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Bleibt bei den Starbulls: Verteidiger Michael Rohner.

Starbulls planen weiter zweigleisig

Rosenheim - Nun steht fest: Die Frage nach der zukünftigen Liga-Zugehörigkeit der Starbulls Rosenheim will der Vorstand erst in zwei Wochen beantworten.

Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die am Freitagabend zur ordentlichen Mitgliederversammlung am Mittwoch herausgegeben wurde. Dort heißt es:

"Die Frage, in welcher Liga wir spielen werden, entscheiden wir endgültig am Ende der 21. KW 2010, da noch weitere Sponsorengespräche in den nächsten beiden Wochen angesetzt sind und diese noch abgewartet werden.

Im Augenblick steht die Ampel für die 2. Bundesliga eher auf GRÜN als auf ROT.

Die Lizenzierungsunterlagen müssen am 31. Mai 2010 in München eingehen. Karl Aicher wird sie persönlich nach München bringen, so dass keine Postlaufzeiten einzuplanen sind. Damit kann die letzte Entscheidung am 31.05.2010 fallen.

Der Vorstand wird nun bis zum Schluss zweigleisig planen. Oberste Priorität für uns hat die finanzielle Leistungsfähigkeit des Vereins mit seinen gesamten Nachwuchsmannschaften.

Wie uns bekannt ist, legen die Sponsoren immer noch – oder jetzt erst recht ? – Fokus auf unsere Aktion 1000plus. Wir können nur an die Fans appelieren, das Angebot der Teilzahlung in Anspruch zu nehmen und Dauerkarten zu kaufen. In der jetzigen Form wird die Aktion bis zum 14.06.2010 einschließlich laufen. Damit überbrücken wir die Pfingstferien, auch deshalb, weil in der zweiten Ferienwoche (31. 05 . – 07.06.2010) die Geschäftsstelle geschlossen ist."

Erste Personalentscheidungen: Drei bleiben, drei gehen

Bei den Starbulls sind abseits von der Diskussion über die zukünftige Liga-Zugehörigkeit die ersten Personalentscheidungen gefallen. Drei Spieler haben neue Kontrakte unterzeichnet, drei Akteure werden die Starbulls verlassen.

Laut Verkaufs-Countdown auf der Starbulls-Homepage wurden bis heute, 14. Mai, übrigens 331 Dauerkarten verkauft.

Von der Ziel-Marke "1000+" für den 15. Mai ist man damit noch sehr weit entfernt. 

Die beiden Verteidiger Nicolas Ackermann und Christian Schönmoser ziehen nach nur einer Saison in Rosenheim wieder weiter. Darüber hinaus wird auch der Kanadier Ron Newhook, in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils mit der beste Skorer, die Starbulls verlassen. Dafür werden aber Marcus Marsall, Michael Rohner und Alan Reader auch in der neuen Spielzeit 2010/11 das Starbulls-Trikot tragen. Verteidiger Rohner ist ein Rosenheimer Urgestein, der pfeilschnelle Youngster Marsall geht in seine zweite Saison - ebenso wie Angreifer Reader, der in den Play-offs wichtige Tore für Rosenheim erzielte. Torwart-Talent Lukas Steinhauer hat ebenfalls ein Vertragsangebot erhalten.

Ron Newhook verlässt Rosenheim nach zwei Jahren.

Diese Fakten wurden bei der fünften ordentlichen Mitgliederversammlung der Starbulls in der Rosenheimer Eisstadiongaststätte bekannt. Der Verein zählt 392 (wahlberechtigte) Vollmitglieder, von denen 123 anwesend waren. Somit war die Versammlung auch beschlussfähig. Nach einem Rückblick auf die letzte Saison durch den Ersten Vorstand Wilhelm Graue und dem Dritten Vorstand Richard Diebald, erläuterte der Zweite Vorstand Karl Aicher ausführlich den Kassenbericht der Geschäftsjahre 2008 und 2009 und stellte auch die Zahlen für die Saison 2008/09 und die Saison 2009/10 gegenüber. Nach der einstimmigen Entlastung der drei Vorstände folgte die Neuwahl, zu der sich die drei bisherigen Vorstände erneut zur Wahl stellten. Hier folgte ein eindeutiges Votum und so wurden Graue, Aicher und Diebald ohne Gegenstimme für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt.

Aicher führte jedoch an, dass er sich in der vergangenen Saison anonymen Beschimpfungen, die er auch per E-Mail erhielt, ausgesetzt sah. "Sollte sich dies in Zukunft wiederholen, werde ich mit sofortiger Wirkung mein Amt niederlegen. Wer dann die Zahlungen vornimmt, ist mir dann egal", so Aicher. Als Rechnungsprüfer wurden Thomas Seidl und Walter Fladerer wiedergewählt.

Zum Verlauf der Dauerkarten-Aktion "1000+" äußerte sich der Vorstand enttäuscht, da sich gerade Fans aus den Fanclubs, die lautstark den Aufstieg forderten, noch keine Dauerkarten gekauft haben. Dies ist daran erkennbar, dass die Karteninhaber mit Namen erfasst werden und bisher mehr als die Hälfte der verkauften Dauerkarten an Neu-Käufer gingen. Etwa ein Drittel der verkauften (279) Karten waren Sitzplätze.

now/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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