"Stehen verdientermaßen oben in Tabelle"

Rosenheim - Im Spitzenspiel gegen Dresden bewiesen die Starbulls Rosenheim mal wieder eine tolle Moral. Doch im Penaltyschießen reichte es nicht für den Sieg.

Tor durch Stephan Gottwald: Der Rosenheimer Torjäger traf nach Traumpass von Stephen Werner aus kurzer Distanz.

Erst kämpften sich die Eishockeyspieler der Starbulls Rosenheim am Sonntagabend nach einem schnellen 0:2-Rückstand gegen Dresden auf 2:2 heran, waren dann drauf und dran selbst in Führung zu gehen, ehe die starken Gäste im letzte Drittel zum 2:3 trafen. Doch die Starbulls bewiesen wieder einmal eine tolle Moral in diesem Spitzenspiel, das dieses Prädikat zu Recht verdiente. 18 Sekunden vor Schluss gelang den Rosenheimern, die Torhüter Norm Maracle zu diesem Zeitpunkt bereits für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatten, durch Florian Zeller der verdiente Ausgleich. Nachdem die Verlängerung keine Entscheidung brachte, musste das Penaltyschießen entscheiden und wieder einmal ging der Zusatzpunkt an die Gäste.

Tor durch Stephan Gottwald: Der Rosenheimer Torjäger traf nach Traumpass von Stephen Werner aus kurzer Distanz.

Während Dresden durch André Mücke und Sami Kaartinen trafen, scheiterten die Rosenheimer Tim Kunes und Florian Zeller, und deshalb die Eislöwen verließen als glücklicher 4:3-Sieger das Eis. Trotzdem gingen die Rosenheimer Fans unter den wieder nur 2175 Zuschauern nicht enttäuscht nach Hause, denn sie sahen ein tolles Eishockeyspiel. „Beide Mannschaften haben bewiesen, dass sie verdientermaßen soweit oben in der Tabelle stehen“, waren sich die beiden Trainer Franz Steer und Thomas Popiesch in der Pressekonferenz einig.

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Die sehr zielstrebig und aggressiv startenden Gäste legten einen Blitzstart hin. Bereits nach 26 Sekunden ging der Tabellenzweite aus Sachsen durch Torjäger Sami Kaartinen in Führung, die Norman Martens im Überzahlspiel keine zwei Minuten später auf 2:0 erhöhte. Die Starbulls ließen sich dadurch allerdings nicht sonderlich beeindrucken, erhöhten von Minute zu Minute den Druck und verkürzten in der 15. Spielminute auf 1:2. Konrad Reeder fälschte einen harten Schuss von Tim Kunes unhaltbar für Dresdens starken Keeper Pasi Häkkinen zum 1:2 ab.

Die Gäste-Führung zum 3:2 durch Andre Mücke (Zweiter von rechts)

Der Eislöwen-Keeper verhinderte in der Folgzeit durch Glanzparaden mehrmals den fälligen Rosenheimer Ausgleich. Der fiel dann im 5:3-Überzahlspiel im zweiten Spielabschnitt. Stephen Werner bediente Starbulls-Torjäger Stephan Gottwald mit einem Zauberpass und der Rosenheimer Kapitän hatte keine Mühe die Scheibe aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken.

Die Starbulls kamen im letzten Drittel nach einer unglücklichen Gesichtsverletzung von Thomas Schenkel, wahrscheinlich wurden auch die Zähne in Mitleidenschaft gezogen, kurz aus dem Tritt und kassierten aus heiterem Himmel einen weiteren Gäste-Treffer. Andre Mücke zog aus vollem Lauf ab und traf zum 2:3 aus Rosenheimer Sicht. Danach riskierten die Starbulls alles und wurden durch den späten Ausgleich und wenigstens einen Punkt für ihre Moral belohnt.

Spielstatistik

Starbulls Rosenheim - Dresdner Eislöwen 3:4 (1:2, 1:0, 1:1, 0:1).

Tore: 0:1 (1.) Sami Kaartinen (Patrick Jarrett, Marc St Jean), 0:2 (3.) Norman Martens (Überzahl-Tor) (Marc St Jean, Sami Kaartinen), 1:2 (15.) Konrad Reeder (Tim Kunes, Thomas Schenkel), 2:2 (35.) Stephan Gottwald (Überzahl-Tor 2) (Stephen Werner, Andreas Paderhuber), 2:3 (53.) André Mücke (Jörg Wartenberg, Bruce Becker), 3:3 (60.) Florian Zeller (sechster Feldspieler) (Mitch Stephens, Dominic Auger). Penaltyschießen: Tim Kunes und Florian Zeller vergaben für Rosenheim, André Mücke und Sami Kaartinen trafen für Dresden.

Strafzeiten: Rosenheim 10, Dresden 10 plus zehn für Mücke.

Zuschauer: 2175.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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