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Und das ist das 1:0 für Freising: Sebastian Kröger brachte die Black Bears früh in Führung.

5:4-Overtime-Sieg gegen Pfaffenhofen

Black Bears gelingt die Derby-Revanche

Da strahlten die Verantwortlichen und Spieler der Black Bears um die Wette, während im Hintergrund die Freisinger Fans lautstark den 5:4-Overtime-Sieg gegen Pfaffenhofen feierten. Mit einer tollen Energieleistung revanchierten sich die Gastgeber damit für die Hinspielniederlage vor zwei Wochen.

Freising Die fast 300 Fans in der Weihenstephan-Arena sahen ein rasantes und faires Landesliga-Spiel mit viel Spannung – und zwei gleichwertigen Teams: die IceHogs mit den besseren Einzelspielern, die Freisinger – wo Coach Markus Knallinger wieder aus dem Vollen schöpfen konnte – mit ungeheurem Einsatz. „Nach drei Niederlagen war dieser Sieg gut für unsere Psyche! Meine Jungs sehen, dass sie mit vollem Einsatz mithalten können“, sagte der stolze Coach Knallinger nach dem Lokalduell.

Vom ersten Bully an sah man, dass beide Teams Tore schießen wollten. Da gab es kein Abtasten oder Abwarten. Manuel Kühnl machte den Anfang mit einem Strich, doch IceHogs-Torwart Philipp Hähl hatte einen ebenso starken Abend wie sein Gegenüber im Freisinger Kasten, Marco Krojer. In der 4. Minute versenkte Sebastian Kröger nach einer Kombination über Christian Birk und Pavel Hanke die Scheibe zum 1:0. Freising wollte mehr, Pfaffenhofen den Ausgleich, so ergaben sich viele Chancen vor beiden Toren – allerdings mit deutlichem Übergewicht für die Hausherren. Als ein Bear in der Kühlbox saß, schlugen die IceHogs durch Duprey zum ersten Mal zu, zwei Minuten später nach einer blitzschnellen Kombination zum 1:2 durch Thiebing.

Im zweiten Drittel änderte sich wenig: Freising stand mehrfach kurz vor dem Ausgleich, Pfaffenhofen scheiterte immer wieder an Krojer. Dann dezimierten sich die Hausherren erneut selbst – auch diese Überzahl nutzten die IceHogs per Powerplay eiskalt zum 1:3 durch Fardoe. Doch der SEF bewies Moral und ließ den Kopf nicht hängen: In der 29. Minute passte Kröger aus dem eigenen Drittel auf den Bears-Vorbereiter Kühnl; der schaute kurz auf und spielte die Scheibe exakt in den Lauf von Dürr – nur noch 2:3. Zwei Minuten später dann der verdiente Ausgleich. Johannes Weyer bediente Kühnl, und der setzte Christian Birk in Szene. Jetzt gaben die IceHogs wieder mehr Gas, und das Geschehen verlagerte sich stärker vor das Freisinger Tor. In der 35. Minute folgerichtig das 3:4 durch Duprey.

Im Schlussdrittel vereitelte Krojer zunächst das fünfte Tor gegen Endress. Im Gegenzug dann der Ausgleich durch Pavel Hanke. Beide Mannschaften wollten jetzt den Sieg, Chancen dafür gab es zuhauf, doch die Abwehrreihen standen sicher. Als die Freisinger auch eine zweiminütige Unterzahl schadlos überstanden, ging es in die Verlängerung.

Beim Spiel mit nur noch je drei Feldspielern ist viel Platz. Entscheidend sind daher oft die größeren Kraftreserven – und die hatten die Freisinger Black Bears: Zunächst scheiterte Felix Kammermeier noch, kurz danach machte es Kevin Rentsch besser und versenkte die Scheibe zum 5:4-Sieg. Bert Brosch

Freising – Pfaffenhofen 5:4 n.V. (1:2, 2:2, 1:0, 1:0)

Tore: 1:0 (4.) Kröger (Hanke, Birk), 1:1 (10.) Duprey (Fardoe), 1:2 (12.) Thiebing (Gebhardt), 1:3 (27.) Fardoe (Endress, Duprey), 2:3 (29.) Dürr (Kühnl, Kröger), 3:3 (31.) Birk (Kühnl, Weyer), 3:4 (35.) Duprey (Fardoe, Felsöci), 4:4 (44.) Hanke (Oesterreich), 5:4 (63.) Rentsch.

Strafminuten: 12/24.

Zuschauer: 280.

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