Einsatz fraglich: Bei SCR-Mittelstürmer Greg Collins ist die alte Verletzung wieder aufgebrochen. foto: sehr

Travnicek päppelt Körper und Geist auf

Garmisch-Partenkirchen - Trainer des SC Riessersee hat die Vorbereitung auf die Abstiegsrunde begonnen - mit Kraft- und Konditionseinheiten

von Peter Reinbold

Die Zukunft - vor allem seine persönliche - hat Zdenek Travnicek völlig ausgeblendet, auch die Vergangenheit interessiert ihn herzlich wenig. Der Trainer des SC Riessersee lebt im hier und jetzt - in der Gegenwart. „Unser oberstes Ziel ist der Klassenerhalt, dem wird alles untergeordnet. Für persönliche Dinge ist da kein Platz. Erst nach dem Ende der Saison schaue ich, was passiert. Der Nichtabstieg und das Team sind wichtiger als ich.“ Dasselbe gilt für die Spieler des Zweitligisten. Bislang hat keiner bei SCR-Manager Ralph Bader vorgesprochen, um mit ihm über seinen weiteren Lebensweg als Profi zu sprechen - ob beim SCR oder bei einem anderen Club. „Darüber würde ich auch mit niemand reden“, sagt Bader.

Seit klar ist, dass die Riesserseer die Playoffs verpasst haben und ab 16. März in der Abstiegsrunde antreten, hat Travnicek das Training umgestellt. Kraft- und Konditionseinheiten standen in dieser Woche im Mittelpunkt, auf und neben dem Eis. Und die haben Spuren hinterlassen - auch bei Tim Regan. Der Kapitän sieht müde aus. „Wir haben sehr hart gearbeitet. Das macht sich bemerkbar.“

Physisch legt Travnicek jetzt die Grundlagen für ein erfolgreiches Abschneiden in der Abstiegsrunde. Jetzt sollte ihm das nur noch psychisch gelingen. Er ist gefordert die Seele und den Geist seiner Schützlinge aufpäppeln. Bader weiß, wie das geht. „Die Mannschaft muss sich in den restlichen vier Partien der Punkterunde das nötige Selbstvertrauen holen. Und das geht nur über Tore und Erfolge.“ Nach vier Niederlage in Serie soll damit ausgerechnet heute gegen den ETC Crimmitschau begonnen werden, der zuletzt vier Sieg in Folge gefeiert hatte. „Auf eigenem Eis gegen Crimmitschau muss die Mannschaft an die zuletzt gezeigte Leistung gegen Rosenheim anknüpfen und zeigen, dass dieses Spiel kein Zufall war. Das Olympia-Eissportzentrum muss vor der Abstiegsrunde wieder eine Festung werden. Die Sachsen sollen spüren, dass es bei uns schwierig ist, Punkte zu holen. Vielleicht treffen wir ja bald wieder aufeinander“, meint Bader. „Wir werden fighten, als ginge es für uns noch um alles“, verspricht Travnicek. Das gebiete die sportliche Fairness. „Immerhin geht es für jene Mannschaften, die vor uns stehen, noch um etwas. Das würden wir in deren Situation auch verlangen.“

Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Den Platz von Andreas Feurecker, der am 1. März eine Ausbildung bei der Polizei begonnen hat, nimmt Matthias Mayr ein. Tim Katzer, der aus Peiting zurückbeordert wurde, könnte durchaus mehr sein als ein Lückenbüßer. „Ich habe mich über ihn informiert“, sagt Travnicek. „Er hat in Peiting viel gelernt.“ Verzichten muss er womöglich auf Greg Collins, dessen alte Verletzung in der Begegnung gegen die Landshut Cannibals am Sonntag wieder aufgebrochen ist. Collins pausierte bis gestern im Training. „Sein Einsatz wird sich erst kurz vor dem Spiel entscheiden.“

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