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In der Defensive befinden sich die Black Bears nicht erst seit der Heimniederlage gegen Bayreuth. Der Abstand zum rettenden Ufer ist am Freitag wieder gewachsen.

Eishockey 

Frustration statt Befreiungsschlag

Nach der neuerlichen Heimpleite droht den Black Bears der Abstieg aus der Landesliga. 

Freising – Es hätte der nächste Befreiungsschlag des Freisinger Eishockey-Landesligisten werden sollen. Nach 60 Minuten gegen den Tabellenführer der Landesliga-Abstiegsrunde aus Bayreuth stand jedoch eine ernüchternde 2:5-Niederlage für die Black Bears und die Gewissheit, dass nun aus fünf verbleibenden Spielen unbedingt fünf Siege her müssen.

Dabei hatten die Gastgeber am Freitagabend 30 Minuten lang gut mit gehalten, bevor sie gekonnt ausgeknockt wurden. Trainer Gregor Tomasik sah zwei Hauptgründe für die Niederlage. „Wir haben zweimal unsere Führung viel zu schnell und zu einfach wieder aus der Hand gegeben und dazu im zweiten Drittel zu viele Strafen und Disziplinarstrafen kassiert.“

Der erste Durchgang war noch nach Plan verlaufen. Zwar kaum Höhepunkte, aber es stand noch 0:0. Die Black Bears mussten sich sogar den Vorwurf gefallen lassen, aus zwei Überzahlspielen nichts Zählbares zuwege gebracht zu haben. Ab dem zweiten Drittel sammelten dann auch die Domstädter Strafzeiten. Erstmal ohne Folgen. Im Gegenteil, in der 25. Minute, als der Freisinger Sami Hamza grade in der Kühlbox saß, nutzte Kollege Nolan Regan ein schlampiges Abspiel des Gegners, um in Unterzahl den Führungstreffer zu erzielen. Der Jubel währte nur kurz, denn noch bevor die Hausherren wieder den fünften Mann auf dem Eis hatten, erzielte Florian Müller den Ausgleich für die Tigers. Im selben Rhythmus ging es nach einer Boxeinlage von Freisings Pavel Hanke mit Christopher Maier (28. Min, beide 2+2+10) weiter. Die Domstädter markierten in der 31. Minute in Überzahl die 2:1-Führung durch Christian Mitternacht. Nur elf Sekunden später hatte Bayreuths Pajk mitten in die Feierlaune der Bears schon wieder den Ausgleich erzielt. Pavel Hanke saß beim Tabellenschlusslicht immer noch seine zehn Minuten ab, da gesellte sich Manuel Kühnl mit einer weiteren Disziplinarstrafe dazu. Das tat den Gastgebern nun richtig weh. Denn während die Bears kaum mehr zu Chancen kamen liefen die Kombinationen beim Tabellenführer nun flüssig. Logische Folge: die 4:2-Führung für Bayreuth durch einen Doppelschlag von Geigenmüller (37.) und Trolda (38.). Wer gedacht hatte, Freising könnte im Schlussdrittel die Partie drehen, wurde bereits in der 43. Minute enttäuscht, als Pleger auf 5:2 für die Oberfranken erhöhte. In der Folge kam von den Bears kaum noch erwähnenswertes. Lediglich Ersatzkeeper Johannes Sedlmeier, der in der 49. Minute für Hanisch ins Spiel kam, konnte mit einigen tollen Paraden glänzen.

Da Hauptkonkurrent Pegnitz sein Heimspiel gewann, ist der Abstand zum rettenden Ufer gewachsen.

SE Freising – Bayreuth II 2:5 (0:0, 2:4, 0:1).

Tore: 1:0 (24:02) Regan, 1:1 (25:28) F. Müller (Pajk), 2:1 (30:35) Mitternacht (Weinzierl), 2:2 (30:56) Pajk (Geigenmüller), 2:3 (36:03) Geigenmüller, 2:4 (37:39) Trolda (Zimmer), 2:5 (42:59) N. Pleger (C. Maier). Strafminuten: 12+20/20+10. Zuschauer: 180

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