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Goldener Torschütze: SCR-Neuzugang Jannik Woidtke trifft beim EV Regensburg in der Verlängerung zum entscheidenden 4:3 für die Garmisch-Partenkirchner.

Woidtke mit dem Siegtor

Wieder Verlängerung: SCR gewinnt 4:3 in Regensburg

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Eng war‘s. Doch am Ende reichte es für den SC Riessersee. Beim 4:3 nach Verlängerung holen die Werdenfelser in Regensburg ihren dritten Saisonsieg.

Regensburg – Fünfeinhalb Stunden sind eine lange Zeit. Vor allem, wenn man diese in einem Bus verbringt. Aufgrund mehrerer Unfälle auf den bayerischen Autobahnen gestaltete sich die Anreise des SC Riessersee am Freitagnachmittag zum Auswärtsspiel in Regensburg zu einem kleinen Fiasko. „Ich hab’ gedacht, wir kommen gar nicht mehr an“, sagt SCR-Geschäftsführer Pana Christakakis. Kamen sie aber natürlich doch – nur eben reichlich spät, knapp eine Stunde vor Spielbeginn. Und mit offenbar schweren Beinen. Die Garmisch-Partenkirchner benötigten nämlich eine gewisse Zeit, um in die Oberliga-Partie beim EVR zu finden. Letztlich lief es jedoch glatt aus Sicht der Werdenfelser. Beim 4:3-Erfolg nach Verlängerung fuhren sie ihren dritten Saisonsieg ein und behaupten damit ihren zweiten Tabellenplatz.

Dass dieser zustandekommen würde – damit war bis wenige Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit nicht mehr zwingend zu rechnen. Riessersee hatte einen 2:1-Vorsprung innerhalb der abschließenden fünf Minuten des letzten Drittels verspielt. Regensburg führte nach einem Doppelschlag von Nikola Gajovsky, der an diesem Abend für alle drei Treffer der Oberpfälzer verantwortlich zeichnete, plötzlich 3:2. Doch zeigten die Garmisch-Partenkirchner, dass mit ihnen jederzeit zu rechnen ist. SCR-Coach George Kink nahm Goalie Daniel Fießinger vom Eis, setzte alles auf eine Karte. Mit Erfolg. Nach einem präzisen Zuspiel von Eetu-Ville Arkiomaa wuchtete Uli Maurer die Scheibe zum umjubelten Ausgleich an Heim-Torwart Peter Holmgren vorbei ins Netz. Nicht von ungefähr ging das 3:3 auf das Konto der beiden Angreifer. Sie zeigten eine starke Partie. „Überragender Auftritt von den beiden“, betont Kink.

Woidtke setzt die Sahnehaube

Die Sahnehaube auf die späte Aufholjagd des SCR setzte in der Verlängerung Jannik Woidtke. Nach einem Scheibengewinn spielte der Verteidiger einen Doppelpass mit Arkiomaa und bewies vor Holmgren seine Abgebrühtheit. Bombensicher vollstreckte er ins kurze Eck zum Sieg. Kinks Kommentar: „Schön, dass wir uns für den Kampf belohnt haben.“

In der Anfangsphase hatte sich der SCR noch etwas lethargisch präsentiert. Stichwort: lange Busreise. So gingen die Gastgeber verdientermaßen durch Gajovsky in Führung. Doch je länger die Begegnung dauerte, desto aktiver wurden die Weiß-Blauen. Zunächst staubte Luca Zitterbart gedankenschnell nach einem abgewehrten Schuss von Maurer ab, ehe Calder Brooks im zweiten Drittel seine Klasse aufblitzen ließ. Nach einem abermals präzisen Zuspiel von Arkiomaa lief er allein auf Holmgren zu, tanzte diesen aus und schob den Puck ins leere Tor. „Wunderbar gemacht“, lobt Christakakis. Dass die Führung nicht bis zum Schluss Bestand hatte – für Kink kein Beinbruch. „Da fehlt uns noch etwas die Erfahrung, um so etwas souverän runterzuspielen.“ Die zwei Punkte nimmt er gerne mit in die Heimat. „Wir haben gewusst, dass es hier richtig eng wird, wenn wir bestehen wollen.“ Und mit einem Sieg fällt die Rückreise sicher leichter.

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