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Jetzt geht’s ums Ganze: Für André Oesterreich (r.) und die Black Bears Freising zählen nur noch Siege.

Eishockey - Abstiegsrunde

Black Bears Freising zum Punkten verdammt

Für die Eishackler der Black Bears Freising stehen zwei richtungsweisende Heimspiele auf dem Programm. Helfen könnte ein Neuzugang - ein Erdinger Urgestein.

Freising – Es ist ein vorentscheidendes Wochenende für die Eishackler der Black Bears Freising: Sie müssen im Kampf gegen den Abstieg aus der Landesliga endlich punkten. Dazu haben sie gleich zwei Mal in der Weihenstephan Arena die Gelegenheit: Am Freitagabend geht es zunächst um 20.15 Uhr gegen den Mitkonkurrenten TSV Trostberg und dann am Sonntag um 18 Uhr gegen den ESC Vilshofen.

Florian Mitterneder verstärkt den Bears-Sturm

Beide Gegner sind nicht unschlagbar. Aber nach den beiden knappen Niederlagen zuletzt in Pegnitz und Bayreuth stehen die bislang sieglosen Black Bears in der Abstiegsrunde bereits arg unter Zugzwang und müssen die Nerven bewahren. Vielleicht hilft dabei Neuzugang Florian Mitterneder: Der 33-Jährige – ein Erdinger Urgestein – hatte seine Karriere nach dem Bayernliga-Aufstieg der Gladiators eigentlich schon beendet. Nun wird er für die Freisinger seine Schlittschuhe noch einmal schnüren und den Sturm verstärken. Denn dort sind wegen der Ausfälle von Alexander Schardt und Michael Mühlbauer sowie vor allem angesichts der langwierigen Verletzungen von Kevin Rentsch und Alexander Braun derzeit etliche Stellen vakant.

Für dem freitäglichen Gegner aus Trostberg verläuft die Saison auch nicht rund: Die Vorrunde wurde als Letzter beendet, allerdings gewannen die Chiefs den Auftakt in der Abstiegsrunde mit 2:0 gegen Freising. Das war es bisher allerdings mit den Erfolgserlebnissen. Zuletzt verloren sie in einem ruppigen und von zahlreichen Strafzeiten geprägten Spiel mit 4:7 gegen Waldkirchen und zudem ihren offensivstärksten Verteidiger nach einer Tätlichkeit gegen einen Schiedsrichter.

Vilshofen hat bisher überrascht

Ganz anders schaut es aktuell beim ESC Vilshofen aus, der am Sonntag zu Gast ist. Die Wölfe grüßen mit vier Siegen aus fünf Spielen von der Tabellenspitze. Das ist schon etwas überraschend, denn in der Vorrunde hatte es nur für insgesamt sechs Siege (einer mehr als die Black Bears) gereicht. Die Niederbayern sind für die Bären ein altbekannter Gegner – man stand sich in unzähligen Begegnungen und meist auf Augenhöhe gegenüber. In der Hauptrunde gewann Freising daheim mit 5:1, auswärts gab es aber mit 2:6 eine ebenso klare Niederlage. Zuletzt gelang den Wölfen gegen den VER Selb 1 b ein hart erarbeiteter, aber wichtiger 4:1-Erfolg.

„Chancen werden sich auftun, wir müssen sie dann auch clever nutzen“

Derartige Arbeitssiege sollten die Freisinger Puckjäger jetzt auch mal einfahren. Für sie gilt es, diszipliniert den eigenen Spielplan zu verfolgen und von der Strafbank fernzubleiben. Hier ist Trainer Markus Knallinger allerdings zuversichtlich, seine Mannen haben sich diesbezüglich in Pegnitz und Bayreuth von ihrer besten Seite gezeigt und sind bei allem kämpferischen Einsatz sehr fair geblieben. Somit ist der Coach insgesamt guter Dinge, was die beiden Partien anbelangt. Nur vorne muss man halt endlich mehr Tore erzielen als der Gegner: „Chancen werden sich sicherlich auftun, wir müssen sie dann auch clever nutzen“, betont Knallinger. Dabei hofft er auch auf Florian Mitterneder, der im Training einen guten Eindruck hinterließ.

Alfons Neumair

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