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Trainer Michael Schneidawind hatte sich den Auftakt in der Landesliga völlig anders vorgestellt.

Eishockey - Landesliga

Black Bears Freising verteilen fleißig Geschenke

Fehlstart für die Freisinger Landesliga-Eishackler in Selb: Das personell arg gebeutelte Team von Trainer Michael Schneidawind hat eine 0:5-Klatsche kassiert.

Selb/Freising – Fehlstart für die Freisinger Landesliga-Eishackler in Selb: Das personell arg gebeutelte Team von Trainer Michael Schneidawind hat am Freitag eine empfindliche 0:5-Klatsche kassiert.

Das Problem dabei war weniger die Höhe der Niederlage als vielmehr das Zustandekommen. „Das erste Drittel war sehr gut“, fand der Freisinger Coach. „Wir haben genau das gemacht, was wir uns für die Partie vorgenommen hatten. Wir hatten einige Torchancen und haben wenig zugelassen, es lief eigentlich optimal. Und da wollten wir im zweiten Durchgang natürlich weitermachen.“

Das schafften die Bären allerdings nicht. Vielmehr hielt der Schlendrian Einzug, und es wurden höflich Geschenke an die Gastgeber verteilt. Wie beim Selber 1:0 (21.), als die Gäste aus der Domstadt den Puck im eigenen Drittel vertändelten. Die Folge: Fabian Bauer brauchte nur noch zu Kevin Tausend querzulegen – und dieser hatte keine Mühe, die Führung zu erzielen. Fast identisch das zweite Freisinger Gegentor: Wieder brachten die Black Bears in Scheibenbesitz den Puck nicht aus der eigenen Zone, Wölfe-Stürmer Eric Neumann sagte Danke und erhöhte auf 2:0 (25.). „Wir haben es in dieser Phase einige Minuten komplizierter gemacht, als es hätte sein müssen, und sind dadurch in Rückstand geraten“, analysierte Coach Schneidawind nach der Begegnung.

Black Bears Freising in der Offensive zu harmlos

Seine Black Bears versuchten zwar mit Macht, sich gegen die Niederlage zu stemmen, hatten auch zwei, drei gute Chancen und feuerten mehrere Schüsse auf das Selber Tor ab. Doch dort fanden sie entweder in Selb-Keeper Radek Uhrin ihren Meister oder zielten zu ungenau. Insgesamt agierten die Domstädtern auch am Freitag in der Offensive zu harmlos. Ende des zweiten Abschnitts sorgte dann der überragende Kevin Tausend mit einem Doppelschlag (38./40.) für die Entscheidung zugunsten des VER Selb 1b.

Pavel Hanke bis auf Weiteres nicht mehr im Kader

Im Schlussdrittel setzte Ricco Warkus bei einer 5:3-Überzahl das 5:0 für die Gastgeber (52.) drauf – und der Freisinger Matthias Hofbauer musste kurz darauf vorzeitig vom Eis (53.). Wegen Stockstichs kassierte er eine „5+Spieldauerdisziplinarstrafe“. Das verschärft die Personalsituation bei den Bears weiter. Fehlten doch am Freitag mit Kurnosow, Semmler, Bauer, Rentsch, Birk und Schünemann bereits sechs Akteure wegen gesundheitlicher Probleme. Bis auf Weiteres nicht mehr im Kader dabei ist auch Pavel Hanke (persönliche Gründe). Keine guten Nachrichten also für Trainer Schneidawind, der jedoch positiv bleibt: „Wir müssen unser Spiel einfacher halten, die Null muss noch länger stehen. Und dann müssen wir vorne mit aller Macht ein, zwei Tore machen.“

Josef Fuchs

VER Selb 1b – SE Freising 5:0 (0:0, 4:0, 1:0)

Tore: 1:0 (20:43) Tausend (F. Bauer), 2:0 (24:52) E. Neumann, 3:0 (37:29) Tausend (Warkus), 4:0 (39:29) Tausend (Warkus), 5:0 (51:43) Warkus (Tausend).

Strafminuten: 10 / 13+20.

Zuschauer: 90.

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