmisch-Partenkirchen wird vorerst jedoch nichts. Der Angreifer hat beim norwegischen Zweitligisten Ringerike unterschrieben. „Schade“, sagt Kink. „Aber wir werden eine andere Lösung finden.“

Sean Morgan fehlt verletzt

Zu früh kommt die Partie gegen Bad Tölz voraussichtlich für Sean Morgan. Der Mittenwalder, der vor der Saison aus Lindau zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist, hat bislang erst eine Einheit mit seinem neuen Team auf dem Eis absolviert. Er hatte zuletzt mit einer kleinen Verletzung im Rückenbereich zu kämpfen. „Wahrscheinlich lassen wir ihn in Tölz lieber noch draußen“, sagt Kink. Im Tor legt sich der Trainer der Werdenfelser auf Youngster Daniel Allavena fest. Beim Aufeinandertreffen mit München hütete der 19-Jährige ein Drittel lang den Kasten des DEL-Teams – und blieb dabei ohne Gegentreffer. „Er hat seine Sache ordentlich gemacht“, lobt Kink. In Bad Tölz kann er seinen nächsten Shutout anvisieren – diesmal jedoch im Trikot des SC Riessersee.

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