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Endstation Sedlmeier: Nach dem ersten Drittel hatten es die Freisinger ihrem Goalie zu verdanken, dass sie nur mit 1:3 zurücklagen.

Eishockey - Landesliga

Späte Tore brechen Freising das Genick: EV Moosburg gewinnt mit 6:4

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Das war spannend: Die Eishackler des SE Freising kamen im Landesliga-Derby gegen den EV Moosburg nach einem 0:3 zurück - und verloren am Ende doch noch.

Freising/Moosburg – Drei völlig unterschiedliche Drittel bekamen die Eishockey-Fans aus Freising und Moosburg beim sonntäglichen Landkreis-Derby in der Weihenstephan-Arena geboten: Erst die totale Dominanz der Gäste, dann das eindrucksvolle Comeback der Black Bears – und schließlich ein hart umkämpfter Schlussabschnitt mit dem glücklicheren Ende für den EVM, der durch zwei späte Tore das Lokalduell noch mit 6:4 gewann.

Nach den ersten 20 Minuten diskutierten einige Zuschauer schon, ob sie nicht vorzeitig heimgehen sollten. Zwar lagen die Moosburger gerade mal mit 3:1 in Führung, doch was sich bis dahin auf dem Eis abgespielt hatte, war mindestens ein Klassenunterschied. Die Black Bears zeigten etwas zu viel Respekt vor dem Nachbarn aus dem nördlichen Landkreis und ließen sich ohne große Gegenwehr im eigenen Drittel einschnüren. Keeper Johannes Sedlmeier zeigte zwar einige tolle Paraden, er konnte es allerdings auch nicht verhindern, dass der EVM durch Tore von Peter Abstreiter, Lars Eigner und Jakob Killermann bereits nach elf Minuten mit 3:0 in Führung lag. Den Anschlusstreffer durch Christian Mitternacht (14.) hatten die Hausherren einem verunglückten Ausflug des weitgehend beschäftigungslosen Moosburger Schlussmanns Linus Messerer zu verdanken – die einzige nennenswerte Offensivaktion des SEF.

Black Bears Freising im zweiten Drittel deutlich selbstbewusster

Das sollte sich im zweiten Durchgang ändern: Die Gäste dachten wohl, die verbleibenden 40 Minuten mit angezogener Handbremse absolvieren zu können, während Freising deutlich selbstbewusster auftrat. Jetzt waren es die Moosburger, die sich in der Defensive wiederfanden – und da immer wieder patzten. Der 2:3-Anschluss durch Manuel Kühnl (26.) war ebenso wenig eine Überraschung wie der viel umjubelte Ausgleichstreffer durch Michael Seemüller (32.). Der EVM stand völlig neben sich. Zwar schoss Nolan Regan die Grün-Gelben nach 35 Minuten wieder in Führung, doch noch vor der zweiten Drittelpause netzte der frühere Moosburger Nachwuchsspieler Alexander Brezina zum 4:4 ein.

EV Moosburg wird seiner Favoritenrolle doch noch gerecht

Entsprechend offen war nun das letzte Drittel: Zwar rissen sich auch die Gäste wieder zusammen und erspielten sich ein leichtes Übergewicht, aber Freising blieb dran und stand hinten ziemlich sicher. Als sich langsam die Overtime anbahnte, wurden die Moosburger ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht: Alexander Asen drosch den Puck fünf Minuten vor der Schlusssirene humorlos in die Maschen des Freisinger Tores. Und als die Black Bears noch mal alles unternehmen wollten, um abermals auszugleichen, entschied EVM-Stürmer Daniel Möhle in der 58. Minute das Derby mit dem 6:4 endgültig.

SE Freising – EV Moosburg 4:6 (1:3, 3:1, 0:2)

Tore: 0:1 (3:46) Abstreiter (Hanöffner, Horava), 0:2 (10:46) Eigner (Hanöffner, Horava), 0:3 (11:00) Killermann (Asen), 1:3 (13:51) Mitternacht (Vavroch, Hanke), 2:3 (25:51) Kühnl (Mitternacht), 3:3 (31:39) Seemüller (Schorr, Münzhuber), 3:4 (35:03) Regan (Seidlmayer), 4:4 (37:51) Brezina (Mühlbauer, Hummel), 4:5 (55:00) Asen (Retzer, Maier), 4:6 (57:24) Möhle (Abstreiter, Hanöffner).

Strafminuten: 6/2.

Zuschauer: 185.

Aufstellung SEF: Sedlmeier, Hanisch; Münzhuber, Weinzierl, Schorr, Hanke, Mitternacht; Rentsch, Mühlbauer, Seemüller, Birk, Vavroch, Berndt, Hummel, Braun, Kühnl, Brezina.

Aufstellung EVM: Messerer, Probst; Triebswetter, Krämmer, Maier, Steiger, Rotzinger, Eigner; Seidlmayer, Retzer, Regan, Loidl, Hanöffner, Asen, Killermann, Abstreiter, Horava, Möhle.

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