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Hoffentlich ein einmaliger Ausrutscher

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Für den bis dato so stark spielenden Starbulls-Goalie Pasi Häkkinen war diesmal nach dem vierten Gegentreffer Feierabend. © OVB

Bietigheim - Was war denn das, liebe Starbulls? Zwei Drittel lang ließen die Rosenheimer beim Gastspiel im Ellental alle Grundtugenden vermissen und bekamen deshalb eine Packung verpasst.

Vor 1.400 Zuschauern in der Ellental-Arena verloren die Rosenheimer Eishockeyspieler am Ende sehr deutlich mit 2:8 (0:2, 1:5, 1:1). Sicherlich waren auch einige unglückliche Momente aus Sicht der Gäste dabei (abgefälschtes Tor zum 0:1, zweites Gegentor kurz vor der Sirene), dennoch hätte sich die Steer-Truppe 40 Minuten lang nicht derart lasch verkaufen dürfen. Viel zu weit weg von den Gegnern, kein Körperspiel und ein schwaches bis nicht vorhandenes Umschalten von Defensive auf Offensive waren letztlich die ausschlaggebenden Punkte, dass es zu dieser Klatsche kam.

Allerdings erwischten die Gastgeber auch einen "Sahnetag", an dem so gut wie alles zusammenpasste. So bereits in der 4. Minute, als PJ Fenton in Überzahl einen Schuss von Robin Just unhaltbar für Starbulls-Goalie Pasi Häkkinen zur Führung abfälschte. Rosenheim wirkte in der Folge geschockt, so dass sich für die Hausherren fast Chancen im Minutentakt ergaben. Kurz vor der Sirene schlug sich dies dann auch auf der Anzeigetafel nieder, als Philipp Quinlan nach Vorlage von Mark Heatley zum 2:0 einnetzte.

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Im Mittelabschnitt wurde es aus grün-weißer Sicht noch schlimmer: Häkkinen musste in Minute 22 einen Schuss von Marcus Sommerfeld nach vorne abprallen lassen, Just war der Nutznießer und schob zum 3:0 ein. Richtig bitter wurde es für den in dieser Saison bis dato so stark haltenden Starbulls-Goalie zwei Zeigerumdrehungen später, wo Häkkinen von Sommerfeld zum 4:0 getunnelt wurde. Der Finne hatte daraufhin genug und wurde fortan von Beppi Mayer ersetzt. Diese Maßnahme sollte sich aber nicht auszahlen. Denn es ging nahezu im selben Rhythmus weiter. Nach einem Traumpass von NHL-Star TJ Galiardi, der aber bis auf diese Szene und sein Tor zum 8:2-Endstand eher blass blieb, traf Fenton zum 5:0 (27.). Michi Fröhlich gelang in der Folge zwar der erste Rosenheimer Treffer, doch spätestens als Chris St. Jacques (31.) und Rene Schoofs (34.) weitere Treffer für die Württemberger nachlegten, hatten auch die kühnsten Optimisten unter den rund 50 Rosenheimer Fans jegliche Hoffnung verloren.

In den letzten 20 Minuten war die Partie schließlich nur noch ein besseres Trainingsspiel. Erst gelang Matt Caruana in Überzahl mit einem verdeckten Schuss das 7:2, doch Bietigheim war der letzte Treffer der Begegnung vorbehalten, als Galiardi in der 53. Minute zum 8:2-Endstand traf. Unmittelbar nach dem letzten Tor gab es für die Starbulls dann noch die Höchststrafe, als Bietigheims Coach Kevin Gaudet Keeper Joey Vollmer vom Eis nahm und durch Ersatzmann Andreas Mechel ersetzte, der somit auch noch etwas Spielpraxis sammeln konnte. „Abgerundet“ wurde der miese Starbulls-Abend mit einer Auseinandersetzung zwischen Fabian Zick und Fenton, bei der junge Rosenheimer ziemliche Prügel einstecken musste. Das passte voll und ganz zum Spiel der Starbulls. Aus Sicht der Gäste bleibt zu hoffen, dass diese Vorstellung ein einmaliger Ausrutscher war. Bereits am Sonntag (18 Uhr, Kathrein-Stadion) können die Rosenheimer gegen Crimmitschau Wiedergutmachung betreiben.

Das Spiel in der Statistik:

Bietigheim Steelers – Starbulls Rosenheim 8:2 (2:0, 5:1, 1:1)

Tore: 1:0 (4.) PJ Fenton (Doug Andress, Robin Just – Überzahl-Tor), 2:0 (20.) Philipp Quinlan (Mark Heatley), 3:0 (22.) Robin Just (Chris St. Jacques, Marcus Sommerfeld), 4:0 (24.) Marcus Sommerfeld (Chris St. Jacques, Markus Gleich), 5:0 (27.) PJ Fenton (TJ Galiardi, Robin Just – Überzahl-Tor), 5:1 (29.) Michael Fröhlich (Greg Squires), 6:1 (31.) Chris St. Jacques (Doug Andress, Robin Just), 7:1 (34.) Rene Schoofs (Doug Andress, Philipp Quinlan), 7:2 (45.) Matt Caruana (Michael Fröhlich, Dominic Auger – Überzahl-Tor), 8:2 (53.) TJ Galiardi (Mark Heatley, Doug Andress).

Schiedsrichter: Gian-Reto Peer (Schweiz).

Strafen: Bietigheim 18 – Rosenheim 20.

Zuschauer: 1.400.

mw

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