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So war es beim ersten Spiel in Rosenheim: Stephen Werner freut sich über seinen Treffer zum 1:0, während Ravensburgs Torhüter Rohde und Verteidiger Gleich die Welt nicht mehr verstehen.

Starbulls Rosenheim empfangen heute, Dienstag, 19.30 Uhr, den Tabellenzweiten im Kathrein-Stadion

Die Torfabrik aus Ravensburg kommt

Rosenheim - Ein Jahr nach dem 5000plus-Spiel mit einem 4:2-Heimsieg gegen den Oberliga-Tabellenführer Herne empfangen die Starbulls Rosenheim den Tabellenzweiten Ravensburg zum Bundesliga-Duell.

Vor genau einen Jahr, am 28. Dezember, verabschiedeten sich die Starbulls Rosenheim im 5000plus-Spiel mit einem 4:2-Heimsieg gegen den Oberliga-Tabellenführer Herne aus dem Eishockey-Jahr 2009. Zu diesem Zeitpunkt hatte keiner geahnt, dass ein Jahr später der Zweitligist Rosenheim das Spitzenteam aus Ravensburg zum Vorsilvestertanz im Kathrein-Stadion bittet (19.30 Uhr).

Vor einem Jahr feierte Dylan Stanley sein umjubeltes Comeback im Starbulls-Trikot und Claus Dalpiaz stand im Rosenheimer Tor - heute sind andere Spieler absolute Leistungsträger: Zum Beispiel Stürmer Stephen Werner und Torhüter Norm Maracle. Aber auch die vielen jungen Spieler haben sich enorm gesteigert und ein Jahr mehr Erfahrung auf dem Buckel. Der größte Unterschied gegenüber dem 28. Dezember 2009 und heute ist allerdings das Niveau der Eishockeyspiele im Kathrein-Stadion. Da sind im Tempo und in der Technik eineinhalb Klassen Unterschied. "Ich gehe jetzt seit 28 Jahren ins Eishockey, aber ich habe bislang noch keine Saison erlebt in der ich mit der Leistung der Rosenheimer Mannschaft in jedem Heimspiel zufrieden war," erklärte der eingefleischte Rosenheimer Eishockey-Fan Helmut "Waggi" Wagner, der vor allem die Einkaufspolitik der Starbulls-Verantwortlichen lobt. "Wir haben eine tolle Mannschaft", freut sich Wagner über die Leistungsstärke des Starbulls-Teams 2010/2011.

Tatsache ist, dass die Starbulls mit jeder Mannschaft der Liga mithalten können. Was sich allerdings heute auf dem Rosenheimer Eis präsentiert gehört zur absoluten Zweitliga-Spitze. Ravensburg hat nach holprigem Start zur Aufholjagd auf den souveränen Spitzenreiter Schwenningen geblasen. Sieben Punkte liegen die Towerstars nur noch hinter den Wild Wings auf Platz zwei der Tabelle. In den letzten neun Spielen gab es acht Siege für Ravensburg, nur eine Partie ging verloren und zwar das Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim. 4:3 nach Verlängerung siegten die Starbulls und gewannen damit nach dem 3:1-Heimsieg auch den zweiten Punktspielvergleich gegen Ravensburg. Die Towerstars sind aber heute nicht zum letzten Mal Gast im Rosenheimer Eisstadion, denn bereits am Dienstag, 11. Januar, steigt das Finale um den DEB-Pokal gegen Ravensburg im Kathrein-Stadion.

Zuletzt ist sehr guter Form: Marcus Marsall (vorne) und Robert Schopf.

Vom Personal sind die Gäste ähnlich gut wie Schwenningen besetzt. Vor allem in der Offensive haben die heutigen Gäste exzellente Spieler am Start. 109 erzielte Tore in 27 Spielen unterstreichen die Qualitäten der Towerstars-Angreifer Alex Leavitt, Ben Thomson, Peter Boon und Brian Maloney. Diese vier Spieler haben zusammen 67 der 109 Treffer der Ravensburger Torfabrik erzielt. Mit 70 Gegentoren ist Truppe von Trainer Peter Draisaitl jetzt auch in der Abwehr stabiler, woran auch ein Ex-Rosenheimer seinen Anteil hat. Beppi Mayer, der im Nachwuchs für Rosenheim spielte, überzeugte als Vertreter des verletzten Christian Rohde in den letzten Spielen und weist bei sechs Siegen in neun Spielen eine gute Bilanz auf. Ausgerechnet beim Rosenheimer Erfolg in Ravensburg und auch beim Testspiel vor der Saison an der Mangfall sah Mayer nicht sonderlich gut aus. Vielleicht ist der Druck in Spielen gegen seine Heimatstadt für den 22-jährigen doch zu groß. Man wird es im heutigen Spiel sehen.

Starbulls-Coach Franz Steer hat zwar derzeit außer Fabian Zick keine verletzten Spieler, doch mit Marius Möchel (U20-WM) und Dominik Quinlan (wird in München gebraucht) stehen zwei weitere Stürmer nicht zu Verfügung. "Da wird es mit der vierten Sturmreihe ganz schön eng", sagt Steer. Außerdem sind die DNL-Spieler Max Meirandres und Dominik Daxlberger mit der U18-Nationalmannschaft unterwegs. Deshalb nominierte Steer für die heutige Partie aus dem DNL-Team die zwei Stürmer Anton Pertl und Maximilian Merz sowie Verteidiger Sebastian Alt. Sowieso mit dabei ist Verteidiger Max Renner, der eventuell im vierten Sturm spielt.

Übrigens: Alle vier Torschützen vom Spiel vor einem Jahr am 28. Dezember gegen Herne stehen auch heute noch im Starbulls-Kader - drei davon könnten auch heute wieder treffen. Während Marius Möchel derzeit für die U20-Nationalmannschaft in den USA spielt, werden Alan Reader, Stephan Gottwald und Robin Hanselko heute auf Torjagd gehen und bei einem 4:2-Sieg wie am 28. Dezember 2009 könnten sich die Starbulls-Fans über ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk freuen.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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