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"Dann gibt es einen Satz heiße Ohren"

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Sprach die Fehler seines Teams deutlich an: Starbulls-Coach Franz Steer. Foto Ziegler
Sprach die Fehler seines Teams deutlich an: Starbulls-Coach Franz Steer. Foto Ziegler © OVB

Rosenheim - Wenn sein Jagdhund eingeübte Befehle vergisst, verteilt Franz Steer "heiße Ohren". Sein Team setzte zuletzt auch nicht das um, was er forderte. So zieht er Vergleiche:

Franz Steers große Leidenschaft ist die Jagd und immer wieder - meistens wenn es auf dem Eis nicht so rund läuft wie es sich der Trainer vorstellt - zieht er Vergleiche zum Eishockey.

"Wenn ich auf die Jagd gehe ist mein Hund dabei. Bei der Jagdhunde-Prüfung hat er alles richtig gemacht. Er hat die Befehle ausgeführt, er war diszipliniert und hatte wie ich Spaß. Mittlerweile ist das nicht mehr so, die Prüfung würde er so nicht mehr schaffen und deshalb gibt es im übertragenen Sinn wieder einen Satz heiße Ohren und dann passt es wieder".

Auch einige seiner Spieler setzten zuletzt nicht das um, was Steer von ihnen forderte. Deshalb hatten die Starbulls-Spieler vor den beiden Spielen am heutigen Freitag, 19.30 Uhr, zu Hause gegen die Lausitzer Füchse und am Sonntag in Schwenningen im wahrsten Sinne des Wortes "heiße Ohren". Da gab es für die Spieler klare Ansagen, die Fehler, die in den letzten beiden Spielen zu 13 Gegentoren führten, wurden anhand von Video-Aufzeichnungen genauestens aufgearbeitet.

"Wir haben nicht nur in den letzten beiden Begegnungen immer wieder die gleichen Fehler gemacht, die bei häufigem Auftreten zwangsläufig zu Gegentoren führen. Diese Nachlässigkeiten müssen wir minimieren und dann sind wir auch wieder erfolgreich", erklärte Steer. Der Starbulls-Coach will sich aber auch nicht alles schlechtreden lassen was seinen Spieler auf dem Eis produzieren. "Wir zeigen auch sehr gute Ansätze und wir können mit allen Mannschaften mithalten. Das haben wir schon bewiesen. Doch dafür müssen wir unsere läuferischen Qualitäten ausspielen, einfach agieren und nach hinten diszipliniert arbeiten", fordert Steer von seinen Spielern die Tugenden ein, die in den beiden letzten Jahren die Rosenheimer Erfolgsgaranten waren. Steer möchte von seinen Spielern auch wieder mehr Körperkontakt sehen. "So wie in Bietigheim funktioniert das nicht", blickt Steer ein letztes Mal auf das vergangene Wochenende zurück.

Die Füchse als "Lieblingsgegner"?

Jetzt gilt es gegen die Lausitzer Füchse zu punkten, "unserem Lieblingsgegner" sagt Steer ironisch, denn gegen Weißwasser taten sich die Rosenheimer vor allem zu Hause immer schwer. Bei den Gästen, die in dieser Saison erst zweimal ohne Punkt geblieben sind und letzten Sonntag Bietigheim mit 4:3 nach Penaltyschießen besiegten, spielt der Ex-Rosenheimer Sean Fischer, Sohn der Rosenheimer Eishockey-Legende Ron Fischer. Stärkste Spieler bei den Gästen sind der Kanadier Matt McKnight (5 Tore/ 9 Assists), der Däne Christoffer Kjärgaard (6/3), der ehemaligen DEL-Spieler und Deutsch-Kanadier Richard Mueller (4/5), sowie Torhüter Jonathan Boutin.

Am Sonntag geht es für die Starbulls (10 Spiele, 15 Punkte, 8. Platz) zum aktuellen Tabellenführer Schwenningen (11 Spiele, 21 Punkte, 1. Platz). Bei den Wild Wings, die seit fünf Spielen keinen "Dreier" mehr einfuhren und die letzten drei Begegnungen im Penaltyschießen gewannen, strahlt die Reihe mit Rob Hennigar, Dan Hacker und Jason Pinizzotto die größte Gefahr aus. Hennigar ist der Vorbereiter, Hacker befindet sich in Top-form und Pinizzotto staubt ab.

"Fehler verboten" heißt es da für die Starbulls-Spieler, und wenn die sich wieder auf ihre Fähigkeiten besinnen und diszipliniert auftreten, stellen sich auch wieder Erfolge ein - so wie bei Franz Steers Hund, der wieder (fast) alles richtig macht...

bz

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