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Fast 30 Minuten lang super mitgehalten haben 2:1-Torschütze Michael Seemüller (M.) und die Freisinger Puckjäger gegen Waldkirchen. Doch dann drehten die Gäste auf.

Eishockey - Abstiegsrunde

Black Bears Freising geben 3:1-Vorsprung aus der Hand

Zweites Spiel, zweite Niederlage: Die Eishackler der Black Bears Freising stehen in der Landesliga-Abstiegsrunde früh mit dem Rücken zur Wand.

Freising – Sie haben wieder das Spiel aus der Hand gegeben: Die Black Bears Freising unterlagen am Freitag in der heimischen Weihenstephan Arena dem favorisierten ESV Waldkirchen mit 4:9 und kassierten somit in der zweiten Abstiegsrunden-Partie bereits die zweite Niederlage.

Die mit etlichen Kontingentspielern verstärkten Gäste aus dem Bayerischen Wald begannen standesgemäß. Ausgerechnet Robert Vavroch, der in der Hinrunde noch für den SEF aufgelaufen war, erzielte in der siebten Minute das 1:0 für den ESV. Doch die Bears zeigten im ersten Drittel bärenstarkes Landesliga-Eishockey und gingen mit einem Doppelschlag in der 15. Minute sogar in Führung: Zuerst bediente Anton Münzhuber Torjäger Christian Birk, dann legte Alexander Schardt für Michael Seemüller auf. Vor 95 Zuschauern, darunter viele Gästefans, ging die Heimmannschaft verdient mit einer 2:1-Vorsprung in die erste Drittelpause.

Nolan Regan erzielt sein erstes Tor für die Black Bears Freising

Gleich nach dem Wiederanpfiff kam es noch besser: Der junge Kanadier Nolan Regan erzielte auf Zuspiel von André Oesterreich seinen ersten Treffer für die Freisinger. Überhaupt war Regan ein belebendes Element im Angriff der Bears: Agil und behände auf den Schlittschuhen, sorgte er für viel Unruhe. Allein vor dem Tor fehlte die Abgezocktheit. So hätte er durchaus mehr aus zwei Eins-gegen-Eins-Situationen gegen den gegnerischen Goalie machen können. 

Fatal wirkte sich der vergebene Penalty in der 29. Minute aus: Statt auf 4:2 davonzuziehen, die Gäste hatten durch Jan Bojer verkürzt, war dies der Auftakt zu einem wahren Sturmlauf der Karoli Crocodiles: Bis zur 37. Minute stellten sie auf 6:3. Dabei folgten die Treffer eigentlich immer dem gleichen Muster: Vorne vergab Freising beste Chancen, weil die Stürmer nicht bissig genug waren, und bei den schnellen Gegenstößen war die Abwehr (ohne Stammkraft Christian Mitternacht) überfordert. Entnervt übergab Goalie Manuel Hanisch in der zweiten Drittelpause an seinen Kollegen Johannes Sedlmeier.

Bears-Trainer Markus Knallinger enttäuscht

In der 42. Minute erzielte David Vokaty das 7:3. Freising hatte damit das Match verloren, der Rest ist Statistik. Kapitän Bernhard Weinzierl erzielte in Überzahl noch einen Treffer für Freising (49./Assist von Neuzugang Dario Braun), und in den letzten zwei Minuten war Vladimir Skoda noch gierig genug, sich zweimal in die Torjägerliste einzutragen.

Bears-Trainer Markus Knallinger war nach der Partie natürlich enttäuscht: Man habe fast 30 Minuten mehr als gut mitgehalten und hätte durchaus höher führen können. Allerdings haben sich seine Eishackler dann das Spiel binnen zehn Minuten aus der Hand nehmen lassen.

Alfons Neumair

SE Freising – ESV Waldkirchen 4:9 (2:1, 1:5, 1:3)

Torschützen: Vavroch (2), Skoda (2), Bojer, Kremhelmer, Kotaska, Pichler und Vokaty für Waldkirchen; Birk, Seemüller, Regan und Weinzierl für Freising.

Strafzeiten: jeweils 4 Minuten.

Zuschauer: 95.

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