So wie hier Robin Hanselko in der letztjährigen Finalserie gegen Landshut will Rosenheims Trainer Franz Steer seine Spieler sehen: hart und konsequent im Zweikampf. Foto Ziegler
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So wie hier Robin Hanselko in der letztjährigen Finalserie gegen Landshut will Rosenheims Trainer Franz Steer seine Spieler sehen: hart und konsequent im Zweikampf.

"Derby dahoam"

Rosenheim - Nach dem Oberbayern-Derby gegen Riessersee heißt es heute erneut "Derby dahoam" - und das mit deutlich mehr Brisanz, denn es geht wieder gegen die Landshut Cannibals.

Obwohl mit Garmisch der einzige oberbayerische Rivale am Freitag im Kathrein-Stadion gastierte, liegt im Spiel gegen die Landshut Cannibals (Dienstag, 19.30 Uhr) deutlich mehr Brisanz.

Nicht erst seit der letzten Saison, als sich beide Teams im Finale um die Zweitliga-Meisterschaft gegenüberstanden und die Landshuter sich mit einem 7:1-Erfolg in Rosenheim den Titel sicherten. Dieses Ergebnis liegt den Starbulls-Spielern, die dabei waren, und den Rosenheimer Fans immer noch schwer im Magen. Einen ersten Schritt, diese Klatsche vom April dieses Jahres zu verdauen, haben die Starbulls mit dem 3:2-Sieg nach Penaltyschießen im Saisonauftaktspiel vor elf Tagen bereits getan, jetzt soll mit einem Heimsieg heute alles wieder gerade gerückt werden.

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In den Spielen gegen Landshut lag und liegt immer viel Zündstoff und deshalb werden auch heute wieder viele Zuschauer im Rosenheimer Eisstadion erwartet. Landshut liegt derzeit mit acht Punkten auf Platz zwei der Tabelle, so richtig überzeugen konnten die Niederbayern in dieser Saison allerdings noch nicht. Die Landshuter haben allerdings auch schon zwei Spiele mehr auf dem Konto als die Starbulls, die mit fünf Punkten Siebter sind. Mit einem Erfolg nach 60 Minuten, was bisher gegen die Cannibals allerdings in der 2. Liga noch nie gelang, könnten Gottwald und Co. zu den Landshutern aufschließen. "Damit das gelingt, müssen wir uns allerdings anders präsentieren als gegen Garmisch. Da fehlte uns die Laufbereitschaft, das Spiel ohne Scheibe war schlecht und deshalb habe ich auch klare Worte an die Mannschaft und an einzelne Spieler gerichtet", erklärte Trainer Franz Steer gestern. Der Landshuter hat den heutigen Gegner am Sonntag im Heimspiel gegen Crimmitschau (6:2 für Landshut) beobachtet. "Landshut hat gespielt wie immer, da gab es für mich keine neuen Erkenntnisse. Wenn man gegen die technisch versierten Spieler nicht dagegenhält, hat man kaum eine Chance", sagt Steer, der von den beiden Crimmitschauer NHL-Spielern (wir berichteten) maßlos enttäuscht war: "Da hat man deutlich gesehen, dass ohne Einsatz und Willen nichts geht - auch nicht für zwei NHL-Profis".

Bei Landshut haben neben dem Langzeitverletzten Kracik mit Mrazek und Smazal zwei weitere Leistungsträger gefehlt. Hinter beiden steht auch für das heutige Derby ein Fragezeichen.

Bei den Starbulls fällt definitiv der Kanadier Ryan Del Monte aus. "Bei ihm handelt es sich anscheinend nicht um eine Muskelverletzung, sondern seine Probleme kommen vom Rücken. Da stimmt die ganze Statik nicht", erklärte Steer. Deshalb wird er voraussichtlich mit den gleichen Formationen wie ab dem zweiten Drittel gegen Garmisch spielen, eventuell mit einer kleinen Änderung in den ersten beiden Reihen. "Da warte ich aber erst das Abschlusstraining am Abend ab", so Steer.

Der Starbulls-Coach zeigte seinen Spielern anhand des Videos vom Garmisch-Spiel die Fehler auf, kam aber auch zur Erkenntnis, dass die Riesserseer gut gespielt haben. Das hat sich auch zwei Tage später bei der knappen 2:3-Niederlage gegen Spitzenreiter Heilbronn, am kommenden Freitag Gastgeber für die Starbulls, gezeigt. Steer will damit nicht die Leistung seines Teams schön reden. Der Rosenheimer Trainer ist sich allerdings auch sicher, dass seine Mannschaft gegen Landshut im "Derby dahoam" deutlich engagierter auftritt.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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