Ehemaliger UEFA-Präsident Michel Platini festgenommen

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Und ab geht die Post: André Oe sterreich war an drei der fünf Freisinger Treffer gegen Dingolfing beteiligt – einmal als Torschütze und zweimal als Vorlagengeber für seinen Sturmpartner Martin Dürr.

Eishockey - Landesliga

Sensationelles Schlussdrittel hält Black-Bears-Hoffnungen aufrecht

Zwei Drittel spielten die Black Bears aus Freising und die Isar Rats aus Dingolfing am Freitag, als ob es ein Vorbereitungsspiel ohne Bedeutung wäre – und nicht, als ob es für beide in der Landesliga um viel geht, nämlich um das Vermeiden der Abstiegsrunde. Erst im Schlussabschnitt wachten die Hausherren auf, spielten eines der besten Drittel in dieser Saison und siegten mit 5:2.

Freising – Im ersten Durchgang passierte wenig: keine Fouls, keine Strafzeiten, keine Checks und so gut wie keine Chancen. Und wenn, dann hatten sie meist die Isar Rats – die Bären spielten wie in Trance. Dominik Schulz und André Oesterreich fuhren zwei Mal alleine auf das Dingolfinger Tor zu, scheiterten aber. Auf der Gegenseite rettete Manuel Hanisch mehrfach bravourös in höchster Not. Dann das 1:0 wie aus heiterem Himmel: Zehn Meter vor dem Kasten zog Manuel Kühnl ab – und die Scheibe war drin (13.).

Im Mitteldrittel wurde es deutlich ruppiger mit vielen Fouls und einigen Strafbankzeiten, doch ansonsten war es ein schwaches Spiel auf Bezirksliga-Niveau. Echte Torchancen gab es keine. Das änderte sich allerdings in den letzten 20 Spielminuten: Bären-Betreuer Lorenz Häuslmeir musste irgendein Wunderpülverchen in den Tee gemischt haben – denn plötzlich spielten die Freisinger einfach stark. Vor allem die Parade-Sturmreihe Dürr/Oesterreich/Kühnl zeigte seine Klasse. Das ganze Team bot plötzlich tolle Kombinationen, starke Pässe in den freien Raum, Schüsse von der blauen Linie, feine Technik-Tricks und ein körperbetontes Eishockey – alles, was die Fans 40 Minuten so bitter vermisst hatten, bekamen sie jetzt zu sehen. Das 2:0 in der 44. Minute fiel nach einem Angriff wie aus dem Lehrbuch: Armin Dünzl eroberte sich die Scheibe im eigenen Drittel und passte zu Kühnl. Der schaute kurz auf und legte sie Martin Dürr in den Lauf, der ließ zwei Verteidiger stehen und schob zurück auf Oesterreich. Tor! Einfach schön! Auch die Dingolfinger zeigten ihr Können und hielten lange mit. Folgerichtig kamen sie in der 47. Minute zum 1:2.

Doch die Freisinger hatten das Match im Griff. Sie überstanden eine doppelte Unterzahl, ehe kurz darauf Dürr, der stärkste Freisinger an diesem Abend, das 3:1 besorgte (50.). Diesmal hatte ihn Oesterreich bedient. Nur 30 Sekunden später das 4:1 durch Johannes Weyer – die Bears spielten jetzt wie im Rausch. Nun wurde eine Chance nach der anderen herausgespielt: Fünf Minuten vor Schluss bejubelten die Fans das 5:1 erneut durch Dürr – mit dem alten Bauerntrick hinter dem Tor herum und dann mit einem Schuss ins kurze Eck hatte er die gesamte Dingolfinger Abwehr düpiert. Unschön und unnötig bei diesem Spielstand war das sehr harte Foul von Kevin Rentsch gegen einen Dingolfinger – die dafür ausgesprochene Matchstrafe war absolut verdient. Ein paar Sekunden vor Schluss betrieb Dingolfing mit dem 2:5 noch etwas Ergebniskosmetik.

Fazit: Mit diesem Sieg blieb Freising auf dem dritten Tabellenplatz und hielt sich alle Möglichkeiten auf das Erreichen der Verzahnungsrunde offen. 

Bert Brosch

SE Freising – EV Dingolfing 5:2 (1:0, 0:0, 4:2)

Tore: 1:0 (13.) Kühnl, 2:0 (44.) Oesterreich (Dürr, Kühnl), 2:1 (47.) Ferstl (Bilek, Meichel), 3:1 (50.) Dürr (Oesterreich), 4:1 (51.) Weyer (Kammermeier, Weinzierl), 5:1 (55.) Dürr (Oesterreich, Kühnl), 5:2 (60.) Bilek (Ferstl,
Meichel).

Strafminuten: SEF 25+25 (Matchstrafe Rentsch), EVD 16.

Zuschauer: 123.

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