Spieler des SCR und aus Höchstadt im Klinch. Schiedsrichter gehen dazwischen.
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Turbulente Szenen: Die Spieler beider Mannschaften waren oftmals nicht zufrieden mit den Unparteiischen.

SC Riessersee verliert gegen den Höchstadter EC das Spiel und Platz vier

Vogelwilde Niederlage

  • vonPatrick Hilmes
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Der SC Riessersee und der Höchstadter EC haben sich eine turbulente Partie in der Eishockey Oberliga Süd geliefert, was auch an den Entscheidungen der Schiedsrichter lag. Am Ende verlor der SCR mit 3:4.

Garmisch-Partenkirchen – Tief durchatmen und erst mal runterkommen, Puls wieder senken. Das war die Devise nachdem die Schlusssirene die Eishockey-Partie der Oberliga Süd zwischen dem SC Riessersee und dem Höchstadter EC beendet hatte. Während dieses Spiels, das mit 3:4 aus SCR-Sicht endete, war der Puls nämlich teils am Anschlag. Das hatte mehrere Gründe. Zum einen die Brisanz dieses Duells, denn neben den drei Punkten ging es auch um Platz vier in der Tabelle und die entsprechend bessere Ausgangsposition für die Playoffs. Zum anderen hatte das Schiedsrichtergespann um Daniel Harrer für mächtig Diskussionen auf wie neben dem Eis gesorgt.

SCR verschläft wieder die Anfangsphase

Doch der Reihe nach. Das Spiel begann für die Gastgeber wie die beiden vorherigen: Sie verschliefen die Anfangsphase. Das 0:1 musste der SCR bereits nach 89 Sekunden schlucken. Goalie Daniel Allevena schaute links an seinem Verteidiger vorbei, rechts von ihm schlug der Puck ein. Wiederum mit einem starken Reflex verhinderte Allavena das 0:2 in der siebten Minute. Das fiel dafür wenig später viel zu einfach. Bullygewinn Höchstadt, Pass vors Tor, drin war die Scheibe. Offensiv lief beim SCR auch wenig zusammen. Auffällig: Diverse Male wurde der Puck im Angriff zurück an die blaue Linie gespielt, dort aber mangelhaft angenommen, sodass der Angriff abgeblasen werden musste. Zumindest eine starke Aktion folgte noch in Drittel eins. Ein Konter über Uli Maurer und Robin Soudek schloss Maurer mit dem Anschlusstreffer ab. Dennoch war das deutlich zu wenig vom SCR, um Platz vier zu verteidigen.

Das Strafzeitenkonto des SCR wächst und wächst

Coach Ron Chyzowski fand scheinbar die richtigen Worte in der Kabine, denn die Weiß-Blauen waren nun hellwach und direkt erfolgreich. Tom Horschel erzielte nach 15 Sekunden per Gewaltschuss den Ausgleich. Eetu-Ville Arkiomaa hätte direkt nachlegen können, doch es war nicht der Tag des Finnen, wie sich auch später noch herausstellen sollte. Anschließend fingen sich die Gäste wieder, und das Spiel schwappte hin und her. Mal war der SCR am Drücker, mal Höchstadt. Der Unterschied: Die Gäste nutzten ihre Chancen. In Überzahl erzielten sie das 3:2. Die Gastgeber waren derweil zu berechenbar, einzig die erste Offensivreihe mit Maurer, Arkiomaa und Soudek strahlte Gefahr aus. Und nach und nach häuften sich die Strafzeiten, oftmals zum Unmut des SCR. Dieser Unmut sprang auch auf die Ränge über. Ein Offizieller Riessersees wurde sogar des Stadions verwiesen. Maurer hatte dafür wenig Verständnis und fragte den Unparteiischen als er auf der Strafbank saß, was er denn machen würde, wenn 6000 Zuschauer da wären – natürlich in Maurer-Manier. Die Unzufriedenheit wuchs parallel zum Strafzeitenkonto des SCR, das am Ende bei ganzen 18 Minuten stand.

Arkiomaa vergibt Penalty kurz vor Schluss

Eishockey gespielt wurde auch noch. Nachdem Allavena die Scheibe aus der Hand fiel stand es 4:2 für die Gäste. Soudek verkürzte zwar noch auf 3:4 und der SCR drückte auf den Ausgleich, doch der sollte nicht fallen. Auch nicht per Penalty kurz vor Schluss: Arkiomaa vergab.

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