Niederlage für SE Freising in der Eishockey-Landesliga 

Kleiner Kader, viele Strafen

Der Zug in Richtung Aufstiegs- oder Verzahnungsrunde mit der Bayernliga war für die Eishockeyspieler der Black Bears Freising schon vor Wochen durch unnötige Niederlagen abgefahren. Dennoch wollte die Truppe von Trainer Markus Knallinger auch die letzten Spiele der Vorrunde anständig absolvieren. Doch in Amberg beim Tabellenzweiten gab es die dritte Niederlage (5:9) in Folge.

Freising – Nach dem ersten Drittel führten die Domstädter durch Tore von Dürr und Kammermeier noch 2:1, und das obwohl sie mit dem letzten Aufgebot aufgelaufen waren. Dann aber steigerte sich der Gastgeber. Nach dem Ausgleich ging es nur noch in eine Richtung. Sehenswerte Amberger Kombinationen sorgten in der 29., 33. und 35 Minute für drei weitere Treffer und den Zwischenstand von 5:2. das zweite Drittel ging mit 4:0 an die Gastgeber, Freising konnte selbst einen Penalty nicht nutzen.

Das bis dahin tolle und faire Spiel wurde im letzten Spielabschnitt sehr ruppig, beide Teams schenkten sich nichts, wofür auch die gemeinsam verhängten 74 Strafminuten sprechen. Der erste mit einer großen Strafe war Bears-Verteidiger Anton Münzhuber, den Stockstich hatten allerdings nur die beiden Schiedsrichter gesehen. Trotzdem erhielt er fünf Minuten plus eine Spieldauerstrafe. Da aber Amberg fast gleichzeitig fünf Zwei-Minuten-Strafen kassierte, konnten sie kein Kapital schlagen. Stattdessen nutzte der wirklich prächtig aufspielende Dürr den Platz auf dem Eis und netzte in der 44. Minute innerhalb von 18 Sekunden zwei Mal ein zum 5:4 – Freising war plötzlich wieder dran. Nun stand das Spiel auf der sprichwörtlichen Messerschneide, die Bears wollten den Ausgleich, Amberg den nächsten Heimsieg. Nach dem glücklichen 6:4 in der 56. Minuten warfen die Freisinger alles nach vorne, dem folgte schnell das 7:4. Eine zweite Matchstrafe gegen Freising, dieses Mal berechtigt für einen Stockschlag durch Kapitän Bernhard Weinzierl, machte alle weiteren Hoffnungen zunichte. Coach Knallinger konnte jetzt nur noch eine komplette Reihe aufs Eis schicken, im Powerplay fiel das 8:4. Dass die Moral im Team intakt ist, zeigte André Oesterreich mit dem zweiten Freisinger Unterzahltor. 

ERSC Amberg – SE Freising 9:5 (1:2/4:0/4:3).

Tore: 0:1 (9.) Dürr (Dünzl, Weyer), 1:1 (10.) Keil (Vlach), 1:2 (13.) Kammermeier (Weinzierl), 2:2 (23.) Vlach (Wrobel), 3:2 (29.) Vlach (Heilman), 4:2 (33.) Köbele (Keil, Engmann), 5:2 (35.) Keil (Heilman, Vlach), 5:3 (44.) Dürr (Oesterreich, Dünzl), 5:4 (44.) Dürr (Dünzl), 6:4 (55.) Hendrikson (Köbele, Aukofer), 7:4 (56.) Heilman (Vlach, Keil), 8:4 (58.) Aukofer (Schmitt, Köbele), 8:5 (58.) Oesterreich (Dürr), 9:5 (60.) Keil. Strafen: Amberg 20 + 10 (Vlach), Freising 20 + 20 (Münzhuber) + 20 (Weinzierl). Zuschauer: 660

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