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Beste Freunde, geschiedene Leute: Toni Krinner (l.) und SCR-Manager Ralph Bader.

Mannschaft in "Stockstarre"

Toni Krinner schmeißt beim SC Riessersee hin

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Garmisch-Partenkirchen - Paukenschlag beim SC Riessersee: Trainer Toni Krinner hat mit sofortiger Wirkung seinen Job beendet. Mannschaft und Manager Ralph Bader sind geschockt.

Wann es passiert ist, dafür braucht es nicht allzu viel Phantasie. Es war der vergangene Sonntag, als das Verhältnis zwischen Ralph Bader, dem Manager des SC Riessersee, und Trainer Toni Krinner, seit zwei Jahren der Erfolgstrainer des DEL2-Clubs, zerbrach oder so nachhaltig gestört wurde, dass Krinner sich entschied, seinen Job Knall auf Fall zu beenden. Bader hatte am Sonntag nach dem Spiel in Landshut dem kanadischen Mittelkstürmer David Brine erklärt, dass sein Vertrag am heutigen Tag endet. „Ich muss die Finanzen im Blick haben“, begründet Bader seinen Entschluss. Krinner wollte den 29-Jährigen hingegen unter allen Umständen behalten, obwohl der als fünfter ausländischer Profi womöglich die meiste Zeit auf der Tribüne gesessen hätte. „Mit ihm wären wir viel flexibler gewesen.“

In Absprache mit Bader hatte er Brine am Donnerstag mitgeteilt, dass er bleiben könne – und dann dessen Alleingang.

„Ich musste diese Entscheidung akzeptieren, habe sie allerdings nicht mitgetragen“, sagt Krinner – und er zog die Konsequenz. „Ich habe einem Spieler etwas versprochen, das dann nicht eingehalten habe. Zudem wurde mir in meine sportliche Kompetenz hineingeredet.“ Toni Krinner, ein Mann mit vielen Prinzipien, fürchtete den Verlust seines Gesichts und seiner Glaubwürdigkeit. „So ein Trainer will ich nicht sein. Die Mannschaft muss sich zu 100 Prozent auf das verlassen können, was ich sage, und mir vertrauen.“

Die Männerfreunde Krinner und Bader, die stets als ein Herz und eine Seele in der Öffentlichkeit auftraten, und das auch nach wie vor behaupten zu sein, sind enttäuscht.

„Für uns ist das kein guter Tag. Wir befinden uns in einer Schockstarre“, sagt Kapitän Tim Regan, der mit Krinner schon beim EHC Wolfsburg zusammenarbeitete und große Stücke auf ihn hält, auf Nachfrage des Garmisch-Partenkirchner Tagblatt.

Am Mittwoch leitete Regan, im Besitz des B-Scheins, die beiden Trainingseinheiten, schaute sich den Freitag-Gegener Bietigheim Steelers auf DVD an und tüftelte an der Taktik.

Wer am Freitag im Heimspiel gegen Bietigheim und am Sonntag in Weißwasser für den SCR hinter der Bande stehen wird, ist fraglich. Ein Verantwortlicher in der DEL2 muss mindestens die A-Lizenz-Prüfung abgelegt haben. Angedacht ist, dass Geschäftsstellenleiter Paul Karl, der im Besitz dieses Papiers ist, einspringt, das Coaching allerdings der derzeit verletzte Mittelstürmer Mark Kosick übernimmt.

Für die Partie bei den Lausitzer Füchsen hofft Bader auf eine Ausnahmegenehmigung. „Darüber stehe ich mit der Liga in Verhandlungen.“ Parallel befindet er sich auf der Suche nach einem neuen Mann, der das Modell Krinner erfolgreich fortführt.

Eine Pause einlegen möchte Krinner. Er kann sich nicht vorstellen, in dieser Saison noch einmal aktiv zu werden. „Ich brauche erst einmal etwas Abstand.“

Peter Reinbold

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des Garmisch-Partenkirchner Tagblatt / Murnauer Tagblatt.

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