Bundesliga fällt 2013/2014 aus

2. Liga ade: Riessersee startet in der Oberliga

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Garmisch-Partenkirchen - 2. Liga ade – Oberliga Süd, der SC Riessersee und der ESV Kaufbeuren kommen. In der Saison 2013/2014 treten beide Vereine im Oberligaspielbetrieb an.

Weil sich das Gros der Zweitligisten beharrlich weigert, in einer 2. Liga unter dem Dach des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) anzutreten und den Meldeschluss 7. Juni verstreichen ließ, hat sich der Verband in einer Präsidiumssitzung am Dienstagabend dazu entschlossen, Riessersee und Kaufbeuren in die Oberliga Süd einzugruppieren und die 2. Liga in der Saison 2013/14 ausfallen zu lassen. Über die Oberligaspielbetriebe werde in der kommenden Saison eine Qualifikationsrunde ausgespielt. Damit geht die neue 2. Bundesliga unter dem Dach des DEB ab der Saison 2014/2015 an den Start heißt es in einer Pressemittteilung. „Das war die einzige Möglichkeit“, sagt DEB-Präsident Uwe Harnos. Riessersee und der ESVK könnten ja nicht wie in der früheren DDR Dynamo Berlin und Dynamo Weißwasser den Zweitliga-Meister unter sich ausmachen.

Der Beschluss der Verbandsspitze um Harnos, den beiden Vizepräsidenten Manuel Hüttl und Erich Kühnhackl sowie von Generalsekretär Franz Reindl, der aus seinen Kroation-Urlaub telefonisch zugeschaltet war, hat für die Rebellen-Clubs EV Landshut, SC Bietigheim-Bissingen, Towerstars Ravensburg, Eispiraten Crimmitschau, Lausitzer Fuchse Weißwasser, Fischtown Pinguins Bremerhaven, Heilbronner Falken, Rote Teufel Bad Nauheim, Dresdner Eislöwen und Starbulls Rosenheim weitreichende Folgen. Sie werden nicht spielen können, sollten sie sich nicht doch noch eines Besseren besinnen. Wenn nicht, wird der DEB eine mögliche DEL II oder eine Spielklasse, oranisiert von der Eishockey-Spielbetriebs-Gesellschaft (ESBG), zur wilden Liga erklären. „Wir haben das Bundesinnenministerium, den Deutschen Olympischen Sportbund und die Internationalen Eishockey-Verband und dessen Mitglieder informiert“, erklärt Harnos. „Diese Clubs haben keine Anbindung an einen nationalen oder internationalen Verband.“

Und auch möglichen Klagen vor Gericht , wie sie die ESBG ankündigt, sieht er gelassen. „Wir haben uns abgesichert und bewerten die Erfolgsaussichten der Gegner auf unter 50 Prozent.“ Zwischen den Harnos-Sätzen lässt sich allerdings herauslesen, dass er immer noch hofft, dass in die verfahrene Situation Bewegung kommt. Und sie geben Raum zur Interpretation. Auf die Frage, ob die Tür gänzlich zu ist oder es eine Hintertür gibt, antwortete er: „Das Zeitfenster ist limitiert und es wird immer kleiner.“ Die anderen Clubs bräuchten Planungssicherheit. Es müssten Terminpläne erstellt werden, der Dauerkartenverkauf soll baldmöglichst anlaufen. „Die Vereine müssen Geld einnehmen.“

Die Entscheidung des DEB trägt die SC Riessersee Eishockey Vermarktungs GmbH mit. „Ich verstehe die Härte des DEB. Das ist der einzig richtige Weg. Nur beim DEB sind wir gut aufgehoben“, sagt SCR-Geschäftsführer Ralph Bader. „Damit bleibt der Eishockey-Standort Garmisch-Partenkirchen erhalten.“ Die Oberliga birgt allerdings auch für ihn Hindernisse. In der 3. Liga sind nur zwei ausländische Profis erlaubt. Mit Morten Lie (Dänemark), Bryan Hogan und Andy Bohmbach (beide USA) hat er allerdings bereits drei verpflichtet, mit zwei weiteren sollen die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss stehen. „Ich habe mich abgesichert“, erklärt Bader. „Die Verträge gelten nur für die 2. Liga.“

Peter Reinbold

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