+
Jetzt zählt’s: Manuel Kühnl (l.) und Co. müssen in Bad Aibling gewinnen – ohne Wenn und Aber.

Eishockey - Landesliga

Black Bears Freising hoffen auf Patzer der Konkurrenz

Drei Partien haben die Eishackler der Black Bears Freising in der Landesliga noch in ihrem Terminplan stehen, dann ist die Vorrunde beendet. Und alle drei Spiele finden in fremden Eishallen statt. Der nächste Gegner sind am Sonntag die Aibdogs aus Bad Aibling, im Hinspiel behielt Freising mit 5:4 die Oberhand.

Freising – Mit aktuell 26 Zählern aus 17 Matches steht die Truppe von Coach Markus Knallinger auf dem vierten Rang der Tabelle. Die Mannschaften hinter Freising – Moosburg, Vilshofen und Waldkirchen – haben jedoch vier Partien weniger. „Wenn die sich gegenseitig Punkte abnehmen, könnte es vielleicht noch mit Platz fünf klappen. Wenn es aber dumm läuft, gewinnen wir zwar noch zwei oder drei Mal und stehen am Ende der Vorrunde doch nur auf Rang sieben“, ist Trainer Knallinger realistisch. Ihn ärgern nicht die Niederlagen gegen Tabellenführer Haßfurt – „die sind gespickt mit ausländischen Kontingentspielern, die sind gerade in Überzahlsituationen unglaublich stark. Wie sie das bezahlen, ist mir ein Rätsel.“ Ihm stoßen vor allem die beiden Matches gegen Vilshofen sauer auf: „Die hätten wir niemals verlieren dürfen, und dann stünden wir gut da.“

Insgesamt bemängelt Knallinger, dass sich die Bayern- und die Oberliga zwar auf maximal zwei Ausländer je Team einigen konnten: „Aber bei uns in der fünften Liga darf jeder machen, was er will. Dabei sind doch gerade die unteren Ligen dafür da, den eigenen Nachwuchs spielen zu lassen und nicht aus Osteuropa Leute zu holen.“ Knallinger ist aber so selbstkritisch, dass er weiß, dass es auch an seinen Jungs lag. Mit 62 erzielten Toren steht man in dieser Kategorie zwar auf Platz fünf – mit kassierten 69 Treffern aber nur auf Rang acht. „Wir müssen für unsere Siege viel zu viele Tore schießen, weil wir so viele bekommen. Außerdem ist unser Überzahlspiel nicht wirklich gut“, bedauert Knallinger.

Für das Match in Bad Aibling steht nun der bis dato treffsicherste Stürmer Martin Dürr (krank) nicht zur Verfügung. Wieder einmal muss der Trainer also die Reihen umstellen, auch mit ein Grund für die mangelnde Konstanz des Teams. „Wir hatten ja bisher zum Glück wenig Verletzungen – aber so viele kranke Spieler, das ist echt nicht normal“, sagt Knallinger. Bei den Aibdogs setzt er wie immer auf Sieg, das Hinspiel gewannen die Bears mit 5:4. Damals lagen sie zur Hälfte mit 0:2 zurück, erst eine Energieleistung im Schlussdrittel ermöglichte den Erfolg. Zweifacher Torschütze Mitte Oktober in Freising war Christian Birk, der nach einer krankheitsbedingten Pause am Sonntag in den Kader zurückkehrt.

 „Wir brauchen nicht herumzurechnen, was wäre, wenn die anderen so oder so spielen“, sagt Knallinger. „Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand. Aber ich will jedes Spiel gewinnen, also auch in Bad Aibling. Und meine Jungs natürlich ebenfalls.“  

br

Auch interessant

Kommentare