1. Startseite
  2. Sport
  3. Eishockey
  4. SC Riessersee

Vorerst letzte Heimpartie des SCR vor Zuschauern?

Erstellt:

Von: Patrick Hilmes

Kommentare

Leere Plätze im Olympia-Eissportzentrum.
Bleiben die Plätze im Olympia-Eissportzentrum bald wieder verwaist? So zumindest lautet der Plan von Ministerpräsident Markus Söder. Er spricht sich für ein Zuschauerverbot in Bayern aus. © ANDREAS MAYR

Auf der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag wurden wieder neue Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie getroffen. Auch für den SC Riessersee drohen wieder Geisterspiele.

Garmisch-Partenkirchen – Wer geimpft oder genesen und zugleich Anhänger des Eishockey-Oberligisten SC Riessersee ist, der sollte sich heute Abend ins Olympia-Eissportzentrum (OEZ) begeben, dort oder vorher einen Schnelltest machen und sich die Partie des SCR gegen den Höchstadter EC anschauen (20 Uhr). Denn es könnte fürs Erste die letzte Chance sein, die Weiß-Blauen live vor Ort zu erleben.

Markus Söder will Zuschauerverbot bei Kabinettssitzung vorschlagen

Auf der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag wurden wieder neue Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie getroffen. So gilt fortan bundesweit bei Sportveranstaltungen im Freien eine Zuschauerobergrenze von maximal 15 000, im Inneren von 5000. Doch das geht Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nicht weit genug. Bereits im Vorfeld hatte er Geisterspiele deutschlandweit gefordert. Nun bedauerte er, dass dies nicht in allen Bundesländern umgesetzt wird. Doch im Freistaat soll das Zuschauerverbot kommen. „Das wird mein Vorschlag bei der morgigen Kabinettssitzung sein“, verkündete Söder vor der Presse nach der Ministerpräsidentenkonferenz.

SCR-Geschäftsführer kritisiert die Politik

Dem Vernehmen nach soll das Zuschauerverbot, sofern dieser Vorschlag im Kabinett Anklang findet, bereits ab dem anstehenden Wochenende gelten. Zwar sprach Söder bisher immer von Fußballstadien, doch es dürften ebenso alle anderen Sportarten von der neuen Regelung betroffen sein, die bis zum Ende des Jahres gelten soll. Demnach könnte die heutige Partie des SCR vorerst die letzte vor Fans sein. Für den Geschäftsführer des Traditionsklubs ein Unding. „Erst ist es die Gastronomie, dann die Großveranstaltungen, nun der Handel. Als ob wir die Sündenböcke sind“, betont Pana Christakakis. Er sieht in ganz anderen Bereichen Missstände. „Man sollte lieber zusehen, genügend Impfstoff zu besorgen, mehr Krankenpfleger anzustellen und die auch entsprechend zu bezahlen. Das sind die Probleme. Nicht der Sport.“

Kein Fall einer Infektion im Olympia-Eissportzentrum bekannt

Christakakis ist bisher kein einziger Fall bekannt, in dem sich ein Zuschauer bei einem Heimspiel der Weiß-Blauen infiziert hat. Zumal ein strenges Hygienekonzept beim Besuch des OEZ angewendet wird, das in den vergangenen Wochen immer wieder den neuen Beschlüssen angepasst wurde. So gilt auch heute Abend beim Duell mit Höchstadt für die Fans die 2G-plus-Regelung, inklusive stetiger FFP2-Maskenpflicht sowie Abstand zu Personen aus anderen Haushalten. Für die Zuschauer bietet der SCR auch wieder Schnelltest direkt vor Ort an. Zwischen 17 Uhr und 19.45 Uhr kann man sich neben der Geschäftsstelle testen lassen.

Corona-Hilfen für den Profisport sollen verlängert werden

Sollten fortan wirklich alle Zuschauer aus den Stadien Bayerns ausgeschlossen werden, rücken die finanziellen Sorgen wieder in den Fokus der Vereine. Doch zumindest in diesem Punkt gibt es gute Nachrichten für die Klubs. Denn in der Pressemitteilung der Bundesregierung zur Ministerpräsidentenkonferenz heißt es, dass die Corona-Hilfen für den Profisport verlängert werden sollen. Diese wären zum 31. Dezember abgelaufen. Immerhin in diesem Punkt können die Vereine aufatmen.

Auch interessant

Kommentare