Symbolbild eines Xbox-Controllers. Auf dem Bildschirm im Hintergrund läuft das NHL-Spiel.
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Ran an die Konsolen: Im April soll vom Eishockey-Verband der Bayerische eSports-Meister ermittelt werden.

Eishockey

Virtuelles BEV-Konsolen-Turnier wird kommen

Der Vorschlag, ein virtuelles Eishockey-Event zu veranstalten, kam bei den Clubs gut an. Verbandsobmann Butz hat schon einen konkreten Termin ins Auge gefasst.

Landkreis – Der Eishockeysport befindet sich seit Wochen im Lockdown. Vielleicht gerade deshalb fand der Vorschlag des Bayerischen Eissport-Verbands (BEV), ein virtuelles Turnier der Vereine ins Leben zu rufen, regen Zuspruch: Bei einer Umfrage im Dezember bekundeten rund 30 Prozent der bayerischen Clubs Interesse an dem Format. Unter anderem auch die Black Bears Freising.

Ein Feedback, das BEV-Eishockey-Obmann Frank Butz angenehm überrascht hat: „Diese positive Resonanz sehe ich jetzt für den Verband und mich als Verpflichtung an, dass wir da etwas wirklich Gutes daraus machen. Ob uns das auch gelingt, werden wir sehen.“ In der vergangenen Woche haben die Vereine, die sich dafür interessieren, erneut ein Infoschreiben vom Verband bekommen, erläutert der 56-jährige Funktionär das weitere Vorgehen. Darin wurden sie zu einer Videokonferenz mit dem BEV am 10. Februar eingeladen. Dort könnten mit Hilfe der Experten aus dem eSports-Bereich der Hochschule für angewandtes Management Ismaning noch offene Fragen besprochen und ausgeräumt werden, bevor es dann in die finale Planung gehe, sagt Frank Butz.

Das Eishockey-eSports-Turnier wird im April stattfinden

Bereits durch die Umfrage unter den Vereinen konnte geklärt werden, dass das neue „NHL 21“ auf der PlayStation gespielt wird. Mit dem 17. April wurde zudem ein konkreter Termin für das virtuelle Eishockey-Event vom BEV-Obmann ins Auge gefasst. „Rein organisatorisch kriegen wir Ende Februar oder Anfang März nicht mehr hin. Das Ganze soll etwas Vorlauf bekommen, damit die Geschichte Hand und Fuß hat. Deshalb werden wir dieses Turnier im April durchführen – und dann den Bayerischen eSports-Meister küren.“

Geplant sei, diesen Wettbewerb komplett an einem Tag zu spielen, blickt Butz voraus: „Erstens können wir dadurch die meiste Aufmerksamkeit generieren, und zweitens dauert so eine Partie ja nur einige Minuten. Außerdem könnten die Spiele ja auch parallel laufen.“ Welcher Modus und in welchen Teamgrößen letztlich gespielt wird, hängt noch von den tatsächlich verbindlichen Meldungen nach der Videokonferenz ab. „Denn Interesse bei knapp 30 Vereinen heißt nicht gleich, wir spielen sicher mit“, weiß der Eishockey-Obmann.

Die Partien sollen als Livestream via Twitch zu verfolgen sein

Inzwischen habe der Verband auch ein Experten-Team zur Unterstützung gefunden. Dieses habe sich bereiterklärt, das Event zusammen mit dem Verband zu managen und das nötige Knowhow in puncto eSports und Technik einzubringen. Damit sollen professionelle Rahmenbedingungen für das Online-Turnierformat geschaffen werden, sodass beispielsweise alle Partien auch als Livestream via Twitch zu verfolgen seien. Frank Butz ist zuversichtlich: „Wenn es so funktioniert, wie wir uns das vorstellen, dann haben wir da etwas Tolles.“

Bei der Zusammenstellung der Mannschaften werde es seitens des Verbands keine großartigen Vorgaben geben, sagt der 56-jährige Funktionär. Es müssten nicht zwingend der Trainer oder Spieler der Ersten Mannschaft am Controller sitzen, erklärt Butz. Vielmehr seien auch alle aus dem Umfeld der Vereine gefordert, ihre Fähigkeiten an der Konsole einzubringen – egal, ob Eismeister, Jugendspieler, Betreuerin, Stadion-Ordner oder Fanclub-Mitglied.

Josef Fuchs

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