Dominic Auger, Matthew Caruana
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Dominic Auger (links) konnte sich zwar über zwei Treffer seines Kollegen Matt Caruana freuen, zu einem Punktgewinn in Sachsen reichte dies aber dennoch nicht.

Heimrecht-Chance besteht trotz Pleite weiter

  • Martin Weidner
    VonMartin Weidner
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Crimmitschau - Nicht gut gespielt und daher zurecht verloren haben die Starbulls am Abend in Westsachsen. Die Chance auf das Play Off-Heimrecht lebt aber weiter.

Vor knapp 2.500 Besuchern - davon nur ein paar vereinzelte aus der Innstadt - im altehrwürdigen Sahnpark unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler letztlich mit 3:5 (1:2, 1:2, 1:1) bei den Eispiraten Crimmitschau und mussten damit nach dem 3:6 in Hannover die zweite Niederlage in Folge einstecken. Die Gründe dafür waren vielschichtig: Zu viele Fehler, zwei schnelle Gegentore, diesmal kein souveräner Pasi Häkkinen, insgesamt keine gute Leistung und auf ETC-Seite ein überragender Aaron Lee, der mit zwei Toren und zwei Assists maßgeblichen Anteil am für die Rot-Weißen so eminent wichtigen Heimsieg hatte.

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Bericht der Eispiraten Crimmitschau (Homepage)

Das Spiel begann mit einer kalten Dusche für die Starbulls: Genau 23 Sekunden waren gespielt, als ETC-Verteidiger Daniel Rau von der blauen Linie abzog. Pasi Häkkinen konnte die Scheibe nicht festhalten und Topscorer Lee sagte erstmals artig „Danke“ - er netzte mit der Rückhand aus kurzer Distanz zum 1:0 ein. Rosenheim ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und kam bereits in der 3. Minute ins Match zurück, als Micky Rohner mit einem Schuss von der blauen Linie im Powerplay erfolgreich war. Die erneute Crimmitschauer Führung entstand in der 10. Minute dann relativ unnötig, als Häkkinen nach einem „Bauerntrick“ mit dem Stock genau in die Mitte klärte, wo mit Martin Heinisch ein dankbarer Abnehmer parat stand. Gegen Ende des Auftaktabschnittes überstanden die Grün-Weißen eine Drei-gegen-Fünf-Unterzahl mit guter Defensivarbeit dann allerdings unbeschadet.

"Deja Vu" zu Beginn des zweiten Drittels

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels erlebte Rosenheim sein „Deja-Vu“: Diesmal waren 50 Sekunden gespielt, als Lee nach Vorarbeit von Brandon Dietrich und Darcy Campbell seinen zweiten Treffer des Abends erzielte – 3:1 für Crimmitschau und erneut ein frühes Gegentor für Grün-Weiß. In der Folge schien die Mannschaft von Fabian Dahlem alles im Griff zu haben, ehe Rosenheim um die 30. Minute einen Zwischenspurt einlegte: Nach Querpass von Greg Squires netzte Matt Caruana eiskalt zum 3:2 unter die Latte ein (31.), Sekunden später hatte Andrej Strahkov aus kurzer Distanz sogar den Ausgleich auf dem Schläger. Die Strafe folgte aber auf dem Fuß: Jeremy Williams traf in Überzahl zum 4:2 (33.), wobei Häkkinen wieder nicht die beste Figur machte. Kurz vor Drittelende stand der Rosenheimer Torsteher noch einmal im Mittelpunkt, als er nach einem Lapsus den Westsachsen beinahe den fünften Treffer ermöglicht hätte.

Die letzten 20 Minuten begannen aus Rosenheimer Sicht wesentlich besser. In einer Powerplay-Situation kam die Scheibe über Michi Fröhlich zu Caruana, der aus kurzer Distanz Torwart Cech keine Abwehrchance ließ – 4:3 (42.). Jetzt war die Hoffnung zurück im Spiel der Rosenheimer, die im letzten Abschnitt zwischen den Pfosten einen Wechsel vornahmen und Beppi Mayer aufs Eis brachten. Dieser hielt fehlerlos und war bei der Vorentscheidung in der 54. Minute machtlos, als Williams nach Pass von Lee in halbrechter Position frei vor ihm auftauchte und zum 5:3-Endstand einschoss.

Heimrecht-Chance nach wie vor intakt

Obwohl die Grün-Weißen mit dieser Pleite zum zweiten Mal in Folge leer ausgingen, ist die Chance auf das Heimrecht in den Play Offs immer noch intakt. Zwar setzte sich Konkurrent Landshut mit 3:2 gegen Schwenningen durch und steht damit mit 80 Zählern jetzt auf Rang drei, doch drei Spieltage vor Schluss beträgt der Rückstand der Starbulls (weiter 76 Punkte) nur zwei Zähler auf Bremerhaven (78/3:4-Niederlage nach Penaltyschießen in Kaufbeuren) bzw. einen auf Ravensburg (77/1:3 in Heilbronn). Um weiter im Rennen zu bleiben, hat für die Steer-Elf allerdings am Sonntag, 18 Uhr (Kathrein-Stadion) ein Heimsieg gegen Spitzenreiter Bietigheim höchste Priorität.

Das Spiel in der Statistik:

Eispiraten Crimmitschau - Starbulls Rosenheim 5:3 (2:1, 2:1, 1:1)

Tore: 1:0 (1.) Aaron Lee (Daniel Rau), 1:1 (3.) Michael Rohner (Stephan Gottwald, Andrej Strahkov - Überzahl-Tor), 2:1 (10.) Martin Heinisch (Austin Wycisk, Brandon Dietrich), 3:1 (21.) Aaron Lee (Darcy Campbell, Brandon Dietrich), 3:2 (31.) Matthew Caruana (Gregory Squires, Dominic Auger - sechster Feldspieler), 4:2 (33.) Jeremy Williams (Andre Schietzold, Aaron Lee - Überzahl-Tor), 4:3 (42.) Matthew Caruana (Michael Fröhlich, Dominic Auger - Überzahl-Tor), 5:3 (54.) Jeremy Williams (Aaron Lee, Patrik Vogl - Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Gerhard Maier (Denklingen).

Strafen: Crimmitschau 14 - Rosenheim 20 plus 10 für Stephan Gottwald.

Zuschauer: 2.495.

redro24/mw

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