Eishockey - Landesliga

Black Bears Freising brauchen ein Wunder

Ohne ein ordentliches Wunder war es das für die Black Bears Freising wohl mit der oberen Tabellenhälfte der Landesliga. Nach einer ansprechenden Leistung unterlagen sie dem Spitzenreiter ESC Haßfurt mit 1:4. Bis zehn Minuten vor Schluss war es ein Duell auf Augenhöhe.

Freising – Bei Freising stand nach langer Verletzungspause wieder Johannes Sedlmeier im Tor. Er machte ein gutes Spiel und hielt, was möglich war. Die Black Bears waren gewarnt, denn das Hinspiel hatten die Hawks mit 13:2 gewonnen. So war es am Anfang ein vorsichtiges Abtasten: Haßfurt hatte die besseren Techniker, doch die Freisinger fighteten und wollten unbedingt gewinnen. Torchancen gab es für beide Teams drei Stück, die alle von den Goalies vereitelt wurden. In der neunten Minute dann eine ganz schnelle Kombination der Hawks, und Jakub Sramek versenkte den Puck mit einem Schlagschuss im oberen Kreuzeck, unhaltbar für Sedlmeier. Doch nur fünf Minuten später konnten die Bears eine Überzahlsituation verwerten: Manuel Kühnl legte für André Oesterreich auf, und der netzte cool ein.

Der zweite Durchgang plätscherte so vor sich hin – die beiden Mannschaften neutralisierten sich komplett. Im Schlussdrittel musste dann zunächst Kühnl, der Dreh- und Angelpunkt bei allen gefährlichen Angriffen der Bären, auf die Strafbank. Schon standen bei den Haßfurtern nur noch Ostereuropäer auf dem Eis, die ein tolles Powerplay aufzogen. Letztlich vollstreckte Jan Trübenekr zum 2:1, nachdem die Freisinger Abwehr beinahe schwindlig gespielt worden war.

Die Hausherren wollten dagegenhalten und erarbeiteten sich einige Tormöglichkeiten, doch Haßfurt wurde immer stärker. Eine klare Fehlentscheidung der Unparteiischen machte dann die letzte große Ausgleichschance der Freisinger zunichte – das war wohl der moralische Knackpunkt. Martin Dürr erhielt die Scheibe noch gut einen Meter im Mitteldrittel und eilte alleine aufs Tor zu, wurde aber wegen angeblichem Abseits zurückpfiffen. Nach seinem berechtigten Meckern musste er auch noch auf die Strafbank. Kurz danach folgte ihm Pavel Hanke – so konnte man das Match natürlich nicht mehr drehen. Der ESC legte noch zwei Treffer nach – das war’s.

„Wir haben einfach zu viele Spiele, die wir schon sicher im Sack hatten, noch verloren. Mit dem 1:4 gegen dieses starke Team bin ich zufrieden. Jetzt müsste aber schon ein Wunder geschehen, dass wir noch Rang fünf erreichen können“, sagte Coach Markus Knallinger. Aktuell ist Freising Vierter. Doch Moosburg, Vilshofen und Waldkirchen haben vier Spiele weniger.  

br

SE Freising – ESC Haßfurt 1:4 (1:1, 0:0, 0:3)

Tore: 0:1 (9.) Sramek (Trübenekr, Hora), 1:1 (14.) Oesterreich (Kühnl), 1:2 (42.) Trübenekr (Sramek, Hora), 1:3 (56.) Babkovic (Sramek), 1:4 (58.) Sramek (Babkovic, Trübenekr).

Strafminuten: 10/10.

Zuschauer: 162.

Rubriklistenbild: © Black Bears

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