Mann mit Offensivdrang: Sepp Staltmayr erzielte für den SC Riessersee als Verteidiger in der abgelaufenen Oberliga-Saison zehn Tore. foto: sehr

Der zweite Stützpfeiler

Garmisch-Partenkirchen - SC Riessersee verlängert Vertrag mit Verteidiger Josef Staltmayr - Auch Matthias Mayr darf bleiben

Die Zweitliga-Mannschaft des SC Riessersee nimmt Gestalt an. Mit der Weiterverpflichtung von Josef Staltmayr ist es SCR-Geschäftsführer Ralph Bader gelungen, neben Torhüter Hardi Wild einen weiteren Stützpfeiler einzuziehen, der der Mannschaft, die wahrscheinlich um den Klassenerhalt kämpfen wird, Stabilität verleihen wird.

Der 31-jährige Verteidiger war durch seine kompromisslose Abwehrarbeit und seine Schuss-Stärke entscheidend an der Oberliga-Meisterschaft und am Aufstieg beteiligt. Bader setzt auf Staltmayr und sieht bei ihm Potenzial nach oben. „Dass er so einschlägt, habe ich erwartet. Er wird in Zukunft allerdings noch mehr Führungsqualitäten zeigen müssen.“ Vor allem, weil mit Sepp Lehner und Andreas Raubal - der Defensivkünstler wird seine Karriere wohl beenden und eine andere Aufgabe im Dunstkreis der Mannschaft übernehmen - zwei Persönlichkeiten nicht mehr zur Verfügung stehen. Deren Aufgaben will der Peißenberger „gerne übernehmen“.

Die 2. Liga ist für Staltmayr kein Neuland. Mit Wolfsburg und den Hannover Indians sammelte er dort drei Jahre Erfahrung. Qualität hat seinen Preis. Staltmayrs Bezüge besserte Bader „leicht auf. Wir waren uns schnell einig. Ich habe ihm gesagt, was ich zahlen kann, er hat angenommen“. Und er zeigt eine profihafte Einstellung. Bereits zwei Wochen nach Ende der Oberliga-Saison stieg er ins Sommertraining ein. „In meinem Alter muss ich etwas mehr tun“, kokettiert er.

Seit Wochen für sein Debüt in der 2. Liga schindet sich auch Matthias Mayr. Der 22-Jährige, der von ganz unten kam, aus der 1b-Mannschaft des SC Riessersee, und sich einen Platz in der Oberligamannschaft erkämpfte, wird auch den Weg nach fast ganz oben mitgehen. Bader band Mayr an den SCR. „Er hat es sich verdient“, sagt er. Zahlreiche Einsatzzeiten während der Saison kann er ihm freilich nicht garantieren. „Er wird Verteidiger Nummer sieben oder acht sein.“

In den Testspielen wird Mayr sicherlich seine Chance bekommen. Den Abschluss der Vorbereitung bildet am 18. September die erste Runde des DEB-Pokals, in dem der SCR auf die Frankfurter Löwen trifft. Nicht der Wunschgegner der Garmisch-Partenkirchner und auch finanziell ein Zuschussgeschäft. „Ich hatte mir ein Heimspiel gewünscht“, sagt Bader. Zu verdienen gibt’s von den 22 000 Euro Preisgeld, das der Deutsche Eishockey-Bund ausschüttet, erst ab der Vorschlussrunde. Der Cupgewinner erhält 12 000 Euro, der unterlegene Finalist 6000 Euro, die ausgeschiedenen Halbfinalisten je 2000 Euro. Das Preisgeld speist sich aus den 1500 Euro Startgebühr, die jeder der 32 Vereine entrichten musste.

Peter Reinbold

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